Umfrage : eure Erfahrungen mit Nachtspeicherheizungen?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist natürlich eine Abwägung, wenn die Wohung ansonsten ideal ist...

Ist nur der Nachtspeicher neu?

Wie sind die Ladezeiten?

Das ist wichtig, siehr unten.

Das die Lüfter nicht sonderlich gut fürs Raumklima und den Staubanfall sind ist auch bei modernen Nachtspeicern ein Problem.

Ich schreibe mal für mein ehem. LAdemodell. 8h Niedertarif und 3h Hochtarif, bei Neu-Anlagen mit deutlich längerer Ladezeit stellt sich das PRoblem der Wärmeabstrahlung weniger, den die Nachtspeicher müssen weniger Ladung speichern.

Die Nachtspeicher sind nicht perfekt isoliert und strahlen, ohne das die Lüfter laufen, vom Ende Ladezeit (war bei mit 6 Uhr morgens) bis du vllt abends von der Arbeit nachhause kommst einen ganz beträchtlichen Teil der Ladung ab, so das abends nicht mehr alles zur Verfügung steht.

DAs Spiel beginnt schon mit Ladebeginn (bei mit 22 Uhr), d.h. bei gemischter Nutzung als Wohn- und Schlafraum wird es nachts viel zu warm.

An dieser Abstrahlung kann auch eine richtig eingestellte, witterungsgeführte, Aufladesteuerung nichts ändern.

Wenn du an kalten Tagen zb. 90% Ladung brauchst, sind davon abends durch Abstrahlung nur noch ca 60% vorhanden.

Am Ende des Zyklus, gegen 22 Uhr, wird es dann oft schon knapp bis unmöglich die gewünschte Raumtemp. zu halten.

Zudem musst du (bzw. die Steuerung) immer im Voraus entscheiden wieviel Wärme du brauchst - kommt etwas unerwartetes dazwischen hast du zu viel oder zu wenig Ladung gespeichert.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Jeder schreibt hier, dass diese Heizungen sehr teuer sind im Betrieb. Das ist auch richtig. Die kw/h Wärmestrom kostet im günstigsten Fall derzeit rund 19 Cent incl. Mwst.

Da man aber sehr viele kw/h braucht, um die Wohnung - oder je Ofen betrachtet -, einzelne Zimmer auf Temperatur zu bringen und diese zu halten, ist es richtig, dass das eine der teuersten Methoden ist.

Aber damit kann man leben, wenn man

a) eine tolle Wohnung mieten kann

b) bei ansonsten ziemlich schlechten Aussichten, endlich aus einem lauten und äußerst nervigen Gebäude ausziehen kann

c) eine im Vergleich günstige Miete zahlt.

Ganz wichtig dabei ist, wie ist das Haus gedämmt. Eine solche Heizung in Verbindung mit schlechten Fenstern und altem Mauerwerk, womöglich auch noch mit einer Heizkörpernische, in der das Gerät platziert wurde kann einem wirklich die Haare vom Kopf fressen. Wenn aber die Fenster dicht sind, das Mauerwerk dick und vielleicht auch noch gedämmt, braucht man sich keine Sorgen zu machen.

Jede Heizung wird teuer, wenn das Gebäude schlecht ist. Ein gutes Gebäude kann man auch mit Strom zu erträglichen Kosten beheizen.

Mein Vorschlag für Dich, Torrrnado:

Wenn Du die Wohnung bekommen kannst und sie ist in einem einigermaßen vernünftigen Gebäude, dann nimm sie. Dann bist Du erst einmal raus aus dem verlärmten Haus. Wenn Dein Job dann mal unbefristet ist oder wenn Du eine unbefristete Stelle ergattern konntest und Du merkst zudem, dass die Heizung tatsächlich ziemlich teuer ist, dann kannst Du immer noch eine andere Wohnung suchen.

Der Vermieter/Eigentümer, der seine Wohnung mit einem neuen Nachtspeicherofen ausgestattet hat, wird schon wissen, weshalb er das guten Gewissens gemacht hat.

Übrigens, da fällt mir ein: Ich kenne ein Haus im Verwandtenkreis, das aus den 50er Jahren stammt und seit langem nur mit Nachtspeicheröfen beheizt wird. Die beiden Mietparteien wohnen schon seit über 20 Jahren in dem Haus und sie leben noch und anscheindend nicht schlecht, denn sie wären doch sonst auch längst ausgezogen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

So eine Heizung wird von vielen blöd und teuer gehalten, was aber nur bedingt stimmt.
Wenn Sie ausreichend dimensioniert ist und korrekt bedient wird, ist Sie ein vollwertiger Ersatz für eine Zentralheizung.

Wenn sich jemand beispielsweise über darüber beschwert das seine Speicher am Abend bereits leer sind, hat entweder zu klein dimensionierte Heizkörper oder hat selbige den ganzen Tag über "Leerpusten" lassen, obwohl er nicht zu Hause war.

Wer die "richtige Ladung nicht bestimmen kann", kommt entweder mit der manuellen Regelung an den Öfen nicht klar oder fummelt an den Reglern am Ofen herum obwohl es eine Steuerung gibt! In diesem Fall sollte der Regler am Ofen immer auf volle Pulle stehen.
Manche wissen nicht mal, daß eine Steuerung vorhanden ist.
An dieser Steuerung lässt sich auch einstellen wie stark die Öfen bei bestimmten Aussentemperaturen laden.

Und auch mit den Wandthermostaten kommen viele Nutzer nicht zurecht.
Die werden auf die gewünschte Raumtemperatur eingestellt und dann in Ruhe gelassen, der Raum heizt nicht schneller auf wenn dieser auf Anschlag steht.

Die (relativ) lauten Lüfter gehören auch der Vergangenheit an, sie lassen sich durch Thermostate ansteuern, welche die Motoren dynamisch regeln, der Lüfter läuft dann langsamer aber stetig (und dadurch wesentlich geräuschärmer).

Die fremden Erfahrungen mit Elektroheizungen sind von einer derartigen Bedeutung wie z.B. die fremden Erfahrungen mit einem Sortiment Wollmützen. Alles, was hier interessant ist, ermittelt man schlauerweise mittels einfacher Rechnungen für den persönlichen Bedarf und nicht mittels Fremderfahrung.

Die Energiekosten der Elektroheizung liegen heute bei üblichem Normaltarif beim Fünffachen geläufiger Verbrennerheizungen (Öl, Gas). Stromtarife sind im Internet abrufbar.

Bei Nachtstromheizungen lassen sich je nach Angebot des örtlichen Netzbetreibers bis zu 50% am Stromtarif einsparen.

Den Wärmebedarf des Wohnraumes in kWh pro Jahr ermittelt man per Eingabe der baulichen Gegebenheiten in einen Wärmebedarfs-Online-Rechner im Internet. Jährliche Energiekosten in € = jährlicher Wärmebedarf in kWh mal Stromtarif in €/kWh.

Asbestbelastete Nachtspeicheröfen sind schon lange nicht mehr im Handel. Die Heizung sollte dem Bedarf entsprechend dimensioniert sein.

Ansonsten ist die "Neuheit" und "Moderne" einer Nachtspeicherheizung nur für die Schöpfer der Werbeslogens von Bedeutung. Die Geräte sind seit jeher weitgehend verschleißfrei, die Neuheit ist hier - abgesehen von einigen ggfs. auch nachrüstbaren nebensächlichen Steuerungsfeinheiten - fast so bedeutsam wie beim Blumenwasser.

Das wird aber nicht richtig warm.

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Ob modern oder nicht, eine Wohnung benötigt eine Anzahl von Kilowattstunden pro Jahr, damit sie warm bleibt, den Heizwärmebedarf (grob).

Wenn sie pro Jahr davon 10000 kWh (als Hausnummer) benötigt, dann darfst du diese Zahl mit dem für dich aktuellen Strompreis multiplizieren (liegt irgendwo bei 0,2 bis 0,3 Euro pro kWh) und du hast die Kosten für die Heizung. Der Energieausweis liefert dir die benötigten Daten.

Eine Gasheizung liegt bei rund 0,05 bis 0,06 Euro pro kWh und ist damit per Prinzip deutlich günstiger.

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