Sollte man mit 16 schon wählen dürfen?

Das Ergebnis basiert auf 26 Abstimmungen

Ich bin dagegen,weil... 57%
Ich bin dafür,weil... 42%

21 Antworten

Ich bin dafür,weil...

Viele junge Menschen haben schon ihr 21. Lebensjahr abgeschlossen, wenn sie das erste mal an einer Bundestagswahl beteiligt sein dürfen. Das klingt jetzt etwas makaber und böse, aber gleichzeitig darf Opa Hans mit seinen 98 Jahren wählen gehen und bestimmen, wie die Politik der nächsten 4 Jahre aussieht, selbst wenn er nicht einmal mehr ein ganzes davon lebt. Diese 4 Jahre können aber Auswirkungen haben, die sich über die nächsten 15 Jahre ziehen... Mit 16 sind die meisten Jugendlichen schon in der Lage, ihre Wahlpflicht ernst wahrzunehmen, bzw. die die es nicht sind sind es auch mit 20 noch nicht in den meisten Fällen. Wahlalter ab 16 heißt auch nicht, dass jede Person mit 16 an einer Wahl teilnimmt, das heißt nur, das ist der frühste Zeitpunkt, an dem man Wahlberechtigt ist.

Noch dazu kommt, dass es gerade für junge Menschen, die idealerweise noch die Schule besuchen, zentral wichtig ist, wie die Politik aussieht wenn sie aus der Schule raus sind. Wer nicht gerade ein Gymnasium besucht und danach vor hat zu studieren, kümmert sich etwa im Alter von 16-18 um eine Ausbildung und wird danach arbeiten, also voll im Erwachsenenleben angekommen sein. Wie die Welt dieser jungen Menschen aussieht, sollen jetzt die bestimmen, die schon darin sind? Es würde unserer Gesellschaft durchaus gut tun, ein wenig frischen Wind zu erfahren, von Menschen, die noch nicht vom Extremkapitalismus wie wir ihn leben verdorben wurden.
Abgesehen davon finde ich es schon eine verdrehte Logik unseres Staates, zu sagen "du bist 16 Jahre alt, du bist alt genug, um zu entscheiden, welchen Beruf du für den Rest deines Lebens ausüben wirst. Wählen? Nein, du bist nicht reif genug, da müsstest du schon älter sein um da eine sinnvolle Stimme abzugeben." Mit 16 verlangt der Staat in diversen Bereichen eine gewisse Reife, gleichzeitig traut er es den Jugendlichen, die diese Reife beweisen müssen aber nicht zu, mit darüber zu bestimmen, wie ihr Land regiert wird.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Teilgebiet meines Studiums
Ich bin dagegen,weil...

... es dem Großteil der 16-Jährigen noch an der nötigen Bildung, Reife und dem Weitblick mangelt und sie somit noch nicht eine solche Verantwortung tragen können. Dies festzustellen ist nicht herablassend, sondern eine schlichte Tatsache. Jeder von uns war mal 16 und ich bin froh, dass jeder (mich eingeschlossen) in diesem Alter noch nicht zur Wahl antreten durfte.

Ja, es gibt Leute, die sagen: Aber es gibt doch so viele Erwachsene, die auch total ungebildet und naiv sind. Das stimmt und das ist schlimm genug. Dennoch ist Erwachsenen im Kern dann doch mehr Weitblick zuzutrauen als dem durchschnittlichen 16-Jährigen und wenn man einmal eine Umfrage zu politischen Grundkenntnissen machen würde, dann würden Erwachsene definitiv auch besser abschneiden. Das ist auch keine Schande, sondern ganz normal.

Stell dir den deutschen Bundestag wie ein Krankenhaus vor, in dem dein Opa im Sterben liegt - du würdest nicht wollen, dass ein junger total unerfahrener Praktikant die lebensentscheidende Operation durchführt, oder? Genau so ist es mit Deutschland und den 16-jährigen Bürgern, die über den nächsten Bundeskanzler entscheiden.

Super Beispiel "Stell dir den deutschen Bundestag wie ein Krankenhaus vor, in dem dein Opa im Sterben liegt - du würdest nicht wollen, dass ein junger total unerfahrener Praktikant die lebensentscheidende Operation durchführt, oder? Genau so ist es mit Deutschland und den 16-jährigen Bürgern, die über den nächsten Bundeskanzler entscheiden."

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@NickSiedens

16jährige sind eine Minderheit in D. ! Es ist total vermessen, 16jährigen eine rationelle Entscheidung abzusprechen und dabei eine Phobie vorzuschieben, diese Minderheit würde dann den falschen BK "bestimmen" !

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Stell dir den deutschen Bundestag wie ein Krankenhaus vor, in dem dein Opa im Sterben liegt - du würdest nicht wollen, dass ein junger total unerfahrener Praktikant die lebensentscheidende Operation durchführt, oder? Genau so ist es mit Deutschland und den 16-jährigen Bürgern, die über den nächsten Bundeskanzler entscheiden.

Ich möchte aber dass der Praktikant auch im OP ist, damit es zu dem Zeitpunkt, in dem ich der im sterben liegende Opa bin, auch erfahrene Ärzte gibt.

Im OP ist er nur wenn er dazugehört - also muss er wählen dürfen

Du stellst das ja so dar, als wenn die Abermillionen 16-Järigen in diesem Land die 2 Dutzend Erwachsenen überstimmen könnten

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@IQhaipdling
Ich möchte aber dass der Praktikant auch im OP ist, damit es zu dem Zeitpunkt, in dem ich der im sterben liegende Opa bin, auch erfahrene Ärzte gibt.

Zwischen "im OP-Saal sein" ( = sich mit Politik beschäftigen und z.B. durch eigenes Engagement einbringen, in Parteien oder Organisationen) und "die OP durchführen" ( = selber wählen) gibt es dann aber doch einen Unterschied.

Du stellst das ja so dar, als wenn die Abermillionen 16-Järigen in diesem Land die 2 Dutzend Erwachsenen überstimmen könnten

Es geht nicht um das Überstimmen, sondern darum, ob man überhaupt wählen darf oder nicht. Ich halte es wie gesagt für eine zu große Verantwortung, die man mit 16 noch nicht tragen kann. Ich habe ja bei mir selbst gesehen, wie ich mit 16 noch komplett andere und naive politische Ansichten hatte, als ich es heute habe.

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@charismaticus

Ich bin der Meinung, wenn man 16-jährige mit kleinen Motorrädern (125 ccm) auf den Straßenverkehr loslassen darf, weil sie schon die dafür notwendige Reife haben, dann kann man getrost davon ausgehen, dass sie auch die notwendige Reife haben, bei einer Wahl ein Kreuz zu setzen.

16-jährige sind Teil des Arbeitslebens (auch wenn sie im Idealfall natürlich erst eine Ausbildung absolvieren), zahlen Steuern und sollten deshalb auch mitbestimmen dürfen

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Du kannst doch wählen.

... nur nicht alles :o)

In 5-10 Jahren wird die Frage auftauchen, sollte man mit 14 wählen dürfen.

in weiteren 5-10 Jahren, sollte man mit 12 wählen dürfen.

.. so und nun kannst Du die Reihe fortsetzen. Sie macht aber keinen Sinn, genauso wenig, das Wahlalter auf 16 Jahre herabzusetzen.

Ich bin dagegen,weil...

Ich bin dagegen, weil Jugendliche noch leichter von Extremisten manipulierbar sind als Erwachsene. Und weil sie oft noch eher emotional als sachlich handeln. Das ist ihr gutes Recht als Jugendliche, aber in politisches Handeln sollte möglichst viel sachliches Nachdenken einfließen.

Was habt ihr Dagegen-Stimmer nur für ein verzerrtes Bild von den heutigen Jugendlichen !! - Schande !

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@luibrand

Ich habe zu viele Erlebnisse mit Jugendlichen gehabt, vor allem zu viele Erlebnisse mit Erwachsenen, die Jugendliche manipulieren, als dass ich mir wünschen könnte, dass Jugendliche bereits wählen.

Ich würde Dir aber zustimmen, wenn Du zu Bedenken gibst, dass auch viele Erwachsene zu ungebildet oder zu emotional oder zu leicht zu beeinflussen sind.

Dein Abschlusswort könntest Du zurücknehmen. Falls Du ein Jugendlicher bist, erhöht das meine Meinung von Jugendlichen nicht, sondern „bereichert“ meinen entsprechenden Erfahrungsschatz.

P.S. Wenn Wahlrecht, dann auch Strafbarkeit nach Erwachsenenrecht?

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@luibrand

wie alt bist denn du eigentlich ?? 15 oder doch schon älter ?

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@luibrand

nun ja wäre interessant zu erfahren , ob du ein pubertierende rjugendlcher bist --dann knnte man deien antworten viel noch verstehen aber als reifer erachsener schon nicht mehr!

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@eggenberg1

Deine Sichtweise ist infantil; die geistige Reife hat wenig mit dem Alter zu tun, sondern mit der Empathiefähigkeit.

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@luibrand

Ich bedanke mich dann mal für deine nette beleidigung mir gegenüber , zeigt sehr deutlich deine reife sichtweise und lebenserfahrung

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@eggenberg1

Er kämpft hier unter jedem Kommentar für die Rechte von Jugendlichen und pflaumt jeden an. Der ist garantiert minderjährig. Oder auf dem geistigen stand eines Teenagers.

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@eggenberg1

Es kommt immer darauf an, was und wie DU in den Wald rufst. Meine Feststellung war nicht als Beleidigung gemeint.

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@luibrand

meine sichtweise als---- infantil ---zu bezeichnen nehme ich schon al s beleidigung an

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@eggenberg1

Infantil ist das Adjektiv einer Eigenschaft. Wer sich dadurch beleidigt fühlt, ist sich seiner Sache nicht sicher. ( hat aber mit diesem threat nix mehr zu tun !)

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@luibrand

wenn jemand einen anderen als -- infantil ---bezeichnet, dann will er ihn als dümmlich , dumm, leztlich unreif bezeichnen ,

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@eggenberg1

Glatte Unterstellung ! Das scheint ein Hobby von Großmutter zu sein, gell ;-)

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@luibrand

Du hast meinen Kommentar nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden.

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@luibrand

Ja. Da habe ich nicht davon geschrieben, ob man überhaupt bestraft wird, sondern dass man, wenn man sich ab 16 für reif genug zum Wählen hält, dann auch nach Erwachsenenstrafrecht behandelt werden sollte, wenn man denn straffällig wird. Jugendliche und sog. Heranwachsende (die zwar volljährig, aber unter 21 und in der Entwicklung zurückgeblieben sind) werden ja milder und teilweise anders bestraft als Erwachsene.

Siehst Du, und das meine ich, wenn ich sage, dass man mit 16 Jahren noch nicht reif genug zum Wählen ist: Man liest ungenau, man ist nicht informiert und informiert sich auch nicht, sondern haut einfach mal so einen Kommentar heraus, der am Thema völlig vorbei geht.

Wobei ich Dir wieder darin recht geben würde, dass auch viele Erwachsene so handeln.

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@SchwarzerTee

Es muß nicht zwingend das Strafrecht für Erwachsene bei einem 16-jährigen Wähler angewendet werden. Hier sind die Gesetzgeber gefragt, auch wenn DU da anderer Ansicht bist. Zudem ist das Strafrecht zur Beantwortung der obigen Frage nicht relevant.

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Ich bin dafür,weil...

Ich im persönlichen Umfeld die Erfahrung gemacht habe, dass die politische Meinung mit 16 bereits ausgebildet ist.

Wer mit 16 keinen Plan von Politik hat, wird auch mit 18 nicht plötzlich "besser" wählen. Denen, die bereits ihr Interesse zeigen, wird effektiv das Mitspracherecht entzogen.

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