Über eine Phase mit 2 abgesicherten Leitungen eine Waschmaschine und Trockner betreiben, bei einem N-Leiter?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, der N-Leiter wird überlastet wenn zwei gleiche Phasen ihren Strom über einen Leiter zum N-Anschluß schicken. Zwei Geräte, Waschmaschine und Trockner, brauchen einzelne Kabel 3x2,5mm². Möglichst auf verschiedenen Phasen wenn sie gleichzeitig betrieben werden sollen.

rein theoretisch gehts, weil durch die Phasenverschiebung der Strom auf dem Mitteleiter MAXIMAL so groß sein kann, wie auf dem meist belasteten außenleiter. und das auch nur dann, wenn auf den anderen beiden außenleitern kein strom fließt.

so viel zu der seite. die andere seite ist aber die, dass bei kapazitiven oder induktiven lasten eine phasenverschiebung eintreten kann, die dazu führen dürfte, dass der strom auf dem Neutralleiter doch größer wird, als auf den außenleitern.

es ist jetzt hier nicht davon auszugehen, dass eine phasenverschiebung auftritt, da es sich ja letztlich um hauptsächlich ohmsche lasten handelt (die heizungen der geräte machen ja das grot aus... beim Herd / Backofen ist es ja nicht wesentlich anders...

auf der sicheren seite bist du jedoch aber auf jeden fall, wenn du für beide geräte getrennte leitungen verlegst. am besten NYM-J 3 x 2,5 mm² dann hast du auch nicht das Problem, die leitung am anderen ende wieder auftrennen zu müssen. die steckdosen für waschmaschine und trockner darfst du so wie so nicht zusammen in einen rahmen setzen, wenn verschiedene stromkreise anliegen.

lg, Anna

Jedes Gerät benötigt eine separate 3-adrige Leitung mit mind. 1,5 mm² Querschnitt und separater Absicherung (i.d.R. 16 A) in der Unterverteilung (UV). Diese Leitungen gehen sinnigerweise mit unterschiedlicher Phasenlage von der UV zu den Verbrauchern, damit bei gleichzeitigem Gebrauch der Geräte keine Schieflast entsteht bzw. eine einzelne Phase überlastet wird.

Und das ist der Knackpunkt: Bei gleicher Phasenlage muss der Querschnitt zu den Verbrauchern der gleiche sein wie für den Weg zurück über den Neutralleiter. Wenn Du also in zwei Adern die selbe Phase einspeist, so benötigst Du für den Neutralleiter den doppelten Querschnitt. Den hast Du aber nicht, da Du nur die blaue Ader verwenden darfst - und somit ist das ganze unzulässig.

Was aber geht: Die vorhandene 5-adrige Leitung mit (ausreichend abgesichertem) Drehstrom versorgen und in Gerätenähe einen Abzweig für zwei separate Steckdosen mit unterschiedlicher Phasenlage schaffen.

Letztendlich sind das aber alles Dinge, welche ein Elektriker vor Ort checken sollte, damit abhängig von Leitungslänge und verlegeart die richtige Absicherung gewählt wird. "Pi mal Daumen" geht nicht!

Und nicht vergessen: Bei einer Neuinstallation ist das Vorschalten eines Personenschutz-RCD mit max. 30 mA Bemessungsfehlerstrom Pflicht.

OK, also 2 Phasen und ein N Leiter wäre OK.

Ich wollte nur meine Gedankengänge bestätigt haben :)

Danke

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@Ilalei

Richtig. Bei unterschiedlicher Phasenlage wird der Neutralleiter weniger belastet. Bei einem Drehstrommotor z.B. ist der Neutralleiter überflüssig, da sich der Strom über die phasenverschobenen und gleichbelasteten Außenleiter aufteilt.

Un dennoch: Unbedingt den Querschnitt und die Absicherung anhand der Leitungslänge und der Verlegeart bestimmen. Für so etwas gibt's entsprechende Tabellenbücher der Elektrotechnik.

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Nun zur eigentlichen Frage: Ich habe hier schon ein paar Sachen zu Themen in ähnlicher Richtung gefunden, aber eben nicht so richtig passend. Technisch sollte mein Vorhaben funktionieren denke ich. Jeder Baustromverteiler der aus einer CEE-Steckdose drei Schukosteckdosen macht müsste so aufgebaut sein. Der Null-Leiter dürfte auch nicht überlastet werden, da die drei Sicherungen den drei verschiedenen Phasen zugeordent sind.

Anbei noch ein "Bild" zur Verdeutlichung (der "Strang" links außen ist hier beschrieben, der Rest sind Varianten).

Aber darf mann das, oder habe ich noch etwas übersehen? Über ein paar helfende Antworte würde ich mich sehr freuen.

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