Studium? Ellenbogengesellschaft?

12 Antworten

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Das kommt auf den Studiengang und ein Stück weit auch auf die Uni an. Ich habe schon öfter von Kommilitonen gehört, dass insbes. in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern der Konkurrenzdruck sehr groß ist, also BWL, WiWi, VWL usw. In den Geisteswissenschaften sind die Studenten im Allgemeinen etwas lockerer drauf. Aber Ehrgeizlinge gibt es überall. Ich hab in Kunst ne Studentin kennengelernt, die jedes Mal angefangen hat zu heulen, wenn sie keine 1 bekommen hat. Ich persönlich merke auch, jetzt wo mein Studium langsam zu Ende geht, dass der Notendruck immer schlimmer wird. Das heißt aber nicht, dass ich andere damit reinziehe, sondern ich gebe mir eben für mich einfach mehr Mühe. Es sind aber, wie gesagt, nicht alle so. Für viele Lehrämtler sind Noten meiner Erfahrung nach nicht so wichtig.

Also mein Geschichtslehrer, war Abteilungsleiter des Personalrates einer größeren Firma und hat gesagt, dass er eigentlich nur die Studenten zum Vortsellungsgespräch eingeladen hat, die ihren Master mit mindest.: 2,0 abgeschlossen haben

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@alex1302

Was für einen GeWi schon nur mittelmäßig ist. Die meisten machen ihren Abschluss im Einser-Bereich. Ich arbeite derzeit auf ne 1.4 hin und belege Seminare dafür extra doppelt, damit ich mir die jeweils bessere Note anrechnen lassen kann. Was eigentlich total bekloppt ist, aber solange hunderte GeWis sich auf ein und dieselbe Stelle bewerben muss man u.a. eben auch mit Noten punkten.

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Da kann ich leider nur zustimmen und auch das Kommentar mit der Annahme vom Master-Studenten ab Note 2.0 und besser wundert mich gerade bei den BWL - Bereichen nur wenig.

Die Studiengänge sind einfach überlaufen, da dies fast jeder studiert. Entsprechend ist der Leistungsdruck trotz Studium eine entsprechend beliebte und gut bezahlte Stellung zu erhalten. Desto mehr Bewerber es für eine Stelle gibt, desto mehr Auswahl haben die Arbeitgeber natürlich auch und warum sollten sie sich nicht die Besten raussuchen? Das würde jeder andere schließlich auch machen.

In nicht ganz so überlaufenden Bereichen bzw. in dennen wo Fachkräfte bestenfalls noch fehlen kann man da relativ entspannt sein. Man wird zwar mit einer schwächeren Note nicht die besten Aussichten haben, aber wohl mehr Chancen als mit der gleichen Note in einem überlaufendem Bereich.

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@MichiruKaio

Ja, das sehe ich ganz genau so. Manche Arbeitgeber sieben schon elektronisch bestimmte Noten einfach aus - ohne jemals nen Blick auf den Lebenslauf geworfen zu haben.

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Es fängt oft beim Abitur an, geht im Studium weiter und spätestens im Berufsleben ist jeder ein Stück weit ein Einzelkämpfer. Unternehmen, in dem man noch als richtiges Team arbeitet sind leider sehr selten.

Du kommst kein Stück weiter als ans Fließband, wenn du nicht im Team arbeiten kannst. Aus biologischen Laboren wirst du sogar raus geschmissen, da du damit eine Sicherheitsgefahr darstellst. Dein Statement ist eindeutig zu einseitig...

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Das ist, je nachdem wen du fragst, totaler Schwachsinn. Klar ist ein Studium keine Schule, man hat Verantwortung, man ist auf sich allein gestellt. Wenn man nicht zu den Praktika/Seminaren kommt Pech. die Machen sich keinen Stress, die schmeißen dich da raus. du bekommst deine Prüfungszulassung nicht und darfst es nächstes Jahr nochmal versuchen. Genauso wenn du Hausarbeiten und Übungsblätter nicht abgibst. Der Prof zuckt dann nur mit den Schultern und verweißt dich darauf, das du erwachsen bist. Abseits davon hast du alle Freiheit der Welt.

Und, je nach dem, mit welchen Leuten du verkehrst, führst du ein einsames Lernerimiten dasein, bist dauerblau oder irgendetwas dazwischen. Soziale Kontakte während des Studium? KLAR geht das! Ich kapier auch nicht, warum alle über die Regelstudienzeit meckern, ich hab mehr Zeit, als ich totschlagen kann, dabei studiere ich eine Naturwissenschaft, etwas wo in einer Klausur der Stoff aus 3000 Seiten Lehrbüchern abgefragt wird. Geht trotzdem.

angeschwärzt wird gar nicht. Das ist unkollegial und schadet dem eigenen Ruf.

Examen, das ist der falsche Ausdruck btw. (Richtig ist Klausuren) kannst du je nach Prüfuggsordnung 1 bis 3 mal schreiben. Manche POs sehen vor, dass die erste bestandene Prüfung zählt, andere hingegen, dass die beste bestandene zählt (Mathematik zB). Dagegen hilft nur lesen. Zum Abgeben ist man nicht verpflichtet. Du kannst auch durchstreichen, bekommst schlechter als 4,0 und musst zum nächsten Versuch antanzen. Weg ist der Versuch allerdings so oder so.

es brechen viele ihr Studium ab, weil sie nicht damit klar kommen, dass man viel lernen muss und nicht andauernd von Lehrern bemuttert wird. Das habe ich zB aber an Schule gehasst.

Das kommt auf das Studienfach an. Ich würde Sozialwissenschaften empfehlen, wenn Du weniger Ellenbogen zu spüren kriegen möchtest. Vielleicht ist Geographie eine ganz gute Wahl.

ich habe immer noch sehr viele freundschaften aus meinem studium, wir haben gemeinsam gelernt und es hat auch niemand seine prüfung nicht abgegeben...die note kennt man ja auch erst nachher....

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