Wann darf ein Priester sein Beichtgeheimnis brechen? Wie weit geht das Beichtgeheimnis?

8 Antworten

Das Beichtgeheimnis muß in keinem Fall gebrochen werden. Auch dann nicht, wenn durch die beichte von einem Verbrechen Kenntnis erlangt wird. Es liegt dann beim Priester, ob er schweigend mit diesem Wissen leben kann, oder ob er hier das Beichtgeheimnis bricht. Für ihn ist es sicher eine schwere Entscheidung.

Mit Entbinden habe ich bereits Erfahrungen gemacht. Man kann einen Beichtvater von seiner Schweigepflicht entbinden, aber nur bestimmten Personen gegenüber, z. B. Ärzten, wenn es die Zusammenarbeit erfordert.

Auch wenn die Frage schon alt ist, aber es kann ja sein, dass jemanden das nochmal interessiert.

Das Beichtgeheimnis gilt absolut. Immer und unter allen Umständen. Keiner kann von diesem entbinden, nichteinmal/schon gar nicht der Staat. Das heißt auf deutsch: Selbst wenn ein Priester gefoltert und/oder umgebracht würde, dürfte er das Beichtgeheimnis nicht brechen. Wen es näher interessiert, der kann ja mal die Biographie des hl Johannes Nepomuk lesen.

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