Soll der Religionsunterricht (in Bayern) für alle außerhalb der Schule stattfinden?

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10 Antworten

Pro: mit Schule verbinden Schüler meist etwas Langeweiliges, Nerviges etc. Wenn man den Religionsunterricht in ein anderes Ambiente, als das der Schule, verlegt, kann Interesse und "Begeisterung"(Religion ^^) leichter geweckt werden

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Kommentar von Toqra
02.01.2016, 12:33

Das ist gut, danke

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Jeder Religionsunterricht muss – außerschulisch – kontrolliert werden! Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die katholische Kirche massiv auf die Gründungsmütter und -väter des Grundgesetzes eingewirkt, neben Gottesbezug und Kirchensteuern auch noch den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ins Grundgesetz aufzunehmen. Mittlerweile gelten diese Rechte – nach dem Ergebnis einer Doktorarbeit – als „verfassungswidrige Verfassungsrechte“, da sie in einem unüberbrückbaren Gegensatz zu anderen Grundgesetzartikel stehen, z.B. zur Weltanschauungsneutralitätspflicht. Es ist jedoch z.B. praktisch unmöglich, allen der vielen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen jeweils ihren eigenen speziellen Weltanschauungsunterricht zu geben, egal ob z.B. christlich, islamisch oder atheistisch! Weltanschauungsunterricht darf und soll jedoch in außerschulischen Weltanschauungsgebäuden unter staatlicher Kontrolle menschenrechtskonform stattfinden. Um religiösem Extremismus vorzubeugen, soll inner- und außerschulisch zur Pflicht gemacht werden, wahrheitsgemäß zu vermitteln, dass sämtliche so genannte „Glaubenswahrheiten“ unbewiesen sind!

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Den Religionsunterricht außerhalb der Schule stattfinden zu lassen steht ein juristisches Problem im Wege. Nach Art. 47 Abs. 1 BayEUG sowie der bayerische Landesverfassung besteht die Verpflichtung einen Ethik Unterricht anzubieten wenn kein Religionsunterricht an der Schule stattfindet.

Daher könnte deine Frage nur lauten, statt Religion verpflichtend einen Ethikunterricht für alle einzuführen.

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Ja. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er ein Fach wie Religion oder Ethik haben möchte. Durch den Religionsunterricht wird die Religion (aus eigener Erfahrung) oft eher negativ dargestellt.

Andererseits gehört sowas irgendwie auch zum Allgemeinwissen. Man sollte schon wissen, warum z.B. Weihnachten gefeiert wird. Das reicht meiner Meinung nach aber auch. Wer mehr wissen möchte, könnte dann ja Religion wählen.

Negativ: Wäre es außerhalb, würden es wahrscheinlich weniger Schüler wählen.

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Kommentar von FSM202
02.01.2016, 18:52

Ist es etwas negatives, wenn sich weniger Schüler indoktrinieren lassen?

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Außerhalb der Schulen halte ich das für schwierig, da derzeit viele Sekten ihr Unwesen treiben und Eltern nicht immer wissen, welche da gerade am missionieren ist. Christliche Fundamentalisten sind nicht grade ungefährlich. In den Schulen weiss man, welche Konfession Unterricht erteilt und dass der Lehrplan mit der Regierung abgestimmt ist.

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Kommentar von marylinjackson
02.01.2016, 18:01

Dem Fragesteller ging es nicht um Sekten oder Fundamentalisten, sondern um die Vermittlung christlicher Grundwerte in der Schule oder in kirchlichen Räumen im Rahmen einer Unterrichtsstunde.

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??? Warum....???

Unsere deutsche Kultur beinhaltet eine Vielzahl von christlichen Werten. Dazu kommt, die Mehrzahl der deutschen sind christlichen Glaubens. 

Folglich kann der Religionsunterricht auch in Form der Allgemeinbildung in der Schule praktiziert werden.

Womit ich übereinstimme, dass andere Konfessionen gerne auch ausserschulisch gelehrt werden können. Dies klappt bei dern orthodoxen Kindern schon seit Jahrzehnten wunderbar und erfolgreich.

Nehmen wir z.B. den griechischen Bevölkerungsanteil in Deutschland. Der überwiegende Teil der griechischen Kinder besucht nach der regulären Schule noch das Lyzeum. Dort findet dann unter anderem auch orthodoxer Religionsunterricht statt. 

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Am besten sollte gar kein Religionsunterricht außerhalb der Schulen stattfinden, für niemanden. In den Schulen hat man wenigstens noch die Möglichkeit, zu kontrollieren, was da vermittelt wird.

Und am besten sollte der schulische Religionsunterricht auch nicht konfessionsgebunden sein. Alle Schüler sollten zusammen das wichtigste über alle größeren Religionen lernen.

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Kommentar von marylinjackson
02.01.2016, 17:57

Lehrer werden nicht kontrolliert, was sie den Kindern vermitteln. Was da manchmal heraus kommt, ist einfach hanebüchen.

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Hallo Toqra,

ist es nicht auch interessant zu hinterfragen was Gott in der Bibel fordert?

Wem hat er die religeuse Erziehung übertragen?

Vor Alters:

5. Mose 6:6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

Neues Testament:

Epheser 6:4 Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung . . .

Wer wem etwas zu sagen hat wird auch in der Bibel beschrieben. Zusammenfassen kann man sagen, das die religiöse Erziehung vom Gott der Bibel den Eltern übertragen ist und dese dafür die Verantwortung vor Gott tragen. Dieser Verantwortung können sie sich im Grunde nicht entziehen und das einfach so dem Staat überlassen.

Außerdem gilt das Grundgesetz der BRD für alle Religionen - aber verbeamtet Geistliche gibt es nur für bestimmte Religionen, was geschichtlich bedingt ist, aber rechtlich problematisch ist.

Das als Diskussionsbeitrag mit besten Grüßen

JensPeter

 

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Kommentar von Toqra
03.01.2016, 14:00

Wenn ich das richtig verstanden habe, sagt man Bibel also, dass die Eltern für die religiöse Erziehung verantwortlich sind?

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Contra: unnötiger Aufwand, es passt so wie es ist, Zeitverschwendung (Anfahrt), oft nachmittags, zusätzliche Räume
Pro: weiß ich nichts

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Kommentar von Toqra
02.01.2016, 12:53

Na, das hast du falsch verstanden.
Es ist unabhängig der Schule, also die Schule unterrichtet keinen Religionsunterricht mehr

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Ja.

Das funktionierte bereits in der DDR komplikationslos.

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