Sollte ich die "Anhörung im Bußgeldverfahren" ignorieren?


18.01.2022, 02:10

Vielen Dank für die vielen tollen Antworten. Ich kann euch sagen, dass ich in dieser Sache einen Tunnelblick hatte. Ich bin so ein gesetzestreuer Mensch. Aber hey, Ich bin zu schnell gefahren und wurde zum ersten Mal in meinem Leben erwischt.

Dann habe ich etwas über die Polizei gelernt. Ich lernte, dass die Polizei in Deutschland es liebt, dass die Menschen sie fürchten. Meine Reaktion, ein Geständnis ablegen zu wollen, war natürlich, und ich lernte, dass die Polizisten das sehr gut wissen. Sie wollten mich schuldig machen, damit ich etwas sage, damit sie die Strafe erhöhen können. Deshalb würden alle Anwälte, die den Fall auch kennen und schon hunderte Male erlebt haben, die Leute anflehen, die "Anhörung im Bußgeldverfahren" nicht zu schicken.

Ich wähle die Antwort von "Lkwfahrer1003" als die beste Antwort. Er spricht über seine wirklichen Erfahrungen und ich liebe es. Jeder Satz, den er gesagt hat, enthält tolle Informationen. Ich weiß nicht, ob er Deutscher ist oder nicht, da sein Deutsch vielleicht nicht perfekt ist, aber ich habe ihn als beste Antwort ausgewählt.

Warum sollte die Polizei etwas beweisen müssen wenn du die Tat gar nicht abstreitest?

Das ist mir völlig egal... Ich will nur wissen, dass meine Entscheidung richtig war...

Wenn dir das egal ist, warum schreibst du dann:

Das Einzige, was ich befürchte, ist, dass die Polizei jetzt Schwierigkeiten hat, zu beweisen, dass ich es war, der gefahren ist

?

Ich möchte wissen,ob meine Entscheidung gut ist. Ich bin besorgt über die zusätzlichen Kosten und darüber, von der Polizei vorgeladen zu werden und NICHT über die Geldstrafe.

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Den kannst du bedenkenlos ignorieren!

erhält man eine Anhörung im Bußgeldverfahren steht du für die Behörde schon fest ! Es ist also irrelevant ob du ihn zurückschickst oder nicht !

jedoch können deine Angaben sehr schnell relevant werden wenn du unüberlegtes schreibst ! Da kann von einer fahrlässigen Begehung schnell auf vorsätzlich geschlossen werden .

darum raten viele den Bogen nicht zurückzuschicken sofern die Personenbezogenen Daten stimmen !

Man hat das Recht zu schweigen , dieses sollte man auch wahrnehmen !

Sie sehen, jede Website in Deutschland sagt das Gleiche: "senden Sie niemals diese "Anhörung im Bußgeldverfahren"!"

Jeder sagt das, aber das reicht Dir nicht.

Ich möchte die beste Entscheidung treffen und kann mich nicht auf diese widersprüchlichen Informationen stützen...

Wenn es jeder sagt, wo ist da der Widerspruch?

das hat mir das Leben zur Hölle gemacht....

Na dann, viel Spaß noch, wenn Du mal vor der Entscheidung stehst, nach links oder rechts abbiegen zu müssen.

Wenn du es abstreitest bzw den Anhöhrungsbogen nicht zurück schickst wird man natürlich weiter ermitteln.

Man wird sich z. B die Führerscheinfotos von dir und nahen Verwandten angucken oder auch bei dir zu Hause auftauchen und z. B deine Nachbarn Fragen.

Vieleicht kommst du so davon , deshalb raten Anwälte dazu nichts zu sagen . Allerdings kannst du in Zukunft dann damit Rechnen ein Fahrtenbuch zu führen.

Da es dir nicht im die Geldstrafe oder den Punkt geht, war deine Entscheidung in meinen Augen unsinnig. Nun kommen ggf. weitere Kosten und u.U. ein Besuch von Polizeibeamten zur Fahrerermittlung dazu.

Wenn du das Bußgeld anfechten möchtest, solltest du fristgerecht Widerspruch einlegen und einen Rechtsbeistand mit der Vertretung bevollmächtigen.

Woher ich das weiß:Beruf – Polizeibeamter im gehobenen Dienst seit 2017
Ich möchte wissen,ob meine Entscheidung gut ist. Ich bin besorgt über die zusätzlichen Kosten und darüber, von der Polizei vorgeladen zu werden und NICHT über die Geldstrafe.

Es gibt keine zusätzlichen Posten. Nicht reagieren -> du bestätigst den Tatvorwurf wie gemacht und dann kommen die kosten auf dich zu die vorgesehen sind.

Was möchtest Du wissen?