Trotz Schwangerschaft arbeiten?

8 Antworten

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Der Arbeitgeber ist nach Kenntnis der Schwangerschaft in die Pflicht genommen.

Er muss auf Grundlage seiner Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt) den Arbeitsplatz prüfen, anpassen oder gegebenenfalls ein arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot (also ohne besonderes ärztliches Attest) aussprechen.

Darunter fallen z.B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw.

Der Arbeitgeber kann die Schwangere auch in eine andere Abteilung (z.B. Büro) versetzen.

Ihre Ärztin sagt auch nichts dazu weil sie sich nicht auskennt. (Unfassbar!)

Warum sollte sich die Frauenärztin auch damit auskennen?

Sie hat mit dem Arbeitsplatz ja nichts zu tun, sondern kann lediglich ein individuelles Beschäftigungsverbot ganz oder teilweise per Attest aussprechen, welches auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen ist.

Alles Gute für dich, deine Schwester und gesunde Schwangerschaften!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Ich bin seit fast 40 Jahren Hebamme

Vielen Dank für deinen Stern!

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Schwangerschaft ist doch keine Krankheit!

Es gibt unendlich viele Schwangerschaften die völlig problemlos verlaufen und die werdende Mutter bis zur Geburt arbeiten kann.

Die Frauenärztin kann das viel besser beurteilen, ob sie weiter arbeiten kann oder nicht.

Du kannst das auf keinen Fall entscheiden!

Sie haben recht.. ihre Ärztin meinte sie kennt sich damit nicht aus und sollte mit ihrem Chef reden. Aber ihm interessiert das leider nicht weil er sie dringend braucht und schriebt weiterhin Überstunden.

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Es gibt kein "Muss" für ein Beschäftigungsverbot. Wir wissen ja auch gar nicht wie viel sie tatsächlich mit den Chemikalien arbeitet. Es gibt kein grundsätzliches Beschäftigungsverbot im Beruf x, genauso kann ihr Chef sagen "Naja dann färben sie halt nimmer.

Sie sollte das mit dem Arzt besprechen, ihre Bedenken äußern, erklären mit welchen Stoffen sie arbeitet und im Zweifel eine zweite Meinung holen

Habe ich ihr auch gesagt aber ihre Ärztin kennt sich damit nicht aus und meinte sie soll das mit ihrem Chef klären.. aber ja ihr Chef lässt sie weiterhin arbeiten.

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@Hamedi965

Nur mal vom reinschnuppern her, scheint das Färben wohl tatsächlich weitgehenst unbedenklich zu sein...Zumindest habe ich kein grundsätzliches Problem gefunden, dass jetzt alle Friseusen ins Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft zwingt. (Aber bin halt auch Laie).

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Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

Der Friseurberuf ist ein anderer als der Verkäufer, und du hast nicht generell wegen deinem Beruf als Verkäuferin ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen bekommen.

Sie muss ihre Situation den Frauenarzt schildern, und der wird das dann entscheiden.

Ihre Ärztin hat gesagt sie soll das mit ihrem Chef klären weil sie sich nicht auskennt ..

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@Hamedi965

Dann ist diese Ärztin wohl irgendwie nicht gut informiert über den Friseurberuf... Der Chef entscheidet das ja nicht.

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@grisu2101

Finde ich auch. Deswegen frage ich euch was sie tun kann..

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@grisu2101

Ich bin zum Glück bei einer anderen Frauenärztin und werde sie aufjedenfall fragen beim nächsten Termin. Vielen Dank für die Antworten!

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@grisu2101

Falsch, das ist die Sache des AG, nicht des Arztes. Ein Arzt kann ein BV nur aussprechen, wenn aus gesundheitlichen Gründen eine Gefahr für das Leben von Mutter oder Kind besteht.

Der AG muss einen mutterschutzkonformen Arbeitsplatz schaffen. Erst, wenn er dazu nicht in der Lage ist, darf nur dieser ein BV aussprechen. Scheinbar ist der Arbeitsplatz mutterschutzkonform.

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Sie ist schwanger, nicht krank. Schwangere müssen regulär weiter arbeiten und das ist auch gut so.

Du kannst deine nicht mit ihrer Schwangerschaft vergleichen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Ich habe ein Kind.