Uhrzeit im Mainboard und bei Win7 geht immer um 2 Std. nach?
Hallo, ich habe schon sehr viel versucht, aber die Uhrzeit verstellt sich immer um ganz genau 2 Stunden. Minuten und Sekunden gehen ganz genau. Die Zeitzone ist die richtige. Ich habe es mit und ohne Internet Aktualisierung versucht. Ich habe die Uhr bei Win 7 und im Bios des Mainboards verstellt. Das Mainboard hat die neuste Bios Version. (H61M-DG3) Auf dem selben PC habe ich auch Ubuntu 16.04 und dort geht die Uhr immer richtig.
Nach dem herunterfahren schalte ich immer den Hauptschalter von der Stromversorgung aus. Beim hochfahren stimmt die Uhr bei Win7 und im Bios wieder nicht. Jedoch bei Ubuntu geht es richtig.
Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte?
4 Antworten
Nein, das liegt nicht an der Batterie, würde es daran liegen, wäre auch das Datum verstellt bzw. der Rechner würde beim Start automatisch ins BIOS/(U)EFI gehen, damit die Einstellungen korrigiert werden können.
Ursache ist vielmehr, dass Windows die Hardware-Uhr nach der lokalen Zeit einstellt, Unixoide Systeme wie Linux oder auch MacOS aber nach UTC (auch Greenwich-Time).
Wie Du das beheben kannst, ist hier beschrieben: https://wiki.ubuntuusers.de/Systemzeit/
Und zwar weiter unten, unter Problembehebung, im Abschnitt "Falsche Uhrzeit bei Windows-/Mac-/Linux-Parallelinstallation"
Du hast mir kurz und bündig erklärt wo das Problem liegt, ohne dabei viel Fachchinesisch zu verwenden. Dazu der Lösungsvorschlag mit dem Verweis auf die richtige Seite der Ubuntu Wiki. (vorher hatte ich noch Win7 auf Win10 upgedatet)
Nun hatte ich die Wahl bei Linux oder bei Windows die Zeit zu ändern.
Ich habe mich dafür entschieden es bei Windows zu ändern, weil weiter oben auf der Ubuntu Wiki stand, es könnte bei Ubuntu zu Problemen kommen, wenn die Sommerzeit umgestellt wird. (mal sehen wie es dann bei Win 10 aussieht)
Was ich getan habe:
Windows auf UTC umstellenmit dem Editor die utc . reg erstellt
und den vorgegeben Text mit 2 Leerzeichen am Ende eingefügt.
Danach das System neu gestartet und die Uhrzeit stimmt nun :-)
Danke
Vielen Danke für deinen sehr guten Rat, ich werde später überprüfen wer die Hilfreichste Antwort bekommt. Weil ich derzeit auch etwas um die Weltreise,(bald bin ich wieder weg) habe ich meinen Gaming PC einen Freund ausgeliehen. Zu Hause noch einen zweiten Rechner, bei dem ich die Probleme mit der Uhrzeit habe. Gestern war ich bei meinem Kumpel wo mein Gaming PC steht und da war ganz genau das selbe Problem. Also wird es stimmen, dass Ubuntu die Zeit im Mainboard auf GMT setzt.
Mainboardbatterie leer, würde ich tippen. Ubuntu zieht sich dann gewiss die Zeit woanders her?!
Wenn die Batterie leer wöäre, würde die Zeit nicht nur nicht stimmen, sondern BIOS/(U)EFI würden auf einen Default-Wert (00.00.01 z.B.) springen. Außerdem würde auch das Datum nicht stimmen und ebenfalls auf einen Default-Wert springen.
Richtig ist, dass Unixoide Systeme UTC als Systemzeit nehmen, Windows aber die Lokalzeit. Daher auch jetzt im Sommer zwei Stunden, im Winter ist es nur eine.
Ja schon, aber dann würde die Uhrzeit und das Datum nicht stimmen. Jedoch ist das Datum richtig, die Minuten und Sekunden gehen ganz genau, nur geht es immer um die Sekunde genau um 2 Stunden nach.
Das ist das Linux, was Dir die Systemuhr regelmäßig auf GMT zurückstellt.
Kann man in den Initialisierungsskripten anpassen, wenn man möchte. Ist aber ein wenig Sucherei, weil's je nach Distribution an unterschiedlichen Stellen abgelegt ist.
Das Tool, was üblicherweise aus den Skripten aufgerufen wird, heißt "hwclock". Sehr alte Linux-Versionen hatten noch ein Programm mit Namen "clock", was für den gleichen Job zuständig war.
Du wirst dann zwei Aufrufe anpassen müssen:
- einmal den, der die Hardwareuhr setzt
- und auch den, der die Hardwareuhr abruft
Beide Aufrufe brauchen dann eine Parameterinfo, dass eben die Hardware-Uhr in localtime und nicht in GMT laufen soll.
Vielen Danke für deinen sehr guten Rat, ich werde später überprüfen wer die Hilfreichste Antwort bekommt. Weil ich derzeit auch etwas um die Weltreise,(bald bin ich wieder weg) habe ich meinen Gaming PC einen Freund ausgeliehen. Zu Hause noch einen zweiten Rechner, bei dem ich die Probleme mit der Uhrzeit habe. Gestern war ich bei meinem Kumpel wo mein Gaming PC steht und da war ganz genau das selbe Problem. Also wird es stimmen, dass Ubuntu die Zeit im Mainboard auf GMT setzt.
dieser Effekt wird sicher nicht auftreten , wenn du nur Windows benutzt.
Linux kann die BIOS-Uhr selbst verstellen und das macht es auch.
Ob und wie man das bei Windows einstellen kann, weiß ich nicht.
Du kannst aber auch Linux dazu bringen, keinen ntp-Server abzufragen.
Aber auch hier weiß ich nicht, wie das Ubuntu macht.
Die sind im Prinzip ja sogar sinnvoll, weil die Systemzeit regelmäßig
durch Schwankungen der Netzfrequenz ein wenig aus dem Takt gerät.
Das mit der Netzfrequenz ist schon richtig, wenn da nicht die "innere Uhr" eines PC durch einen Quarz-Generator getaktet würde. Wie würde es sich sonst erklären, dass man den PC nicht nur runter-fahren, sondern auch den Netzstecker ziehen kann. Ein Laptop wird dann auch noch über ein Schaltnetzteil mit Gleichspannung versorgt.
Quarzgeneratoren sind heute so genau, dass man mehrere Wochen lang keine Synchronisation machen müsste.
Glücklicherweise wartet heute der NTP-Clienten nicht mehr unendlich auf eine Serverantwort, womit auch die Start-Systemzeit vom Board benutzt wird.
Vielen Danke für deinen sehr guten Rat, ich werde später überprüfen wer die Hilfreichste Antwort bekommt. Weil ich derzeit auch etwas um die Weltreise,(bald bin ich wieder weg) habe ich meinen Gaming PC einen Freund ausgeliehen. Zu Hause noch einen zweiten Rechner, bei dem ich die Probleme mit der Uhrzeit habe. Gestern war ich bei meinem Kumpel wo mein Gaming PC steht und da war ganz genau das selbe Problem. Also wird es stimmen, dass Ubuntu die Zeit im Mainboard auf GTM setzt.
Die NTP-Abfragen sind nicht das Problem. Die sind im Prinzip ja sogar sinnvoll, weil die Systemzeit regelmäßig durch Schwankungen der Netzfrequenz ein wenig aus dem Takt gerät.
Wichtig ist halt, dass die Hardware-RTC dann von Linux auch wieder adäquat versorgt wird. Und da gibt es halt zwei Strategien im Mischbetrieb verschiedener Betriebssysteme:
Variante 1: Linux liest die RTC zwar aus, schreibt aber grundsätzlich nicht weg.
Variante 2: Linux liest und schreibt die RTC, das dann aber bitteschön auch in lokaler Zeit und nicht in GMT. Das ist eine Paramertrierungsfrage bei den Aufrufen von "hwclock".
Auch in Variante 1 sollte theoretisch der "hwclock"-Aufruf zum Auslesen angepasst werden. Man kann allerdings quick-and-dirty-mäßig darauf auch verzichten, wenn man weiß, dass im Boot eh ein ntpd hochgestartet wird, der dann kurz nach dem Auslesen die Korrektur vornimmt.
Worauf man allerdings bezogen auf verstellte Uhren und NTP noch achten sollte: wenn auf der gleichen Maschine ein lokaler bind9 läuft, und DNSSEC aktiviert ist, kann es beim Synchronisieren der Zeit mittels NTP zu Problemen kommen, wenn die NTP-Server per symbolischem Namen und nicht per IP-Adresse angegeben sind. Denn DNSSEC erfordert eine zumindest einigermaßen akkurate Systemzeit. D. h. man bekommt bei vorab verstellter Uhr ggf. ein Henne-Ei-Problem...