etwas ist legal oder illegal. Wenn es öffentlich verkauft werden darf und auch konsumiert werden darf ohne dass man eine Strafverfolgung fürchten muss ist das nach meiner Definition eine Legalisierung.
Wo würdest du da den Unterschied machen?

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Falsch. DU konntest gut leben und mit deinem Bekanntenkreis umgehen.

Sehr viele Menschen konnten das je mehr man in die Vergangenheit zurück geht nicht. Nämlich diverse Minderheiten. Noch vor etwa 30 Jahren hattest du als Frau nicht genug Selbstbestimmung um deinem Ehemann Sex zu verwehren, oder anders gesagt: Vergewaltigung in der Ehe war nicht verboten. Noch vor 20 Jahren war das coming out für homosexuelle etwas sehr beängstigendes, da die Gesellschaft hierbei noch sehr gespalten war. Noch vor etwa 10 Jahren mussten sich viele Menschen, die sich nicht ihrem biologischen Geschlecht zugehörig fühlen sich in eine Rolle zwängen, in der sie nicht sein wollten.

Und genau das ist es auch was vielen "Angst" bereitet glaube ich. Die Welt war sicherlich einfacher vor einigen Jahrzehnten. Alles war "sortiert" und man kam damit zurecht sofern man nicht zu denjenigen Minderheiten gehört hat, für die eben nicht alles toll war - das ist es übrigens nach wie vor nicht, wir sind immer noch auf dem Weg auf einer langen Reise zur Gleichberechtigung bzw. -behandlung. Aber auch nur, weil man eben beispielsweise in Deutschland als geborener Deutscher, weiße Hautfarbe, heterosexuell, zu der Norm gehört hat, die man als einzige offen akzeptiert hat. Aber wie sah das Leben aus für diejenigen, die sich tagtäglich verstellen mussten? Eine dauerhafte Lüge gelebt haben? Von anderen ausgegrenzt oder nicht ernst genommen wurden? Opfer von struktureller Ungleichheit wurden? Ihre Stimme nicht erheben konnten?
10 Jahre sind nicht sonderlich viel, und ja, so anders wie heute war die Welt da nicht, und dennoch war sie je nach Lebenssituation für viele Betroffene ganz anders. Alleinerziehende Mütter hatten es vor 10 Jahren noch schwerer als heute - auch wenn es nach wie vor eine immense kaum zu bewältigende Aufgabe ist. Alleinerziehende Väter waren noch eine vermeintliche Randerscheinung, etwas so skurriles, dass man sie in Überlegungen nicht einbeziehen müsse weil das ja eigentlich nicht so sein sollte - auch hier sind wir heute zum Glück ein paar Schritte weiter.

Bei einem groben Blick scheint es nicht so, als wäre die Welt vor 10 Jahren so stark anders gewesen. Wenn man sich aber Fälle im Detail anschaut merkt man doch, wie homogen die Gesellschaft agiert hat bzw. agieren sollte und wie schwierig es sein konnte, hier abzuweichen.

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generell eine gute Frage, bezüglich deines Beispiels aber einfach zu beantworten: weil Spannungsfelder entstehen.
Du scheinst eine Impfpflicht zu befürworten. Viele andere tun das nicht, da neben den gesundheitlichen auch politische Folgen drohen, die potenziell sehr schädlich sein können.
Das demokratische Miteinander ist geprägt von Spannungsfeldern. Freiheit und Sicherheit, ein Beispiel. Wer die absolute Sicherheit will, muss die Freiheit opfern. Wer die absolute Freiheit möchte, muss die Sicherheit opfern. Und diese Spannungsfelder müssen diskutiert und ernst genommen werden, ansonsten können wir der Demokratie gleich den Todesstoß versetzen.
Ich finde es beispielsweise verheerend, eine Impfpflicht einzuführen. Bin strikt dagegen, ungeachtet der Situation. Gilt dein Wort nun mehr als meines? Nein, wir haben beide eine Meinung und das ist in einer demokratischen Gesellschaft auch essentiell, der Pluralismus ist die Grundvoraussetzung.
Das heißt aber auch, dass die Regierungen nicht tun können was sie wollen, Kontroversen müssen sehr sorgfältig beobachtet werden und Entscheidung anhand dieser Kontroversen überdacht werden. Hinzu kommen weitere wichtige Punkte, wie das Grundgesetz. Beim Recht auf körperliche Unversehrtheit hat man sicherlich nicht daran gedacht, dass eine weltweite Pandemie ausbrechen könnte die uns dazu veranlasst, eine Impfung per Gesetz durchzusetzen. Ist das nun aber Grund genug, das Grundgesetz hier auszuhebeln? Wer vermag das zu entscheiden? Es ist eben nicht so einfach, wie es in einem autoritären Staat sein könnte. Ein Diktator könnte hergehen und sagen "wir sperren jede infizierte Person weg und verbrennen sie". Einfache Lösung, effektiv. Möchte man in so einem Staat aber leben? Zumal wir uns beim Thema Covid und Covid-Impfstoffe auf wissenschaftlich sehr wackliger Basis befinden, denn die empirische Forschung in diesem Bereich ist quasi nicht existent, da es schlicht an Zeit mangelt, um nach wissenschaftlichen Standards vorzugehen.
Was uns teilweise als wissenschaftliche Studien bezüglich Covid verkauft wird sind nichts anderes als Umfragen. Das würde ich auch nicht kritisieren, wenn man das transparent kommunizieren würde, es wird aber der Anschein erweckt, als wäre so eine eindeutige wissenschaftliche Basis vorhanden. Wer mit Wissenschaft zu tun hat weiß, dass das nach 1-2 Jahren eigentlich unmöglich ist ohne dass die wissenschaftliche Qualität darunter leidet. Und hierfür gibt es auch genügend offensichtliche Anhaltspunkte: jedes Bundesland fährt eine eigene Schiene, obwohl alle von Experten und Expertinnen beraten werden. Wie kommt das? Schlicht, weil man keine Basis hat auf die man sich stützen könnte bzw. die vorhandene Basis nicht ausreichend ist.
Die Stiko hat Monate nachdem man geimpft hat, nachdem knapp 70% der Bevölkerung geimpft war festgestellt, dass unter 30jährige nur noch den Biontech Impfstoff erhalten sollten aufgrund von Komplikationen bei anderen Impfstoffen. Auch hierbei zeigt sich wieder die mangelnden Informationen. Das ist völlig logisch und nachvollziehbar, schlimm wird es erst dadurch, dass man das nicht transparent gestaltet sondern immer so tut als wüsste man bescheid. Das schafft Misstrauen, Frust und Wut, abgesehen von der Verdrossenheit gegenüber der deutschen Politik.

Das sind nur einige Aspekte um dir aufzuzeigen, dass es sehr schwierig ist in der aktuellen Situation auf den Tisch zu klopfen und zu sagen "so wird es gemacht, das ist das Beste!". Natürlich kann man sich Dinge abschauen und es ist auch völlig klar, dass die deutsche Politik komplett versagt hat in den letzten Monaten, aber auch Vergleiche sind nicht 1:1 anwendbar. Ein Land mit der gleichen Bevölkerung aber einer geringeren Bevölkerungsdichte hat sicherlich bei der selben Politik geringere Inzidenzen. Es spielen hierbei einfach zu viele Faktoren eine Rolle.
In Schutz nehmen möchte ich den deutschen Kurs damit nicht - wie gesagt, das ist für mich totales Versagen. Aber die Komplexität dahinter soll hiermit beleuchtet werden, und aufgezeigt, dass es eben nicht so eindeutig ist wie von vielen angenommen.

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also da sind natürlich sehr starke Verallgemeinerungen drin, ich hoffe das ist dir bewusst und du weißt auch, dass die Welt nicht so einfach funktioniert.
Aber um auf das "Problem" einzugehen: Filme sollen nie die Realität abbilden bzw. nicht die Filme, die kommerziell angelegt sind. Diese Filme wollen Leute ins Kino locken und dafür nutzt man natürlich alle Mittel, die man eben hat. Sex sells ist eine der ältesten Wahrheiten der Menschheit, hat schon immer funktioniert und funktioniert auch heute noch. Wenn man also Außenseiter darstellen möchte tut man das natürlich trotzdem mit gutaussehenden Schauspielern, man bedient sich dem Stereotyp "Nerd" dabei oft, allerdings nicht der übergewichtige Nerd, der einmal im Monat duscht, sondern eben der eigentlich total nette und süße Nerd, der es einfach nicht schafft Anschluss zu finden (Hinweis: das sind natürlich Stereotypen!) weil er eben in seiner eigenen kleinen Videospiel- Film- Comicwelt lebt.
Diese Charaktere sollen aber natürlich trotzdem Zuschauer anlocken, daher: optisch ansprechend. Hinzu kommt, dass sie als Vorbilder bzw. Identifikationsobjekt dienen sollen. Sie sollen diesen "so möchte ich sein" Effekt auslösen.

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selbstverständlich, ich bin froh einen Kreis aus Leuten um mich zu haben in dem verschiedene Ansichten hierzu bestehen. Nichts schlimmeres als in einer Blase der Selbstbestätigung zu stecken, weil alle im Bekanntenkreis alles gleich machen...

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nein, weil....

sie sind eher das Gegenteil von christlich. Politik stets für diejenigen, denen es gut geht. Wobei, das Vorbild Kirche haben sie gut adaptiert: ausbeuten was das Zeug hält und dafür sorgen, dass die Reichen es gut haben.

Dazu kommt die völlig rückschrittliche und destruktive Politik der letzten 16 Jahre. Die CDU hat vor 16 Jahren einen Kurs eingeschlagen, mit dem man auf eine Mauer zufährt und haben sogar noch zusätzlich Gas gegeben. Jetzt, 16 Jahre später, stehen andere Parteien in der Kritik weil es heißt "ihr und eure Ideen bringen uns nicht um die Mauer herum". Glücklicherweise haben wir es dennoch knapp geschafft, uns von der CDU als Regierungspartei zu verabschieden, ansonsten würden wir unausweichlich gegen die Mauer fahren und dabei würde die Mehrheit auch noch jubeln.

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Fake News sind tagtäglich im Umlauf und haben große Auswirkungen. Vor der Bundestagswahl beispielsweise wurden die Kanzlerkandidat*innen oft Opfer von Fake News, was auch einen Einfluss auf die Beliebtheit bzw. Umfragewerte hatte.
Am meisten musste Frau Baerbock darunter leiden sowie ihre Partei. Da gingen Fake News beispielsweise herum über angebliche Nacktbilder der Kanzlerkandidatin, oder dass die Grünen Einfamilienhäuser verbieten möchten und solcherlei Dinge. Aber auch die anderen Kandidaten haben mit Fake News zu kämpfen gehabt.

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Ich bin geimpft & verstehe aber Ungeimpfte.

bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir den ersten Impfstoff haben der nicht genbasiert ist habe ich volles Verständnis für jeden Menschen der sich nicht impfen lässt, insbesondere da bei bleibenden Nebenwirkungen niemand dafür aufkommt.

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Sehe ich Neutral

ich sehe als Übertretung meiner Rechte, mir darüber ein Urteil zu bilden. Andere haben genauso Persönlichkeitsrechte wie ich auch und es ist nicht an mir, hierüber zu urteilen oder Entscheidungen zu treffen oder mich sonst in irgendeiner Form negativ einzumischen. Ich habe die Freiheit über mich selbst zu entscheiden und so steht das auch allen anderen zu.

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Sofern du "derzeit" als "in Pandemiezeiten" definierst: das BVerfG hat sich in der Pandemie leider sehr ruhig verhalten. Es gingen viele Klagen gegen Beschlüsse ein, die nach Verfassung durchaus diskutabel sind, das BVerfG hat hierbei seine Aufgabe aber vernachlässigt und dreist alles abgeschmettert. Vorgeworfen wird dem BVerfG vor allem, dass es die Pandemie aussitzen möchte und den Weg des geringsten Widerstandes geht, da es sich nicht traut, die Regierung in die Schranken zu weisen. Genauer gesagt wird also kritisiert, dass das BVerfG politisch strategisch vorgeht anstatt das zu tun, wofür es da ist: neutral zu urteilen. Die Strategie: wenn wir Beschlüsse der Regierung als unrechtens verurteilen, würden wir den Handlungsspielraum der Regierung einschränken bzw. ihr Steine in den Weg legen, um aber die Pandemie effektiv bekämpfen zu können braucht die Regierung Spielraum.
Politische Strategien sind aber wahrlich nicht Sache des BVerG, man könnte also kritisieren, dass das BVerfG seine Aufgaben nicht ausführt und seinem Sinn nicht nachkommt.
Manchmal hört man auch als Vorwurf die mangelnde Objektivität bzw. dass Richter persönlich involviert seien in politische Entscheidungsprozesse und dadurch ihrer Pflicht nicht nachkommen können. Grund hierfür sind bekanntgewordene Gespräche bzw. Meetings zwischen BVerfRichtern und Regierungsangehörigen.

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Ich denke damit kann man derzeit nicht rechnen.

Das ist natürlich eine sehr blöde Situation in der du dich befindest, das klingt nach einer starken Phobie. Da kann man natürlich sagen was man will, die ist eben da und macht dir das Leben schwer in der Hinsicht.
Wenn du die Impfung unbedingt möchtest, könntest du es mit einer Therapie versuchen. Ansonsten bleibt es dir natürlich offen, die Impfung einfach abzulehnen. Noch sind wir ja nicht so undemokratisch, dass wir eine Impfpflicht einführen.

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weil wir ein freiheitlich demokratischer Staat sind und aus dieser Sicht eine Impfpflicht höchst umstritten ist. Viele - mich eingeschlossen - halten das für einen ungerechtfertigten staatlichen Eingriff der je nach Argumentation sogar gegen das Grundgesetz verstößt. Wir sprechen hier nicht davon, dass man rauchen in Innenräumen verbietet, wir sind auf einem ganz anderen Level bei der Impfpflicht.
Aus ethischer Sicht MUSS das also diskutiert werden und ist nicht eindeutig.
Hinzu kommt, dass die Impfung nicht risikofrei ist.
Findest du es in Ordnung, wenn du die eine Person aus vielen Tausenden bist, die dauerhafte Lähmungen von der Impfung davonträgt und du weder die Firma vom Impfstoff noch die Regierung zur Verantwortung ziehen kannst? Auf einmal stehst du da, kannst nicht mehr laufen und von der Regierung heißt es "Pech gehabt", und das nur weil du dazu gezwungen wurdest? Nein, das ist keine Schwarzmalerei, das ist ein Beispiel wie es schon vorgekommen ist - allerdings ohne Impfpflicht sondern aufgrund der freiwilligen Impfentscheidung. Du musst dein Leben umkrempeln, trägst unvorstellbare Kosten um barrierefrei deinen Alltag meistern zu können und das ist das Ergebnis einer staatlichen Anordnung. Ich finde das nicht in Ordnung, egal ob es einer aus Millionen oder einer aus Milliarden sein mag.

Hast du dich mal gefragt, wieso das Tragen eines Fahrradhelmes gesetzlich nicht streng durchgesetzt wird? Das Tragen eines Helmes schützt dich bzw. deinen Kopf bei einigen "Arten" von Unfällen. Es gibt aber auch Unfälle, bei denen er hinderlich ist und dich sogar verletzen kann. Der Staat kann hierbei nicht die Bevormundung übernehmen und sagen "so musst du es machen", daher ist man bezüglich der Helmpflicht auf dem Fahrrad sehr tolerant.
Ähnlich verhält es sich mit solchen Eingriffen wie einer Impfpflicht.
Maximal könnte man darüber nachdenken, wenn wir eine ausreichende Auswahl an Impfstoffen haben, und eventuell in manchen Berufsfeldern eine Pflicht erwirken. Ich fände es dennoch falsch, halte es aber für möglich. Bisher - ausschließlich genbasierte Impfstoffe - wäre das eine bodenlose Frechheit und würde sicherlich Verfassungsklagen mit sich bringen (wobei es das sowieso würde, unabhängig der Impfstoffe).

Über die Impfung hinaus hat das natürlich politische Konsequenzen. Es ist ein eher autoritärer Schritt und so etwas beeinflusst einen Staat immer, völlig egal worum es dabei geht. Und eines wird aus der Weltgeschichte klar: Freiheit verliert man immer Schrittweise.

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geflüchtete Menschen haben in DE ein Image-Problem. Ein Image, welches ihnen unfreiwillig aufs Auge gedrückt wurde. Für viele deutschen Bürgerinnen und Bürger bedeutet eine geflüchtete Person ganz lapidar gesagt ein Maul zu stopfen. Sprich, es herrscht das Bild, eine geflüchtete Person wäre eine Person, die von uns "Stammdeutschen" versorgt werden müsste.
Dass diese Menschen in aller Regel arbeitsfähig sind und sobald möglich auch anfangen, zu arbeiten und somit den Sozialstaat mittragen und die Rente der kommenden Generationen sichern, wird oft ausgeblendet. Leider dauert es teilweise 5 oder 6 Jahre (teils noch länger), bis eine geflüchtete Person hier in DE arbeitet, das liegt aber nicht am Unwillen sondern schlicht an den Gesetzen die das viele Jahre verhindern. Am Ende des Tages tragen aber auch ehemalig geflüchtete Menschen ihren Beitrag dazu bei, dass unser System am Laufen bleibt.

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Nein, das ist bitter nötig. Die Regierungen (Bund und Länder) haben durch diese Lage Sondervollmachten in einer Art, wie es sie nicht geben sollte und was vielen sicher nicht bewusst ist: nach Beendigung der epidemischen Lage kann die Regierung ein weiteres Jahr Vorgaben verhängen, daher finde ich es absolut korrekt das jetzt schon einzuleiten. Zudem ist es ja nicht so, als wäre das eine finale Entscheidung. Sollte die Situation es erfordern könnte man diese auch wieder für gültig erklären.

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die AfD ist alles andere als ehrlich, sie mag vielleicht eine der unehrlichsten Parteien sein die es gibt. Und das ist auch einfach zu begründen: die AfD ist eine rechtspopulistische Partei. Populistisch heißt ganz grob definiert, dass sie das sagt, was ihre Wählerschaft hören möchte. Genau definiert kann man beim Rechtspopulismus Eigenheiten wie die Anti-Establishment Haltung sowie die anti-Pluralismus Haltung herausarbeiten, aber grob gesagt versuchen sie der Wählerschaft zu gefallen. Demnach springen sie von Thema zu Thema so, wie es die Aktualität eben erfordert. Einen Fehler darf man gedanklich nicht machen: nur weil die AfD viele Menschen abschreckt, heißt das nicht dass sie ehrlich sind. Die Partei möchte gewisse Menschen gar nicht an Bord holen, denn diese Menschen werden als Feindbild genutzt, stattdessen möchten sie diejenigen, die gegenüber Extremismus bzw. Radikalismus nicht verschlossen sind an sich binden und immer weiter radikalisieren.

Ein Beispiel, frei zitiert nach Alexander Gauland zu einem Moderator in einem Interview: "Sie argumentieren mit dem Durchschnitt, wir argumentieren mit den Ausreißern". Wenn die AfD von einer Islamisierung spricht oder davon, dass der Kölner Dom irgendwann eben die Kölner Moschee wird dann hat das NICHTS mit Wahrheit zu tun und das weiß die Partei auch, das ist Panikmache und Radikalisierung vom feinsten, da sie ganz genau weiß, dass sie illegitim wäre wenn sie sich an Wahrheiten halten würde.

Zum Rechtspopulismus und die Rhetorik dahinter hier ein paar Möglichkeiten zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=ypBWnSQ7UTA - ein Dozent der TU Dresden spricht über Rechtspopulismus. Falls dir der Vorlesungsstil nicht liegt:

https://www.youtube.com/watch?v=vhakO1R-Fxk - eine sehr schöne Erklärung zum Populismus.

https://www.youtube.com/watch?v=96J1tMMymHE - ein weiteres Beispiel, allerdings vom ÖR, falls du dich darauf einlässt ist aber auch das eine tolle Ergänzung.

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Leider ja. Und ich finde es unglaublich beschämend mal zu sehen, wie sich unsere Gesellschaft wenn es mal ein wenig ernster wird gegenseitig angreift.
Corona wird irgendwann kein Thema mehr sein, was aber bleibt sind unglaubliche Wunden die wir dem gesellschaftlichen Leben angetan haben.
Vor einigen Jahren konnte ich noch über die USA lachen, darüber, wie sie kurz vor einem modernen Bürgerkrieg standen nur weil man unterschiedliche Präsidenten unterstützt.
Heute sind wir keinen Deut besser, es ist einfach nur beschämend.

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moralische Grundsätze sind doch immer nur ein Aushängeschild. Die WM in Brasilien hat niemanden gestört und sie wird auch sonst wo kaum jemanden stören. Man schreit natürlich immer gerne in die Welt hinaus wie beschämend das doch alles sei, nachher sitzen trotzdem wieder alle da und finden Ausreden wie "die Nationalmannschaft kann ja letztlich nichts für, und die will ich trotzdem unterstützen".
Weltmeisterschaften bedeuten seit Jahrzehnten Ausbeutung und Sklaverei an ganz verschiedenen Orten, nur hat man sonst nicht so einen reaktionären Pulk hinter sich versammelt.

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