Warum eigentlich "toi, toi, toi"? Woher kommt diese Redensart?

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Das symboliesiert das über-die-Schulter-Spucken, also das Geräusch beim Spucken, das Glück bringen soll.
Man darf, zumindest als Schauspieler, niemals Danke sagen, das bringt Unglück.

Toi, Toi, Toi...wünschen wir uns bei einer schwierigen Aufgabe gegenseitig Glück. Das hängt mit einem alten Volksglauben zusammen: Lob wurde allgemein gefürchtet, weil es böse Geister aufmerksam und neidisch machen konnte. Um kommendes Unheil abzuwehren, mußte man deshalb sofort eine Schutzhandlung hinzufügen. Das wurde z.B. durch dreimaliges Klopfen auf Holz und den Ausruf »Toi, Toi, Toi« vollzogen, der lautmalerisch für dreimaliges Ausspucken steht. Der Speichel galt als unheilbannend, das Ausspucken vor einem Menschen war also ursprünglich ein Abwehrzauber, kein Zeichen der Verachtung wie heute. Der Brauch hat sich besonders bei Schauspielern erhalten - wobei sie sich keinesfalls für ein »Toi, Toi, Toi« bedanken dürfen -, aber auch die zuerst eingenommene Münze, die Reichtum bringen, oder der Spielwürfel, der Gewinn garantieren soll, wird bis heute gelegentlich bespuckt.

http://etymologie.tantalosz.de/t.php

Der Ausspruch toi, toi, toi (zunächst norddeutsch, seit dem 19. Jh. belegt), der heute meist als Glückwunsch im Sinne von „Es möge gelingen“ verstanden wird, beruht auf einem Abwehrzauber gegen den Neid böser Geister. Um sie durch einen Glückwunsch nicht herbeizurufen, war es üblich, die Formel „unberufen“ hinzuzufügen und durch dreimaliges Ausspucken, Klopfen auf Holz oder ähnliche Handlungen die Schutzwirkung zu bekräftigen. Der Ausspruch „toi, toi, toi“ entstand als lautmalerischer Ersatz für das Ausspucken, das seit dem 18. Jahrhundert zunehmend als unanständig empfunden wurde. Auch heute noch wird er gelegentlich durch ein „unberufen“ und Klopfen auf Holz begleitet.

Es kommt als möglicher Ursprung des Ausrufs auch eine dreimalige, verkürzte Nennung des Teufels in Betracht. Das Schwäbische Wörterbuch führt eine Redensart auf: „No kommt mer in ’s Teu-Teu-Teufelskuchen bey ihm“.

Besonders am Theater hat sich der Brauch erhalten, so den Schauspielern Erfolg beim bevorstehenden Auftritt zu wünschen. Traditionell soll sich der Schauspieler dafür nicht bedanken, weil dies Unglück bringe.

Verbreitung fand die Redewendung auch in einem deutschen Schlager in den 1930er Jahren.

Quelle: wiki

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