Umstieg von Isländer auf Großpferd

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein paar Großpferde mal reiten wäre gar nicht so ungünstig, denn Du wirst vom Isi aus kaum drauf schließen können, welcher Körperbau eines Großpferdes Dir zum sitzen liegt. Generell kann man zwar alles sitzen, was man ordentlich über den Rücken reitet, aber es gibt entsprechend dem Menschenkörperbau und seiner Ausbildung auch Vorlieben, mit denen man schneller zum Ziel kommt als mit anderem. Mir liegen beispielsweise schmale, langbeinige Pferde um die 170 oder größer, sofern sie einen kurzen, geraden Rücken haben. Da weiß ich, dass mir die immer angenehm zu reiten sind, während ich mich auf die anderen immer erst "einsitzen" muss.

Ich werde, wenn meine Eltern und ich uns wirklich eins kaufen, sowieso einige Probereiten! Nicht gleich das erst beste nehmen..

Hätte aber evtl. die Möglichkeit eins von einer 'Bekannten' zu reiten... Mal sehen :-)

  • Danke für deine Antwort! :-)
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Die Frage ist für die Fragestellerin zwar nicht mehr aktuell, aber vielleicht liest ja irgendwann noch mal wer rein und deshalb erlaube ich mir, auch meine Gedanken hier nieder zu schreiben:

ad Größe: ich war mal (aufgrund des Alters bin ich schon ein bisschen geschrumpft :-) ) 180cm und kam mir auf Isländern nie zu groß vor. Allerdings muss ich sagen, dass 1,30 schon sehr klein ist - auch für einen Isländer. Inzwischen sind die meisten rund 1,40.

Eine provokante Frage: Wie kann man einen Isländer ausschließlich dressurmäßig reiten? Das ist Quälerei für Pferd und Reiter. Gymnastizieren ja, jeder Isländer sollte eine Vor- und Hinterhandwendung sowie Schenkelweichen (im Schritt und Tölt) beherrschen. Bei entsprechend fortgeschrittenen Reitern sind auch Schulter-, Krupp-Herein, Kurzkehrt kein Problem. ABER: eine Isländer hat man zum TÖLTEN und ev PASSEN. Und wer das mal richtig gut erlebt hat, dem fehlt auf Großpferden mindestens eine Gangart :-)  - - - nichts gegen Großpferde!

Turnierreiten: auch für Isländer gibt es - v.a. in Deutschland - Turniere und Reitertreffen zuhauf.

Pferdekauf: egal welche Rasse, ein Pferd kauft man "mit dem Hintern". Probereiten und wohlfühlen. Das hat nichts mit Ausbildungsstand und "Charakter" des Pferdes zu tun. Ausbildung kann man trainieren. Bezüglich Charakter: mancher Reiter sucht etwas Ruhiges, Verlässliches, ein anderer sucht die Herausforderung.

In meinem Reitbetrieb gab es kaum Pferde, die alle mochten. Doch es gab auch kein Pferd, das nicht irgendwer heiß liebte :-) egal, wie "faul" oder "zickig". Und genau die kamen mit "ihrem" Pferd auch hervorragend zurecht - und beide waren glücklich, denn Pferde wollen folgen - sie sind Herdentiere, was heißt, dass sie klar gegebene, sinnvolle Anweisungen (auch Hilfen genannt) nicht diskutieren!

Also ich würde mich über einen Isi nicht beklagen aber wenn im Sport weiter kommen willst, ist ein Großpferd das beste. Ich würde an deiner stelle erst 2-3 Stunden auf einen großen reiten damit du das Gefühl für die Größe bekommst :) und dann natürlich suchen und Probe reiten

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