Verstehen sich Rhodesian Ridgeback Rüden mit anderen Rüden?

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15 Antworten

Auch bei RRs gilt: die Sympathie entscheidet.

Grundsätzlich legen RRs Wert auf Etikette. Das Gegenüber sollte schon die Höflichkeit an den Tag legen, sich namentlich mit Tagesgruß vorzustellen bei anschließender Anfrage: wollen wir miteinander spielen?

Deshalb kann's zwischen einem RR und Labbi schonmal krachen. Der Labbi, der glaubt, alles meine Freunde, kann da gehörig zurechtgewiesen werden.

Zudem kommt's auf den Charakter Deines RRs an; als souveräner Rüde wird er schon mit anderen zurechtkommen. Es sei denn, er findet sein Gegenüber echt sch...e und entscheidet, seinem Intimfeind begegnet zu sein. 

Mein RR-Rüde (intakt) kommt am besten mit anderen (gleich ob intakt oder kastriert) aus, die entweder Clowncharakter (aber höflich bitte!) haben oder aber absolut souverän sind.

Meine RR-Hündin, sehr charakterstark, kommt am besten mit wesensgleichen aus, gleichgültig welche Rasse.

Und die Dritte im Bunde kann alles, die ist einfach so.

Das Problem, das ich heute bei den RRs sehe, ist, dass die Zucht mehr und mehr zu Lasten der Charakterfestigkeit geht. Ich nehme vermehrt ängstliche, schüchterne und unsichere Hunde wahr. Solche Hunde haben es grundsätzlich nicht leicht in der Begegnung, das macht dann auch keine Freude und man/Hund macht sich keine Freunde.

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Kommentar von Fritzi92
05.02.2017, 13:42

Hallo :) vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das hilft mir auf jeden Fall weiter.
Danke :)

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Das kann man so Pauschal gar nicht beantworten. Das hängt ja nicht nur an der Rasse sondern auch am individuellen Charakter des Hundes.

Man kann aber sagen, dass RRs i.d.R. recht rangordnungsbewusst sind. Außerdem ist es absolut nicht ungewöhnlich, dass sich Rüden anprollen um die Verhältnisse zu klären. Das machen fast alle bzw. sehr viele.

Aus Erfahrung kann ich nur über unsere RR-Hündin sprechen.
Die mochte grundsätzlich und ausnahmslos nur unkastrierte Rüden und alles was in die Kategorie "Fußhupe" fiel.

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Sozialisierung und Chemie ist ist entscheidend. Rassespezifisch gibt es wenig Vorbehalte und Unterschiede. Ein RR hat halt trotzdem z.B. dem Labrador gegenüber, ein anderes Bedürfnis zur Harmonie. Weil das so ist, gibt es andere Erziehungsansätze.

Wenn man sich für eine bestimmte Rasse entscheidet, muss deren Grundbedürfnis dem Halter klar sein. Sein Bestreben sollte der allgemeinen Grunderziehung, artgerechter Haltung sowieso und in Richtung, dass es nie Perfektion gibt, gehen. D.h. es wird immer und überall ein Restrisiko geben.

Schau Dir genau das Wesen eines RR an und Du weißt, dass viel Arbeit von Dir abverlangt wird. Sein Ursprung gilt der Verteidigung gegen Löwen. Somit ist er von Natur aus sehr wehrhaft und robust. Diese Gene trägt er in sich fernab seiner ursprünglichen Heimat. So ein wunderbarer, respektabler Hund hat in unseren Breitengraden, fern von seinen Aufgaben, eigentlich nichts zu suchen! Genau so wenig wie Herdenschutzhunde ohne Herde. Aber er ist hübsch, gesund und pflegeleicht vom Fell her, mit dem Haken seiner mitgebrachten, nicht einfachen Natur. 

In seiner Heimat hat er keine Probleme mit Artgenossen. Sie teilen sich ihre Aufgaben, sind sehr sozial. Doch einzeln gehalten, ohne Anforderung, übertragen sie gern ihre Unterforderung auf Rivalen.

Darin besteht die Aufgabe der Halter, den RR zu fordern und ganz intensiv mit Hilfe zur Sozialisierung zu arbeiten. Toleranz zu anderen Rüden sollte frühzeitig  trainiert werden. Es wird Rückschläge geben, doch bitte nicht davon entmutigen lassen.

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Kommentar von YarlungTsangpo
03.02.2017, 08:47

Dickes DH👍 Das ist die beste Antwort, brauch ich nix mehr schreiben!

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Kommentar von Fritzi92
12.02.2017, 17:43

Vielen Dank für die tolle, ausführliche Antwort. Fühle mich gut aufgeklärt über den RR. Danke :)

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Warum sollte er sich nicht mit anderen verstehen? Wenn er gut sozialisiert ist spielt die Rasse eine untergeordnete Rolle. Wenn du mal Hunde unterschiedlicher Rasse beobachtest, wirst du feststellen, dass alle die gleiche Körpersprache sprechen.

Sich annähern durch schnüffeln, den Blick senken, Lefzen lecken, am Rücken seitlich berühren und gegenseitig an den Analdrüsen beriechen. Beide stellen die Rute hoch und sind sich noch unsicher ist eines der ersten Signale. Also das zu letzt genannte passiert zugleich mit dem schnüffeln.

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Hallo, der Ridgeback gehört nicht zu den Hunderassen die als besonders Freundlich ihren Artgenossen gegenüber gelten. Die wollen schon Wissen, wer ist der Stärkere. Ansonsten kommt es darauf an Kastriert oder nicht und die Erziehung und Sozialisierung.

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die verstehen sich genauso gut oder schlecht wie alle anderen rassen und Mischlinge.

allerdings sollten Rhodesian Ridgeback nur bei hundekenneren bzw. bei erfahrenen hundehaltern ein zu hause finden. konsequente erziehung und ein verlässlicher rudelführer sind unerlässlich. es sind jagdhunde mit ihrm eigenen kopf. speziell in der pupertät ... aber das kenn ich von den meisten Hunden.

der Ridgeback ist ein modehund geworden. man sieht ihn sehr häufig und nicht wenige landen im tierheim weil besitzer nicht mit ihnen klar kommt... 

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Wieso sollten sie das mehr oder weniger als andere Rassen? Glaubst du etwa, es gäbe die rassentypische Eigenschaft, unverträglich mit Rüden zu sein? Wie kommt man auf so etwas? 

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Das kommt denke ich auf den einzelnen Hund an. ich würde mal beim Züchter nachfragen, was er für Erfahrungen mit seinen Hunden diesbezügl. hat.

Generell wäre ich allen anderen Hunden gegenüber ersteinmal skeptisch.

Aber ich bin das sowieso, trotz verträglichem Husky Mädelchen.

Der Husky Rüde den ich vorher hatte, wurde erst im Alter zugänglicher.

Wobei er NIE offensiv Stress o.Ä. gemacht hat, aber durch Ablegen und Starren andere Hunde zur Weißglut gebracht hat...

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Kommentar von YarlungTsangpo
03.02.2017, 08:50

Züchter haben meist ein Verkaufsinteresse. Halter sind als Ansprechpartner offener.

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Kommentar von KangalLove
03.02.2017, 18:31

Warum bringt das ablegen und starren eigentlich andere hund zur Weißglut? ich habe das schon öfter gesehen aber selbst noch nie mit meinen Hunden erlebt, deswegen weiß ich auch nicht was das auslöst

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Das kann man so nicht beantworten. Es kommt auf viele verschiedene Faktoren an:

* ist der Hund kastriert

* hat er genügend soziale Kontakte

* ist er ein Alphatier

und, und, und.

Und letztendlich kommt es darauf an, ob und wie der Hund erzogen ist.

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Kommentar von EvaRelativ
03.02.2017, 12:58

Es gibt viele intakte Rüden die sozial und sauber sind, genau wie es Kastraten gibt, die echte A*schlöcher sind. Das sagt mal gar nix aus.

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Die Frage kann Dir so niemand beantworten, es kommt auf die einzelnen Rüden an.

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Das hat nichts mit der Rasse zu tun und nichts mit dem Geschlecht zu tun. Es kommt immer auf das Individuum an.

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Kommentar von EvaRelativ
03.02.2017, 12:57

Das würde ich so nicht zu 100% unterschreiben.
Jede Rasse hat ihre Zuchtgeschichte, ihre ursprüngliche Aufgabe, nach der sie selektiert wurde. Deswegen würde ich auch sagen, dass mehr Staffs und Co. Probleme mit ihren Artgenossen haben, als z.B. Labradore. Ein Teil macht immer auch die Genetik aus. Wenn die sagt "dulde keine Konkurrenz und setz dich durch", dann neigt der Hund eben auch eher zu Unverträglichkeiten.

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Kommentar von KangalLove
03.02.2017, 18:26

Da bin ich ganz anderer Meinung.

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Kommt auf jeden Rüden drauf an. Ist eurer ein sehr dominanter rüde,dann klappt es mit anderen Rüden wahrscheinlich nicht. Kommt aber auch auf die anderen Rüden darauf an,also ich bin generell mit anderen Rüden sehr vorsichtig weil die sehr schnell gegeneinander aggressiv werden und unserer sehr dominant ist. Aber natürlich kann es auch klappen ,das müsst ihr ausprobieren:)

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Genauso gut könnte man fragen: verstehen sich deutsche Männer mit anderen Männern?

Wie soll man hier denn bitte eine Pauschalaussage treffen können?

Es kommt dabei auf so viele Faktoren an wie Sozialisation, Prägung und Erfahrungen, momentane Stimmung und Erregungslevel, bestehende Krankheiten oder Schmerzen, Stress, ressourcenverteidigendes Verhalten und und und...das gleiche natürlich auch beim anderen Rüden.

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Eher nicht.

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Die Rasse hat damit nichts zutun.Manche Rüden verstehen sich,andere wieder nicht.

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