Schulprobleme: Ist die Pubertät schuld, was tun?

9 Antworten

Hallo Augusta,

mit 13 ist es für ihn an der Zeit selbst Verantwortung für seine Noten zu übernehmen - das scheint er ja auch schon zu machen, wenn er vor der Zeugniszeit noch einmal über seinen Schatten springt um sich zu verbessern.

Ich würde raten mit ihm zu sprechen und ihn direkt zu fragen, woran es liegt und was er denkt, was er tun könnte, um besser zu werden. Am Besten in dem Gespräch auf "Ich-Botschaften" achten und die Verantwortung an ihn abgeben.

Was möchte er später einmal beruflich machen? Welche Fächer machen ihm Spaß?

Dann wäre die zweite wichtige "Baustelle" sein Selbstbewustsein. Weißt Du, warum er schüchtern ist? Falls ja, kannst Du als Mutter das ändern? Oder gäbe es andere Möglichkeiten sein Selbstbewustsein zu steigern, z.B. Sport insbesondere Kampfsport. Kann er das öffentliche Sprechen üben (z.B. bei Familienfeiern oder in Freizeitaktivitäten, oder einen Kurs machen) - Du könntest ihn dazu anregen und Möglichkeiten schaffen.

Ich war als Teenager sehr schüchtern. Mir hätte es geholfen, wenn meine Eltern mir mehr positives Feedback und Aufmerksamkeit geschenkt hätten und mir hat es geholfen, dass ich als Hobby Jonglierte und selbst Auftritte organisierte.

LG und alles Gute!

Hourriyah

Da kann man leider nichts dran ändern.

Ich muss aus meiner Erfahrung sagen, dass ich bis zur 6. Klasse immer Lust auf die Schule hatte und immer meine 1 und 2 hatte und mein Zeugnis auch immer aus 1 und 2 bestand.

Aber seit diesem neuen 7. Schuljahr wurde bei uns alles schwieriger.

Vielleicht liegt es auch an neuen Lehrern und so weiter.

Ich spreche aus eigener Erfahrung: Letztes Jahr noch in Kunst auf Eins bei meiner Klassenlehrerin und jetzt auf 4 bei einer schwangeren Hexe.

Englisch von 1 auf 3 und Mathe von 2 auf 5..

Ich habe immer 1 und 2 in Mathearbeiten geschrieben, aber seit dem neuen Lehrer ab der siebten Klasse habe ich in der letzten Arbeit sogar eine Fünf dageboten.

Seit der siebten Klasse habe ich fast überall neue Lehrer, viel schlechtere Noten und ich muss sagen dann vergeht mir auch ziemlich die Lust an Schule.

Da hilft keine Nachhilfe oder sonstiges, seit August gibt es bei uns diese doofen Leistungskurse alles schwieriger und ganz viele neue Lehrer.

Da kann ich ihren Sohn verstehen dass die Leistung rapide hinunter geht, genau so ist dass auch bei mir momentan.

Da hilft vielleicht nur noch ein Schulwechsel, aber man hat dann halt auch einfach keine Lust mehr auf die Schule wenn sich so viel ändert und man eh nur noch schwache Leistung bringt.

Ich weiß nicht ob ich als 13 Jähriger die Lage noch etwas verdeutlichern Konnte und ihnen vielleicht helfen konnte aber so ist das momentan auch bei mir.

Liebe Grüße

Ich kann dir als Erwachsene echt nur einen wirklich gut gemeinten Rat geben: Versuche immer, in der Schule gut zuzuhören im Unterricht! Versuche auch immer, den Stoff zu verstehen! Das ist das A und O. Dann machst du noch ein paar Übungsaufgaben dazu oder schreibst dir auf Phase 6 Karteikärtchen, z.B. Geschichte, Chemie, Physik, Musik.... was auch immer.

Ach ja, nochwas: Kontinuität ist wichtig! Wenn du jeden Tag so ein bis zweieinhalb Stunden lernst, aber wirklich JEDEN Tag, dann müsstest du es doch schaffen! Alles Gute dir.

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@augusta12

Danke für ihren gut gemeinten Rat, aber Phase 6 und das zweieinhalb Stunden am Tag ist das nicht auch ein wenig übertrieben.

Man will ja auch noch etwas von dem Tag haben wenn man aus der Schule nach Hause kommt, das Leben kann so schön sein.

Da geht einem das Lernen auch manchmal da rein und da raus..

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Ich glaube ihr Sohn hat eher psychische Probleme.
Vielleicht ist er schwul?
Stumm?

Sie sollten ihn zu einem Psychologen schicken. Er braucht vielleicht einfach nur jemanden zum Reden. Und glauben Sie mir: mit Ihnen wird er höchstwarscheinlich nicht reden wollen. Ich bin selbst 15 und würde mit meiner Mutter NIE UND NIMMER über meine Sorgen reden, da ich sie nicht belasten möchte.

Ich sage Ihnen: Sorgen Sie sich in erster Linie um die Psyche Ihres Sohnes, dann um die Noten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen :)

LG
Simba

Danke für deine Antwort. Schwul ist er nicht und stumm auch nicht. Er spricht einfach wenig und ist auch schüchtern gegenüber Erwachsenen.

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Ach ja, noch was: Wie könnte ich mich um seine Psyche kümmern? Geht das vllt. auch ohne Psychologen? Hast du einen Tipp für mich, wie ich mit ihm umgehen könnte? Wie baut man einen Jungen auf? Ich bin eigentlich eine sehr verständnisvolle Mutter. Danke.

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Schwul nicht? Ich finde das ist ein Guter Gedanke, Transgender vielleicht... Sind sie sehr offen bei diesem Thema oder eher nicht? Sowas kann zum Problem werden...

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@DeanV

Nein, auch nicht transgender. Er mag Mädchen.

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@augusta12

Sind sie sich da ganz sicher? Man kann seine Sexualität recht gut verstecken. Und ich bezweifle, dass Ihr Sohn mit ihnen über dieses Thema spricht.

Ich empfehle Ihnen übrigends den Psychologen. Auch wenn sie vielleicht eine sehr offene Mutter sind, es ist besser er erzählt seine Sorgen einer andern Person. Ihnen wird er - höchstwarscheinlich - nicht die Wahrheit erzählen, geschweige Ihnen seine Probleme anvertrauen.

Jugendliche können Ihren Eltern von Ihren Schwierigkeiten erzählen. Wir wollen unsere Eltern nicht belasten und ihnen gegenüber stark usw. vorkommen.

Man koppelt sich in der Pubertät von den Eltern ab. Selbständig werden ist bei uns irgendwie das A und O, nur wissen wir das nicht und naja: es ist eine schwierige Zeit.

Aber bitte bedrängen Sie auf keinen Fall Ihren Sohn um ihm die Wahrheit herauszukitzeln. Dann wird er sich vor Ihnen komplett verschließen.

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