Stahl löten?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Moin, hartlöten funktioniert im Regelfall ganz gut und ist auch belastbar. Es ist auch relativ leicht zu bewerkstelligen, wenn man ein paar Punkte beachtet:

  1. das Material muß sauber und frei von Zunder (schwarze Oxidschicht) sein. also besser gebeizte, also blanke Rohre verwenden.
  2. an den Lötstellen die Stöße von den Rohren (an der Schnittkante) mit dem Seitenschneider ringsum leicht anzwicken, daß da ganz leichte "Füßchen" entstehen. Dadurch bildet sich ein Lötspalt, durch den das Lot sauber durchfließen kann.
  3. besser Lot ohne Flußmittel verwenden und das Flußmittel als Paste separat kaufen. z.B das Flußmittel "CuFe Nr 1" von Felder. Gibt es überall im Netz oder bei www.weldorado.de Flußmittel überall dünn auftragen, wo gelötet wird. Paste hat vor allem den großen Vorteil, daß ich gut dosieren kann, ohne daß durch das Lot ständig neues Flußmittel zugeführt wird.
  4. Mit dem Brenner eine neutrale Flamme einstellen und das Werkstück gleichmäßig erwärmen. nicht an einer Stelle stehen bleiben! Nicht mit dem Flammkegel das Werkstück oder das Flußmittel "berühren" Abstand mit dem Brenner, je nach Größe ca 3-8cm.
  5. Wenn das Werkstück anfängt zu glühen, langsam Lot zuführen. Ist es warm genug, schmilzt das Lot, ist es noch zu kalt, Lot weg und weiter anwärmen. Wenn das Lot schmilzt und in die Fuge fließt, kann der Brennerabstand noch vergrößert werden. Es muß ja nicht weiter erwärmt werden sonder nur noch die Temperatur gehalten werden.
  6. Lötstelle nach dem löten abkühlen lassen. NICHT mit Wasser abschrecken! Danach die Reste des Flußmittels mit großzügig Wasser restlos entfernen. Flußmittel wirken korrosiv, begünstigen also Rost.
  7. Die Wahl des Lotes wird etwas schwieriger. Messinglote sind recht stabil, fauchen und blubbern allerdings wie Sau und sind eher schlecht zu verarbeiten. Ein Silberlot ist da wesentlich schöner zu verarbeiten und auch recht stabil. Allerdings etwas teurer. Je nach Silberanteil. Sparsam mit Lot umgehen! Es soll nur an der Lötstelle sein und nicht davon laufen. Ggf an ein paar Musterteilen bissel üben.

Wenn alles geklappt hat, kann man z.B. mit Schleiffließ etwas nacharbeiten und das Gestell mit Klarlack lackieren. Solche Verbindungen sehen meist recht gut aus

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Habe ich noch nie probiert, klingt aber unwahrscheinlich.

Wenn das irgendwie hält, ist es vermutlich nur geklebt. Würde ich bei einem Tisch nicht riskieren.

Wie wär´s, wenn Du mit den Stangen zu einem Schlosser fährst, und Dir jemand das ganze für 20 Euro in die Kaffeekasse mal eben punktet?

Grüße, ------>

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also Stahl Hartlöten kenne ich nur in Verbindung mit Autogenbrennern. Mit denen kann man doch aber auch schweißen.....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Skinman
28.04.2016, 17:19

... und sind die wesentlich billiger zu haben als ein einfaches Schweißgerät?!

0

bei ebaykleinanzeigen bekommst du schon ein gebrauchtes  elektro schweißgerät für 20 euro - damit kannst du erst mal üben und das kostet ja fast nix- wenn du es nicht mehr brauchst stellst du es einfach in die ecke - das frisst ja kein brot und dann hast du eins

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?