Transzendentale Meditation warum so teuer?

12 Antworten

Es gibt die TM und es gibt die Organisation.....und es gibt, wie überall, Kritiker. z.B "David wants to fly" eigentlich ein guter Film - nur wird er plötzlich sehr einseitig. Kein Interview mit jemanden, der Jahre einfach nur meditiert, seiner Arbeit nachgeht und damit zufrieden ist. Nur "hohe" Persönlichkeiten der TM-Oragnisation und Aussteiger - die ich übrigens persönlich alle kenne. Die Aussteiger sind nicht representativ und ausserdem nicht wirklich vertrauenswürdig. Denn erst sind sie feurige Verehrer der TM, dann plötzlich das totale Gegenteil - was soll man da glauben.

Auch das Thema Geld kommt immer wieder. Es gibt unabhängige TM-Lehrer, die es deutlich günstiger anbieten und korrekt ausgebildet wurden (viele davon auch noch direkt von Maharishi selbst). Da werdet ihr auch nicht an irgendwelche Gruppen oder Organisation gebunden - halt freie TM.

Umsonst? Auch in Indien bekommst du kaum was umsonst. Ich kenne Leute, die TM kostenlos erlernt haben - nach nicht mal 2 Wochen waren sie wieder woanders und haben was Neues kostenlos gesucht. 200-300 € sind schon angebracht, das die neuen TM-ler auch einen Anreiz haben, wenigstens mal 1-2 Jahre dranzubleiben. Wenn sie danach meinen, die Wirkung ist nicht da, ok - dann kann man das Geld auch verschmerzen. Über 1000€ find ich ebenfalls überzogen.

Schnelle Resultate werden nur in der Werbung aufgezeigt. 2-3x in Fitness-Studio gehen, bringt auch noch keine Wirkung.

Wenn einem TM nicht liegt, ebenfalls ok...es gibt viele andere Möglichkeiten. Aber es ist vielfach belegt, das die TM eine effektive Technik zur schnellen Entspannung ist. Auch die langfristige wohltuende Wirkung ist oft untersucht und belegt worden. Ich selbst meditiere über 40 Jahre - nicht erleuchtet, aber zufrieden mit mir- sonst hätte ich niemals 40 Jahre durchgehalten - vor allem nicht als Berufskoch - kann extrem stressig sein. Beim Essen-Fassen sieht man die echten Menschen - nicht was sie vorgeben zu sein.

Maharishi sagt mal: Alle Techniken und Methoden, die die Lebensqualität des Menschen verbessern sind akzeptiert.

Schaut euch nur die Religionen an: Ob Christentum, Islam, Hinduismus, Judentum - überall gibt es wilde Eiferer und überall Leute, die es echt gut drauf haben.

Zu TM kann ich nur den Film "David wants to Fly" empfehlen. Es handelt sich im Grunde, wie bei fast allen die mit Geld handeln, um perfide Marketing-Tricks. Wer Absolutismus braucht, um eine innere Unzufriedenheit zu kompensieren, anstatt diese zu hinterfragen und sein Leben und sich eventuell umzustrukturieren, sollte es machen! Fragen über die Ähnlichkeiten mit dem Ablasshandel der Kirche in der Vergangenheit und den negativen Faktoren der Institutionalisierung von religiösen Glaubensrichtungen - in welcher Form auch immer- fragen sollte man sich immer! In der Form ist TM sehr kritisch zu betrachen - nicht nur in Anbetracht des Films "David wants to fly". Ein Organisation bedeutet immer einen Verlust von Autonomie, da man sich Regeln und Moral einer höhreren "Machtinstanz" respektive Autorität unterzuordnen hat, was sich darin erkennen lässt, wenn man keine Fragen stellen darf, solche" Regeln" nicht erklärt oder hinterfragt werden können, da sie apriorisch einem Konsens - für den man zahlt- entsprechen und Propaganda der Konventionalisierung dient... So viele Jahrhunderte/-tausende versucht der Mensch schon sich selbst ein Stückchen freier wissen zu können, und letztendlich versklavt er sich immer aufs neue selber - aus Angst vor einer solchen Freiheit. Eine Organisation wie TM kann einem Tatsächlich mit Sicherheit eine grosse Last vom Herzen nehmen: man muss nicht mehr denken, nur Annehmen, gibt sich Leuten hin, die ihre Überzeugung gut verkaufen, voilá: Man ist nicht mehr alleine, alle denken das gleiche, Fragen und Zweifel sind nicht mehr nötig und alles was man vorher war vergisst man einfach. Wer einen solchen Selbstverlust als sinnvol betrachtet, um seine Probleme zu lösen der ist dort sicherlich gut aufgehoben; Verdrängung kann temporär von nöten sein... Meditation kann gut sein, man kann sie jedoch nicht kaufen. Meditation hat etwas mit Introspektion zu tun, ist eine autogene Angelegenheit und kein Markt. Das hat nichts mit Autonomie zu tun... An der Esoterik und der Hippie-Generation, haben mich schon immer die unspezifischen Freiheitswünsche gestört - die so blumig und verlockend klingen; Freiheit von was? Sofort kommen Krieg, Diktatoren, Politik usw. - ist alles richtig, will ich nicht bestreiten, doch selten kommen die Menschen darauf, dass die Sache auch einen Ursprung haben muss. Wieso hassen die Menschen und wie konnte es dazu kommen, dass es Diktatoren und Kriege, Massenmorde und weiteres auf der Welt gibt? Indem alle ihren Hass in solchen politischen- oder Glaubensmodellen kompensieren - die es nicht von einem verlangen, das man sich mit sich selbst, seiner Vergangenheit und der anderer auseinadersetzen muss, alles klar in gut und schlecht Unterteilt wird. So schaffen es die Menschen ihre inneren Zweifel wegzukaufen - wo kommt das ganze Geld her? Die Demokratie ist immernoch die sinnvollste aller Systeme. Ihr Nachteil ist nicht im System sondern im Menschen an sich zu verstehen. Demokratie gibt uns mehr oder weniger die Entscheidungsfreiheit, wenngleich wir immer zu einem gewissen Grad für unsere Autonomie und Freiheit auch dort kämpfen müssen. Die Demokratie ist wie eine Leinwand, sie ist nur so gut wie seine Maler. Sobald nicht Moral oder Ideale aus uns heraus entstehen, aus der eigen Motivation, wir nicht fähig sind für diese auch zu argumentieren repektive, wenn wir eine Opposition eingehen zu meinen müssen, wir nicht in der Lage sind oder es nicht für nötig halten, auch andere Ideale zu hinterfragen, ihren Beweggrund - somit auch unseren eigenen - sobald kein interpersonelles Verhalten mehr gefördert wird, keine Kommunikation, weil alles als gesagt und geglaubt gewusst wird, dann können wir sagen, wir befinden uns in einer regression und handeln Reaktionär, bleiben stehen und werden immer mehr krank. An Esoterik, Religionen und Sekten hat mich immer gestört, dass alles aus dem Affekt geschieht; nicht das dieser keine Legitimation hat, hinterfragte wird er aber nie. So bleibt alles Transzedental und Kritik gegenüber TM und ähnlichen Organisationen endet immer mit Totschlagargumenten - erklären und sich rechtfertigen können sie sich nicht, zumindest nicht konkret: Haben sie das kommunizieren verlernt? Wie schon gesagt, kann ich nur "David wants to fly" empfehlen. Ob man dann noch beführworter ist oder nicht - egal, wichtig ist nur, dass man Fragen stellt! Hören wir auf Fragen zu stellen, verlieren wir die Fähigkeit zu antworten. Wer sich für Soziologie, aus der ich hier oft zitiert habe, interessiert, dem lege ich Erich Fromm ans Herz. Dort findet sich eine mehr fundierte Abhandlung über das Problem, als das ich sie hier, aus dem Gedächtnis zu "Blatt" bringen könnte...

P.S.: über die Aussage: TM ist Gehirnwäsche - Gott sei dank! Wie krank ist das denn? Nicht nur das der Ausdruck Gehirnwäsche konkretistisch verstanden wird, nein, wie kann man nur so dumm sein - ganz ehrlich... Ich würde mir ernsthaft über den Sprachgebrauch Gedanken machen und des weiteren über die Analogie zu Diktaturen...

Was möchtest Du wissen?