Spickt/habt Ihr regelmässig in der Schule gespickt?

13 Antworten

In meiner Schulzeit habe ich ein Mal ein Spickzettel geschrieben. Ich habe ihn nicht gebraucht, aber die wichtigste Erkenntnis war, dass ich mir allein durch das Schreiben des Spickzettels das Wissen gut eingeprägt habe.

Somit kann ich dir raten, fleißig Spickzettel zu schreiben, ohne sie in der Prüfung zu benutzen.

Traurige Wahrheit, ja.

Erfolg ist nicht, etwas rechtmäßig zu erreichen, sondern das Erreichen an sich. Dabei spielt es keine Rolle wie du das machst. Wenn du später in der Arbeitswelt bist, triffst du auch auf genügend Kollegen, die Schummeln und Betrügen um eine gute Referenz zu haben. Es geht schließlich um Geld und Beförderungen.

Das Risiko liegt am Ende bei dir. Wenn du ab sofort nur noch spickst und nicht mehr lernst, fehlt dir am Ende auch Wissen. Du musst für dich einschätzen, wie viel du anderweitig kompensieren kannst.

Ich war im auch ein durchschnittlicher Schüler, der auch gespickt hat, studiere jetzt aber Physik und VWL im Doppelstudium. Ich habe während der Schule nur das Nötigste gemacht und das hat für mich(!) gereicht.

Ich habe damals in der Oberstufe im Geschichts-LK häufiger gespickt. 

Dazu hatte ich immer einen Zettel in der Tasche, auf dem ich die wichtigsten Daten notiert hatte und den ich mir dann während eines Toilettengangs anschaute.

Ich hatte zwar einen sehr guten Überblick über die historischen Geschehnisse und konnte auch sehr gute Analysen zu schreiben, meine Lehrerin war aber ein bisschen fanatisch in genaue Daten.

Da ich es aber nicht eingesehen habe, stumpf auswendig zu lernen, ob jetzt der Blankocheck vorm ersten Weltkrieg am 5., 6. oder 7. Juli 1914 ausgestellt wurde, standen solche Dinge auf meinem Zettel.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass mein Spicken immer gut gegangen ist und mir durchgehend Bestnoten im LK gesichert hat. Vor meinem Gewissen kann ich meinen "Betrug" auch gut verantworten, da ich ja trotzdem viel gearbeitet habe und meinen Spicker nur für die letzten, für mich nicht relevanten Details verwendet habe.

Klar! :-) So viel, wie gegangen ist. Zettel unterm Pullover, am Innenarm, auf den Schuhsohlen... Ich hatte sogar einen eigenen Zettel, auf dem draufstand, welche Sachen auf welchen Zetteln stehen. Ein Art Wegweiser also.

Welche Klasse?

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Ich glaub, ab dem Gymnasium. Also etwa ab dem Alter von zehn, vielleicht auch elf.

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Am Anfang nur ein bisschen, aber ab etwa 12 oder 13 hat die Vorbereitung aufs Schummeln oft mehr Zeit in Anspruch genommen als das Lernen :-)

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Es wundert mich, dass hier so viele noch nie geschummelt haben... In meiner Klasse hat das jeder gemacht. Da haben wir auch richtig gut zusammengeholfen. Eine lustige Geschichte: Ein Schüler war bei uns in Mathe richtig schwach, der konnte gar nichts. Bei der letzten Schularbeit brauchte er unbedingt eine gute Note, um nicht sitzenzubleiben. Da hatten wir die Idee, dass die Beste in Mathe ein Abpauspapier unter ihre Arbeit schiebt und die Abschrift dem schwachen Schüler zukommen lässt. Nun war es aber so, dass der Mathelehrer die schlechten Schüler immer in die erste Reihe gesetzt hat (weil die haben es notwendiger zu schummeln) und die besten in die letzte. Der Plan war daher, dass der schwache Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt fragen soll, ob jemand einen Spitzer hat. Darauf meldet sich dann die beste Schülerin, die zuvor die Abschrift zusammengefaltet in einen Dosenspitzer steckt, und wirft den Dosenspitzer nach vorne. Genauso wurde es auch ausgeführt. Nur hat der Lehrer den Spitzer genommen, um zu prüfen, ob es sich nicht um einen Schummelversuch handelt. Aber er hat nur außen geschaut! Er dachte nur, dass da was draufstehen könnte :-). So hat der schwache Schüler eine gute Note geschrieben (natürlich hat er ein paar Fehler eingebaut) und konnte in die nächste Klasse aufsteigen.

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Nein fang garnicht erst damit an. Das ist Betrug und sowohl eine Sünde vor Gott als auch eine Straftat. Leider wird in den Schulen damit viel zu locker umgegangen. Du solltest das Verhalten deiner Mitschüler melden und natürlich wenn du jemanden auf frischer Tat ertappst das auch sofort deinem Lehrer sagen. Für solche Leute die sich in der Schule durch mogeln ist das meist nur der erste Schritt, später folgen dann oft Drogensucht und das Abrutschen in die Kriminalität. Diesen Weg solltest du nicht einschlagen und lieber mit Ehrlichkeit dein bestes geben. Viel Glück

Ganz dumme Frage: Ist das jetzt ernst gemeint oder Ironie?

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@Jonas711

Das so eine Frage überhaupt kommt. Natürlich ist das ernst gemeint und natürlich ist es nicht in Ordnung in der Schule zu spicken. Und wie gesagt, meiner Meinung nach sollte jeder der Kenntnis von solchen Vorgängen hat das sofort melden und die betreffenden Schüler sollten härter bestraft werden. Ein kleiner Jugendarrest hat noch niemandem geschadet und bereitet sie nur vor auf den Weg auf den sie sich da begeben haben. Wer einmal mit sowas angefangen hat landet später zu 99% auf der schiefen Bahn. Und vor allem betrügt man sich selbst.

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@TrevyTrev

Dass es für dich moralisch nicht in Ordnung ist, ist eine Sache. Kann man so sehen wie du. (Muss man in meinen Augen aber nicht.)

Die Existenz eines direkten Wegs vom Spicken in die Drogensucht halte ich dann allerdings für einen doch sehr naiven Gedanken. Da war ich mir einfach nicht sicher, ob jemand das ernsthaft glauben kann.

Ich würde daher empfehlen, sich da nicht so von den eigenen (Glaubens)grundsätzen leiten zu lassen, sondern mehr von den Fakten. 99% sind Unfug.

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