USA= Freie oder soziale Marktwirtschaft?

7 Antworten

Die freie Marktwirtschaft.

Es gibt kaum ein funktionierendes Kranken,Renten und Versicherungssystem, jeder ist in dem Sinne "auf sich gestellt" Produkte werden auf den Markt geworfen und erst nach einer bösen Nebenwirkung gründlich untersucht, in Deutschland ist es genau andersrum. Typisch für die freie Marktwirtschaft ist die große Schere zwischen arm und reich.

Den einzigen "sozialen" Ansatz in Form von Obamacare hat Herr Trump ja erfolgreich plattgemacht, danke!

LG

Woher ich das weiß:Beruf – Externe Lehrkraft an einer Grundschule

natürlich gibt es in den usa ein funktionierendes Kranken,Renten und Versicherungssystem (sogar besser als unseres). oder glaubst du das ist ein dritter welt staat?

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@rainerwinckler

Ja. In Bezug auf Krankenversicherung auf jeden Fall. 46 Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung. Und nebenbei, was Infrastruktur, Armut und Ausbeutung der Armen angeht sind die USA auch auf 3. Welt-Niveau.

Die USA sind schon lange nicht mehr das Land der Glückseligkeit. Wobei, das waren sie nie. Der amerikanische Traum ist schön und gut, hat aber mit der Realität nichts zu tun.

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@Zero000000

in den usa leben aber auch 350 mio., somit haben 300 mio eine KV. Die 46 mio die keine kv haben, wollen eben auch keine oder sind illegale hispanics. Wieso soll man jeden bevormunden eine KV abzuschliessen?

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@rainerwinckler

Bullshit. Neoliberaler, stinkender, menschenverachtender Bullshit.

Leute krepieren in den USA, weil sie ihre Behandlung nicht bezahlen können. Das ist etwas, mit dem man in einem 1. Welt-Land nicht rechnen sollte.

Und wenn 13% der Bevölkerung nicht versichert sind und die Politiker hart dafür arbeiten, diese Zahl zu vergrößern kann man wohl kaum von einem 1. Welt Land sprechen.

Sagen wir es mal so: Wenn ich in den USA leben würde, wäre ich jetzt tot, oder für mein gesamtes Leben ans Bett gefesselt. Denn ich hätte meine Behandlung nicht bezahlen können. Nicht mal ansatzweise.

Aber es hat ja auch was gutes: Ohne dieses brutale Euthanasie-Programm für arme Menschen wäre eine Serie wie Breaking Bad niemals entstanden.

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@rainerwinckler

Völlig richtig. Hab mir gerade die Zahlen angeschaut und staune. 2010 gab allein die US-Regierung fast 800 Mrd. Dollar für "Welfare" aus. Im deutschen Bundesetat stehen ungefähr 200 Mrd. Euro. Pro Kopf ist das ein ziemlich ähnliches Niveau.

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Jedes marktwirtschaftlich organisierte Land besitzt heute die soziale Marktwirtschaft. Freie Marktwirtschaft bedeutet Nachtwächterstaat. Also ein Minimalstaat, der nicht eingreift und nicht einmal eine Wettbewerbsbehörde inne hat.

In der freien Marktwirtschaft entstehen Preisabsprachen und Monopole. Und beides findet in Amerika nicht (mehr) statt. Dort wird auch streng darauf geachtet, dass gewisse Regeln eingehalten werden.

Der Börsencrash 1929, die dunklen 30er Jahren in Amerika und der aufblühende Faschismus in Europa - all das hat zum Umdenken geführt. Und das besiegte Deutschland nahm hier eine Vorreiterrolle ein und legte mit der sozialen Marktwirtschaft den Grundstein für die heutige weltweite Wirtschaftsordnung.

Der Eindruck der freien Marktwirtschaft in den USA entsteht, weil Amerika praktisch so gut wie keinen Sozialstaat hat. Ich meine die USA haben sehr lange gebraucht um überhaupt eine gesetzliche Krankenversicherung (Obamacare) einzuführen. Was wir als Selbstverständlichkeit wahrnehmen, betiteln nicht wenige in Amerika als Kommunismus.

Die Ami's haben kein Sozialsystem, die kennen nur "make Money", das saugen sie mit der Muttermilch auf.
Klappt nicht immer, aber öfter...

Eher eine freie, aber wenn man genau hinschaut, ist man überrascht über die Höhe der Transferleistungen. Da gibt es Rente, medizinische Versorgung (Medicare) im Alter, Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Invalidenversicherung, Arbeitslosenversicherung und TANF, „Temporary Assistance for Needy Families“, im Volksmund „welfare“ genannt, was in etwa unserer Sozialhilfe entspricht. Dabei werden jährlich hunderte Milliarden Dollar umverteilt. Allein die Lebensmittelzuschüsse für arme Familien beziehen etwa 50 Millionen Personen, Kosten pro Jahr mindestens 75 Mrd. Dollar.

Die haben eher eine freie- bis Raubtier- Marktwirtschaft.

Daher haben Wohlfahrtverbände und Hilfe für Kranke und Obdachlose dort eine grosse Tradition, auch ausserhalb der Kirchen. Ich weiss nicht, ich hab' so den Verdacht die FDP um Lindner schielt manchmal insgeheim deswegen in die USA?

Nicht insgeheim gar offen und naiv.
Wird gern vergessen, daass das amerikanische Modell hier nicht fuktioniert.

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