Sind Haustiere (Hunde) im Islam verboten?

12 Antworten

Hallo,

Hunde gelten im Islam als unrein – ihre Haltung wird daher abgelehnt. Das "unrein" bezieht sich aber nicht auf "schmutzig" ...

So steht es in den Ausführungen des Propheten. Im Koran, den Allah seinen
Gläubigen gegeben hat, stehen viele sehr positive Dinge über Hunde. Es wird
sogar als richtig angesehen, das zu essen, was der gut trainierte Hund fängt
und seinem Herrn als Speise bringt.....macht das Sinn, wenn sein Speichel
angeblich als unrein betrachtet wird?

Du findest Stellen im Koran, in denen gute Gläubige mit ihren Hunden im Haus
schlafen. Eine Stelle, wo beschrieben steht, Hunde gehören nicht ins Haus,
suchst du jedoch vergeblich. Hunde sind natürliche Begleiter der Menschen. Dies ist auch im Koran nicht anders.

Die Vorurteile und die Ablehnung gegen Hunde beruhen auf einigen missverstandenen und falsch ausgelegten Hadithen (das sind die Aussagen und Berichte des Propheten Mohammed innerhalb des Korans) und den daraus entstandenen Traditionen.

(Mohammed war übrigens Katzenliebhaber und wie viele Katzenliebhaber, hatte er scheinbar etwas gegen Hunde.)

Die Sichtweise einer Religion ist immer eine sehr subjektive Sache - da muss jeder selbst wissen, ob er absolut "wortgläubig" ist oder aber manche Ge-
und Verbote auch nach ihrem Sinn in der heutigen Zeit hinterfragt.

Um die Entstehung und die Tradition dieser Ge- und Verbote einmal zu erläutern:

Es gab in grauer Vorzeit noch keinerlei Massenkommunikationsmittel. Wollte ich meine Bevölkerung z.B. vor tödlichen Gefahren schützen, dann gab es nur ein Mittel, die Masse sicher zu erreichen: man musste es über die Religion machen, denn diese wurde von allen praktiziert und verbreitet:

Warum also gelten Hunde "unrein" und der Speichel "giftig"?

Die Antwort ist ganz simpel: Die TOLLWUT, die damals gang und gäbe war - verbreitet sich durch den Speichel des Hundes bei einem Biss. Beste Lösung: man erkläre Hunde als unrein und den Speichel als giftig (was ja auch im Hinblick auf diese Krankheit absolut richtig ist) - also in damaligen Zeiten ebenso einfach wie effektiv.

Ebenso simpel ist die Erklärung, warum kein Schweinefleisch gegessen wird. Weil Schweine eine für den Menschen häufig tödliche Krankheit (= Trichinen) trugen, gegen die es damals keine Behandlung gab - beste Lösung also: Verbot des Verzehrs - einfach und absolut effektiv.

Und wenn man sich anschaut, welche verheerenden Wirkungen der (übermäßige) Alkoholgenuss mit sich bringt und wie viele Menschen ihn trotzdem übermäßig konsumieren - ja, dann würde ich auch hingehen, und einfach den gesamten Alkoholgenuss verbieten (per Religion) - einfach und absolut effektiv.

Heute ist man klüger und weiß um naturwissenschaftliche Zusammenhänge.

Und bevor die positiven Aussagen im Koran in Zweifel gezogen werden:

"Während ein Mann unterwegs war, spürte er starken Durst. Er kletterte in einen Wasserbrunnen hinab und trank daraus. Als er wieder draußen war, sah er einen Hund, dessen Zunge heraushing und vor starkem Durst den Sand fraß. Der Mann sagte zu sich: »Der Hund wurde vom starken Durst genauso befallen wie ich.« Er füllte dann seinen Schuh mit Wasser, hielt diesen mit seinem Mund fest, kletterte hinauf und tränkte den Hund damit da dankte ihm Allah dafür und vergab ihm (seine Sünden)." (Hadith sahih bei Buchari, dtsch. Ausg., Nr.2363)

Hunde haben sogar das Recht, ins Paradies zu kommen. In der Siebenschläferlegende (18 Al-Khaf) bewacht ein Hund namens Kitmir den Schlaf der Siebenschläfer (die sieben Heiligen, die in einer Höhle Schutz suchen). Dieser Hund wurde dafür mit dem Einlass ins Paradies belohnt.

Die angesprochene Sache mit den Speisen, die ein Hund bringt:

"Sie fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sprich: "Alle guten Dinge sind euch
erlaubt; und was ihr die Jagdtiere gelehrt habt, indem ihr  sie zur Jagd
abrichtet und sie lehrt, was Allah euch gelehrt hat." Also esset von dem,
was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen darüber aus. Und fürchtet
Allah; denn Allah ist schnell im Abrechnen. (5/4)

"Eine gute Tat an einem Tier ist so gut, als ob einem Menschen Gutes getan wurde. Dagegen ist eine grausame Tat gegenüber einem Tier genau so schlimm, als ob man gegenüber einem Menschen grausamwäre."  Buch 6, Kap. 7, 8:178)

"Wer zu den Geschöpfen Gottes gütig ist, ist gütig zu sich selbst." Sure 24:41

"Kein Getier gibt es auf der Erde, keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen
dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. Nichts haben wir in
dem Buch ausgelassen. Zu ihrem Herrn sollen sie dann versammelt werden."

"Manche sagen: «(Sie waren ihrer) drei, ihr vierter war ihr Hund», und (andere) sagen: «(Sie waren) fünf, ihr sechster war ihr Hund», indem sie herumraten im Dunkel, und (wieder andere) sagen: «(Sie waren) sieben, ihr achter war ihr Hund.» Sprich: «Mein Herr kennt am besten  ihre Zahl. Niemand weiß sie, außer einigen wenigen » So streite nicht  über sie, es sei denn durch zwingendes Beweisen, und suche nicht Kunde über sie bei irgendeinem von ihnen. 18:21

Bedeutet ja wohl, dass Hunde rein genug sind um Teil dieser heiligen Gruppe zu sein?

18.8. Du könntest sie für wach halten, aber sie schlafen; und Wir ließen sie sich auf die rechte Seite und auf die linke Seite drehen, während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckte. Hättest du sie so erblickt, hättest du gewiß vor ihnen die Flucht ergriffen, und es hätte dir vor ihnen gegraut. (Hunde also im Haus, denn die Schwelle gehört dazu)

Und noch eine Überlegung: Wenn Engel kein Haus betreten, wenn ein Hund sich darin befindet - gilt das für eine Moschee nicht?

bukhari Buch 4 Hadith 172

"Während der Lebzeiten des Gesandten, pflegten die Hunde in der Moschee
rumzulaufen und zu urinieren. dennoch haben sie nie Wasser darauf getan
..."

Dies alles nur als Erklärung – woran jeder glaubt und wie wortgläubig jemand seine Religion nimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

Nur ist es scheinbar häufig auch so, dass diese „Wortgläubigkeit“ nicht immer durchgehalten wird, denn merkwürdig ist es schon, dass im Koran auch geregelt wird, dass Sex nur innerhalb der Ehe erlaubt ist, er ansonsten ebenfalls haram ist - da dies den Männern nicht wirklich "entgegenkommt" - wird das aber scheinbar nicht so eng gesehen.

Gutes Gelinen

Daniela

20

dsupper, ist es nicht so das schwarze Hunde im Islam als unrein (Haram) gelten?

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Das Halten von Hunden haram und es ist eine große Sünde, weil demjenigen, welcher einen Hund hält, täglich zwei Karat(große Menge) von seinen guten Taten abgezogen werden. Eine Ausnahme in der Hundehaltung sind die Hunde für die Landwirtschaft, für das Hüten von Vieh und für die Jagd.

Der Gesandte Allahs sagte: „Wer immer einen Hund hält, von dem wird täglich ein Karat (ein riesiger Berg) seiner guten Taten abgezogen,
mit Ausnahme eines Hundes, der zum Zwecke der Landwirtschaft oder dem Hüten von Vieh gehalten wird.” Sahih Buchari, Nr. 2197

Der Gesandte Allahs sagt: „Wer immer einen Hund hält, der nicht zum Jagen, Hüten des Viehs oder für die Landwirtschaft benutzt wird, dem werden täglich zwei Karat seiner guten Taten abgezogen.” Muslim, Nr. 2974

Ibn Maajah (3640) berichtet von ‘Ali ibn Abi Taalib (radiayaAllahu anhu) dass der Prophet sagte: „Die Engel betreten kein Haus, worin sich ein Hund oder ein Bild befinden.”

42

Der Gesandte Allahs sagte: „Wer immer einen Hund hält, von dem wird täglich ein Karat (ein riesiger Berg) seiner guten Taten abgezogen, ...

Eine lächerliche Begründung, dafür, es "genau wissen zu wollen".

Wie kleingeistig müsste Allah sein, wenn er denken würde wie seine, nach Profit abwägenden Geschöpfe? Wie ungerecht wäre Allah, wenn er Teile seiner Schöpfung als "haram" bezeichnen würde? 

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63
@hummel3

@hummel3 - bitte im Islam nichts durcheinanderschmeißen: Es gibt den Koran - den Allah seinen Gläubigen gegeben hat - und es gibt, wie auch in diesem Falle, die Auslegungen des Propheten - das sind durchaus zwei völlig verschiedene Paar Schuh. Der Prophet war übrigens Katzenliebhaber - und mochte keine Hunde ...

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11
@hummel3

@hummel3

Allah ist weder kleingeistig noch ungerecht wie viele Menschen!

Aber Allah ist der Schöpfer von ALLEM und JEDEM auf dieser Erde. Natürlich hat er auch Hunde erschaffen. Und er hat dich und mich erschaffen. Und er hat Alkohol erschaffen. Einfach ALLES! Und einiges ist uns Muslime verwehrt. Na und?

Und er hat uns Muslimen befohlen, dass wir keine Hunde in unseren Wohnungen zum Spass usw. halten dürfen. Aber er hat uns erlaubt, Hunde als Hüter einer Schafherde einzusetzen, oder als Wachhunde auf unserem Bauernhof usw. Wo also ist Allah kleingeistig oder ungerecht, wenn er manches als Haram für uns Menschen bezeichnet. Er kennt sich schließlich besser aus als wir Menschen, was uns gut tut und was nicht. Er hat schließlich den Islam als unsere Lebensweise für uns Menschen ausgesucht!

Und meine Erfahrungen über Jahre zeigen sehr deutlich, dass Allah das sehr gut gemacht hat. Ein Mensch der sich an den Willen Allahs hält hat ein ganz tolles Leben. Ich kann das nur bestätigen. Immer wieder und jeden Tag aufs Neue.

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Das war sehr interessant, was dieser Islamist vor mir erwähnt hat.

... Also "kein Hund"

Ich als "nicht islamist", beziehungsweise kein Angehöriger irgendeiner Religion "Atteist" sage aber was ganz anderes...

Ein Hund ist ein ganz treuer Gefährte. Der folgt Dir bis in den Tod. Der macht alles für Dich. der ist Menschenbezogen.

Es gibt auch in der Bibel (Kristlicher Glauben)Stellen, die man sich aussuchen kann. Einmal heist es da... "man soll verzeihen und erbarmen haben." andererseits steht da auch "Mein ist die Rache..."

Also lasse Dich bloß nicht verrückt machen.

Auch der Koran stammt irgendwo von der ersten Bibel ab. So unterschiedlich sind Religionen wie Jüdisch, Christlich, Islam nicht.

ABER.... wichtig ist, das Du Deine eigene Meinung hast und Dir von keinem erzählen lässt, was Du zu glauben hast. Du sollst Deine eigene Meinung haben. Dafür lebst Du in Deutschland, weil Du hier alles sagen darfst, was Du willst.

In der Türkei ist das gerade nicht so.

Ein Hund ist ein liebes nettes Tier, welches sehr treu ist.

Den mit einer Religion zusammen zu bringen ist absurt.

Wie dunkel muss man eigentlich denken, um jemand anderen zu fragen, ob das ok ist?

Hast Du wirklich keine eigene Meinung? In Deutschland darf man die haben.

Mario

31

Es geht aber nicht um eigenen Meinungen! Bei der Mathematik gibt es ja auch keine Meinungen sondern nur richtige und falsche Ergebnisse. Er fragte nicht nach Meinungen sondern danach was der Islam dazu sagt.

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63
@Muslimhelper

Auch der Islam ist Auslegungssache - genau das hat der Prophet nämlich gemacht mit den Hadithen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass in jener Zeit alles nur mündlich überliefert wurde - aufgeschrieben wurde kaum etwas - das kam erst viel später.

Mach mal das Experiment und nimm 10 Menschen. Erzähle dem ersten eine längere Geschichte. Lass ihn diese nicht aufschreiben und 10 Tage später dem nächsten erzählen .... und so weiter.

Hört euch nach dem letzten die Geschichte an - die hört sich völlig anders an als sie ursprünglich verfasst war.

Bei jedem Weitererzählen kommen neue Dinge hinzu, eigene Auffassungen, eigene Darstellungen, eigene Interpretationen ... manchmal nur ganz gering, manchmal auch mehr ..

Und dann stell dir vor, wie dies über Jahrhunderte geschehen ist.

Außerdem wurden die Ge- und Verbote aufgrund des Wissens und der Lebensumstände der damaligen Menschen erstellt ... die Gründe dafür haben mit der heutigen Zeit wenig zu tun.

Wenn die Menschen nicht im Laufe der Jahrhunderte dazu gelernt und ihr Wissen erweitert hätten - lebten wir heute immer noch in der Steinzeit oder im Mittelalter. Merkwürdig, dass man in religiösen Dingen im Wissensstand von vor Hunderten von Jahren verharrt. Zumindest ist es im Islam so - das Christentum hat dazu gelernt ...

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Mfg

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