Wann brauche ich die Wertigkeit in Reaktionsgleichungen und wie?

4 Antworten

Die Wertigkeit ist ein verpönter Begriff, weil er keine Richtung hat.

Das ist solange kein Problem, wenn du Metalle mit Nichtmetallen reagieren lässt, dann ist die Richtung klar, Metalle geben Elektronen ab, Nichtmetalle nehmen sie auf.

Hier hast du aber zwei Nichtmetalle, und da gibt in diesem Fall Phosphor Elektronen ab, "obwohl" es ein Nichtmetall ist, und zwar gleich 5 Stück.

Auf mittlere Sicht solltest du den Begriff Wertigkeit vergessen und dich mit dem Begriff Oxidationszahl anfreunden. Die hat nämlich ein Vorzeichen, gibt nicht nur die Anzahl der Elektronen an, sondern auch, ob sie abgegeben oder aufgenommen wurden.

Phosphorsulfid ist nicht vollständig definiert. Die Standardbindungszahl von Phosphor ist -3, die von Schwefel -2. Jede Abweichung davon muß im Namen angegeben werden. In diesem Fall am einfachsten über die stöchiometrische Zusammensetzung, Diphosphorpentsulfid.

Für die 9. Klasse ist Phosphorsulfid ein ziemlich fieses Beispiel! Dein Problem ist, daß Du einfachsten Oxidationszustand des Phophors (+III) ausgehst. Der fühlt sich aber in der Stufe +V meist wohler.

-III für Phosphor meintestdu wohl.

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@TomRichter

Ich dachte, die Anfängerregel lautet "Metalle geben Elektronen ab, Nichtmetalle nehmen sie auf".

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@ThomasJNewton

Aber nicht, wenn das andere bindungsbeteiligte Nichtmetall noch elektronegativer ist...

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@Bevarian

Das ist mit klar, aber von der EN wissen Anfänger noch nichts, soweit ich weiß. Die lernen "Wertig = Gruppennummer bzw. 8-Gruppennummer". Ich dachte, du hättest dich darauf bezogen.

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@ThomasJNewton

Hmmm, ich meine, daß mir das früher mal so nahe gebracht wurde - ist aber halt schon ein wenig her! ;)))

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Wo ist die Oxidation.

Brauch man die Wertigkeit nur bei der Oxidation? Sonst nicht?

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Phosphor + Schwefel = Phosphorsulfid

Beim Phosphor also.

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