Verstehen sich Rhodesian Ridgeback Rüden mit anderen Rüden?

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Auch bei RRs gilt: die Sympathie entscheidet.

Grundsätzlich legen RRs Wert auf Etikette. Das Gegenüber sollte schon die Höflichkeit an den Tag legen, sich namentlich mit Tagesgruß vorzustellen bei anschließender Anfrage: wollen wir miteinander spielen?

Deshalb kann's zwischen einem RR und Labbi schonmal krachen. Der Labbi, der glaubt, alles meine Freunde, kann da gehörig zurechtgewiesen werden.

Zudem kommt's auf den Charakter Deines RRs an; als souveräner Rüde wird er schon mit anderen zurechtkommen. Es sei denn, er findet sein Gegenüber echt sch...e und entscheidet, seinem Intimfeind begegnet zu sein. 

Mein RR-Rüde (intakt) kommt am besten mit anderen (gleich ob intakt oder kastriert) aus, die entweder Clowncharakter (aber höflich bitte!) haben oder aber absolut souverän sind.

Meine RR-Hündin, sehr charakterstark, kommt am besten mit wesensgleichen aus, gleichgültig welche Rasse.

Und die Dritte im Bunde kann alles, die ist einfach so.

Das Problem, das ich heute bei den RRs sehe, ist, dass die Zucht mehr und mehr zu Lasten der Charakterfestigkeit geht. Ich nehme vermehrt ängstliche, schüchterne und unsichere Hunde wahr. Solche Hunde haben es grundsätzlich nicht leicht in der Begegnung, das macht dann auch keine Freude und man/Hund macht sich keine Freunde.

Hallo :) vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das hilft mir auf jeden Fall weiter.
Danke :)

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Sozialisierung und Chemie ist ist entscheidend. Rassespezifisch gibt es wenig Vorbehalte und Unterschiede. Ein RR hat halt trotzdem z.B. dem Labrador gegenüber, ein anderes Bedürfnis zur Harmonie. Weil das so ist, gibt es andere Erziehungsansätze.

Wenn man sich für eine bestimmte Rasse entscheidet, muss deren Grundbedürfnis dem Halter klar sein. Sein Bestreben sollte der allgemeinen Grunderziehung, artgerechter Haltung sowieso und in Richtung, dass es nie Perfektion gibt, gehen. D.h. es wird immer und überall ein Restrisiko geben.

Schau Dir genau das Wesen eines RR an und Du weißt, dass viel Arbeit von Dir abverlangt wird. Sein Ursprung gilt der Verteidigung gegen Löwen. Somit ist er von Natur aus sehr wehrhaft und robust. Diese Gene trägt er in sich fernab seiner ursprünglichen Heimat. So ein wunderbarer, respektabler Hund hat in unseren Breitengraden, fern von seinen Aufgaben, eigentlich nichts zu suchen! Genau so wenig wie Herdenschutzhunde ohne Herde. Aber er ist hübsch, gesund und pflegeleicht vom Fell her, mit dem Haken seiner mitgebrachten, nicht einfachen Natur. 

In seiner Heimat hat er keine Probleme mit Artgenossen. Sie teilen sich ihre Aufgaben, sind sehr sozial. Doch einzeln gehalten, ohne Anforderung, übertragen sie gern ihre Unterforderung auf Rivalen.

Darin besteht die Aufgabe der Halter, den RR zu fordern und ganz intensiv mit Hilfe zur Sozialisierung zu arbeiten. Toleranz zu anderen Rüden sollte frühzeitig  trainiert werden. Es wird Rückschläge geben, doch bitte nicht davon entmutigen lassen.

Dickes DH👍 Das ist die beste Antwort, brauch ich nix mehr schreiben!

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Vielen Dank für die tolle, ausführliche Antwort. Fühle mich gut aufgeklärt über den RR. Danke :)

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die verstehen sich genauso gut oder schlecht wie alle anderen rassen und Mischlinge.

allerdings sollten Rhodesian Ridgeback nur bei hundekenneren bzw. bei erfahrenen hundehaltern ein zu hause finden. konsequente erziehung und ein verlässlicher rudelführer sind unerlässlich. es sind jagdhunde mit ihrm eigenen kopf. speziell in der pupertät ... aber das kenn ich von den meisten Hunden.

der Ridgeback ist ein modehund geworden. man sieht ihn sehr häufig und nicht wenige landen im tierheim weil besitzer nicht mit ihnen klar kommt... 

Genauso gut könnte man fragen: verstehen sich deutsche Männer mit anderen Männern?

Wie soll man hier denn bitte eine Pauschalaussage treffen können?

Es kommt dabei auf so viele Faktoren an wie Sozialisation, Prägung und Erfahrungen, momentane Stimmung und Erregungslevel, bestehende Krankheiten oder Schmerzen, Stress, ressourcenverteidigendes Verhalten und und und...das gleiche natürlich auch beim anderen Rüden.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Selbst Hundebesitzer und ehrenamtlicher Verhaltensberater

Das kann man so Pauschal gar nicht beantworten. Das hängt ja nicht nur an der Rasse sondern auch am individuellen Charakter des Hundes.

Man kann aber sagen, dass RRs i.d.R. recht rangordnungsbewusst sind. Außerdem ist es absolut nicht ungewöhnlich, dass sich Rüden anprollen um die Verhältnisse zu klären. Das machen fast alle bzw. sehr viele.

Aus Erfahrung kann ich nur über unsere RR-Hündin sprechen.
Die mochte grundsätzlich und ausnahmslos nur unkastrierte Rüden und alles was in die Kategorie "Fußhupe" fiel.

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