Waren die menschen früher netter oder schlimmer als heute?

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7 Antworten

Das Leben war im Mittelalter viel härter als man sich das heute vorstellen kann und jeder musste zusehen wie er irgendwie über die Runden kam. Da gab es beim gemeinsamen Essen kein freundliches "magst du noch einen Nachschlag?" Da sah jeder zu, dass er in möglichst kurzer Zeit möglichst viel erwischte.

Sicherlich. Freundschaft und Liebe gab es auch, aber das allgemeine Miteinander dürfte viel rauer gewesen sein als wir das heute kennen.

Höflichkeit war nur eine Tugend, die teilweise vom Adel gepflegt wurde, aber da auch nur untereinander und nicht niedriger Gestellten gegenüber.

Pauschal kann Dir deine Frage niemand beantworten. 

Es käme darauf an, in welche Gesellschaftsschicht und welches Land deine Zeitreise ginge. Waren es ruhige Zeiten oder solche mit Konflikten. 

Fast in jedem Jahrhundert gab es Zeiten, wo die Leute friedlich und freundlich miteinander umgingen. Doch dann gab es auch wieder ganz andere Perioden wie den Dreißigjährigen Krieg oder den 1. und 2. Weltkrieg, um zwei Pole zu nennen. 

Z.B. Anfang des 20.Jh. ging es in der einfachen Bevölkerung rauh aber herzlich zu.Das Leben war brutal, bloß den Menschen war es nicht so bewußt, weil es den anderen aus der gleichen Schicht auch nicht anders ging.Viele Menschen hatten keine Sozialversicherung, eine Lehrausbildung war das Maximum was die meisten anstrebten.Aus dieser Zeit stammt auch sicher der Ausspruch:,,Lehrjahre sind keine Herrenjahre."Während seiner Lehrzeit hatte z.B. ein Handwerkerlehrling  kaum Rechte.Er wurde von den Gesellen und dem Meister für alle möglichen Tätigkeiten mißbraucht.Viele Kinder hatten Zuhause kein  Kinderzimmer und wenn doch , mussten sie es sich zu mehreren Geschwistern teilen, da die normalen Wohnungen ziemlich klein waren.In der Schule und im Elternhaus herrschte die Prügelstrafe.Die meisten Kinder in diesen normalen Familien hatten Pflichten, wie z.B. Mithilfe im Haushalt, bei der Gartenarbeit u.a.Ich würde diese Zeit z.B. für die meisten Normalbürger als herzlich, rauh und brutal bezeichnen.

Die Gruppen derer man sich angehörig fühlte waren kleiner und sehr deutlich strukturiert (Stände, Zünfte etc.) wenn du keiner dieser Gruppen zugehörig warst warst du eine Gefahr und so wurdest du behandelt.

Sicher ist heute der Umgang der Menschen miteinander sicherer und freundlicher.

Und wie war der umgang innerhalb so einer Gruppe. wie hat man sich z.B. unter nachbarn, freunden oder in der familie behandelt?

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@Hlockio

Innerhalb der Familien war es auch nicht einfach, es kamen kaum alle Familienmitglieder über den Winter und das man Kinder zu Verwandten gab weil man persönlich zu viele hatte war noch bis weit in das zwanzigste Jahrhundert normal.

Geerbt hat häufig nur der älteste Sohn und wenn man z.B im Schwarzwald den Hof an den Sohn überschrieb wurde genau geregelt was dieser an die Eltern an Lebensmittel und Brennholz zu liefern hatte. Aus dieser Zeit stammt ein Zitat "Hof übergebe, nimmer lebe"

Aber in der Kirche habe alle miteinander gebetet und aufgepasst das kein Schaf ausscherte......

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Das Leben im Altertum bis. 6. n. Chr, war brutal. Kinder zu töten oder auszusetzen war eine übliche Familienplanung. Es herrschten harte patriachale Verhältnisse, hohe Unsicherheit des Alltags angesichts von Räubern und Piraten ständige Gewalt gegen Untergebene, gegen Frauen, Sklaven. Bürgerkrieg, Massaker, ethnische Säuberung.

Im Frühmittelalter ging es wenig freundlicher weiter. Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Gesellschaft Europas gliederte sich in mehre Stände.

Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebte auf dem Land, Europa war eine Agrargesellschaft, in völliger Abhängigkeit von ihrem Landherren. Der Alltag war geprägt von Hunger, Krankheiten und Seuchen. Die Kindersterblichkeit hoch. Zu all dieser Last, kam die Angst der Menschen vor der ewigen Verdammnis, die ihnen die Geistlichkeit, der erste Stand predigte und das alles Gottgewollt sei! Ein sozialer Aufstieg in einen höheren Stand war kaum möglich!

Bis in das frühe 20.Jahrhundert blieben diese mittelalterlichen Strukturen in ländlichen Bereichen bestehen.

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts waren die Menschen höflicher, hilfsbereiter und ehrlicher.

Vor allem während der beiden Weltkriege...

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Zusatz: Als man Kinder und Frauen noch schlagen durfte und Vergewaltigungen in der Ehe rechtlich in Ordnung waren...

Aber man wurde sicher häufiger gegrüßt auf der Straße ;-P

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@ChePhyMa

Ich bin noch geschlagen worden. Hat mir nichts geschadet. Aber die deutschen Tugenden sind geblieben.

Vergewaltigungen in der Ehe führten zu Scheidungen. Gab es damals auch schon.

Der zweite Weltkrieg schweißte die Menschen zu einer Leidensgemeinschaft zusammen, die bei den Bombenangriffen im Bunker eng zusammen saßen. Einer teilte das Leid des Anderen, wenn er die Nachricht über den "Heldentod" des Mannes oder des Sohnes erhalten hatte.

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Da braucht man nicht soweit zurück, vor 2 Generationen waren die Leute auch noch höflicher zueinander.

Und im Mittelalter wäre das Problem, dass die Leute kein so großes Wissen über die Welt hatten. Die Erde war eine Scheibe und von der Existenz von Indianern und Chinesen wusste man nichts.

ich kenne einen der das immer noch denkt das die Erde eine Scheibe ist :D

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