Traurig Nach schönen Ereignissen wie z.B Urlaub, Weinachten, Silvester etc?

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5 Antworten

Grüß Dich keineahnung1312!

In Wirklichkeit ist doch so, das es weder Vergangenheit noch Zukunft gibt. Vergangenheit ist gewesene Gegenwart und Zukunft ist kommende Gegenwart. Vergangenheit ist also Erinnerung und Zukunft projizierte oder auch wissenschaftlich gesehen berechnete kommende Gegenwart. Ist aber ebenso nicht existent. Was bleibt ist das Jetzt in der Weise zu gestalten, das aus der Vergangenheit im Jetzt für die Zukunft gelebt werden kann. Hängst Du aber an der Vergangenheit, auch wenn es glückliche Tage waren, dann hast Du keine Zukunft, denn eigentlich willst Du sie dann nicht und auch das Jetzt wäre dann nicht willkommen, denn Du willst nicht für die Zukunft gestalten. Auf diese Weise untergräbst Du Deinen Lebenswillen, denn der ist notwendig wenn Du im Jetzt die Zukunft gestalten willst, besonders Deine eigene Zukunft. 

Im Älterwerden reduziert sich natürlicherweise Deine noch verbleibende Zukunft, die Du planen könntest und die noch möglichen zu verplanenden Zeiten werden kürzer. Ganz am Ende Deines Lebens wirst Du froh sein, wenigsten noch Deinen Tag irgendwie als Zukunft gestalten zu können, denn Du weißt nicht wann das Leben zu Ende geht. Es könnte ja auch schon morgen oder in den nächsten Stunden zu Ende sein.

Für die Zukunft im Jetzt zu planen und dabei  aus der Vergangenheit sprich Erfahrung zu zehren, ist daher ein Kennzeichen für Lebenswillen. Die Erinnerung kann Dir keiner mehr nehmen, aber er ist ein Schatz, solange Du noch Zukunft für Dich siehst. Das Älterwerden bedeutet auch einen Rückblick auf ein hoffentlich erfülltes und gelebtes Leben und dass Du aus diesem Erfahrungsschatz etwas an andere weitergeben kannst. 

Das wusste schon Aristoteles vor gut 2000 Jahren:

Angenehm ist am Gegenwärtigen die Tätigkeit, am Künftigen die Hoffnung und am Vergangenen die Erinnerung. Am angenehmsten und in gleichem Maße liebenswert ist das Tätigsein.

Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler Platos, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien

Leben im Jetzt oder anders ausgedrückt: carpe diem (nutze den Tag)

Herzlichen Gruß

Rüdiger


Hallo,

auch ich kann dein Verhalten nachempfinden, aber versuch, dir alles positive aus dem hier und jetzt klar zu machen.
Ich glaube jeder kann deine Situation nachempfinden.
Ganz viele liebe Grüße,
Manu

Kommentar von keineahnung1312
05.01.2016, 22:14

Danke für die Antwort, hat sich bis heute eigentlich fast gelegt :D

Zurückdenken muss ich trotzdem ständig an viele Dinge.

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Hallo keineahnung1312. Vielleicht gib es in deiner Arbeit etwas, auf was du dich immer freust, da könntest du zum Beispiel genau in dieser Zeit in der du so traurig bist, den Spieß herumdrehen und dich darauf freuen was neues auf dich zukommt wenn du wieder arbeiten gehst . Freu dich an den restlichen Tagen darauf daß du wieder arbeiten gehen darfst,so kannst du deine Traurigkeit vielleicht sogar bekämpfen und deine letzen Urlaubstage sorgenlos genießen. Schreib dir doch mal auf was dir an deiner  Arbeit besonders gut gefällt und ob du irgendetwas daran noch besser machen könntest oder sogar Verbesserungsvorschläge machen. Du wirst bestimmt schon erwartet, ansonsten hätte man dich nicht eingestellt . Versuch in allem was in deinem Leben passiert,  das positive zu sehen ,so bist du mit Sicherheit nicht immer traurig wenn ein Fest zu Ende geht.Genieße deine Urlaubstage und laß alles andere noch Nebensache sein .Liebe Grüße.

Kommentar von keineahnung1312
05.01.2016, 22:16

Danke für deine Tipps, werde ich versuchen zu beherzigen :)

Ja arbeiten geh ich eigentlich gern. Ich fühle mich halt im Urlaub bzw an Festtagen frei und kann machen was ich will, vielleicht macht mich bloß die Fremdbestimmung traurig..

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Also, was du da beschreibst ist doch völlig normal!!!

Ich hatte auch einen tollen Urlaub, konnte ausschlafen und muss morgen wieder um 5 Uhr früh hoch und arbeiten - denkst du ich freue mich darauf? Wohl kaum... So ergeht es wohl jedem.

Auch dass man die "gute alte Zeit" vermisst ist verständlich. Ich fand im Nachhinein die Schule auch wesentlich entspannter als zu arbeiten. Allgemein war die Kindheit und Jugend leichter, man musste sich ja auch (normalerweise) um fast nichts kümmern. Das Essen stand auf dem Tisch, die Klamotten lagen wie von Geisterhand gewaschen und gebügelt im Schrank, von Haushalt und Miete zahlen usw mal ganz zu schweigen.. Heute trägt man selbst für alles die Verantwortung...das ist nicht immer leicht.

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass meine Eltern sich trennten als ich 12 war (bin heute 43), dass mein Bruder vor 27 Jahren starb, dann mein Schwager, meine Großeltern, mein Vater... bei uns sind Feiertage wie Weihnachten usw schon lange nicht mehr dasselbe wie früher. ....Sich an die Vergangenheit zu erinnern kann schön sein, aber auch schmerzlich.

Man kann nur das Beste aus seiner Situation machen, und trotz allem das Leben genießen. Man sollte lieber im Hier und Jetzt leben, die Zeit die man hat sinnvoll nutzen und nach vorne schauen. Die Vergangenheit kannst du nicht ändern, die Zukunft schon...

Kommentar von keineahnung1312
05.01.2016, 22:18

Danke für deine Antwort, deine Geschichte klingt traurig :o

Mittlerweile geht es mir besser, hat sich etwas gelegt.

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Hallo,

Urlaube, Konzerte, Feiern usw.,  dass sind alles Dinge, da fühlt man sich unbelastet, frei, glücklich und unbeschwert - so Szenen möchte man am liebsten festhalten und dann ist er wieder da - der Alltag.........., dass kann einen tatsächlich traurig machen.

Das werden viele Menschen so empfinden, dass ist ein ganz natürliches Verhalten.

Liebe Grüße

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