Schule - Aufsatzthema: "Wie ich meine Sommerferien erlebt habe." - Ist das nicht diskriminierte für viele? Kein Urlaub - keine Action. Öde?

14 Antworten

Ich schreibe mal was ich so getan habe:

Am ersten Tag finge ich an, direkt Anime zu schauen. Es war die Serie One Punch Man. Dort ging es um einen Superhelden der mit jedem Fausthieb seine Gegner direkt zerstört. An dem darauffolgendem Tag schaute ich mir die Serie Steins;Gate an. Es fing an mit einer normalen Lebenssituation bis dann mitten in der Serie es anfing, um Zeitreisen zu gehen. Irgendwann ging es darum, mit der Zeitmaschine einen Tod zu verhindern, was so schwer war, dass der Hauptcharakter für eine Weile in einem Zeitteufelskreis war. Dann spielte ich die nächsten Wochen Minecraft auf einem Server. Dann schaute ich wieder Anime. Ich stand auf vom Stuhl und strecke mein Nacken, nur um ein Schmerz zu erfahren und am Ende habe ich mich überdehnt. Deswegen hatte ich für die nächsten 3 Wochen panische Angst, da durch die Überdehnung ich zwischendurch an bestimmten Körperteilen nichts mehr spüren könnte. Es war so heftig, ich ging zum Arzt doch er sagt es heilt nach Tagen guten Schlaf.

Ende.

Schwarz markiert würde ich weg lassen. Ich würde sofort gemobbt werden. Letzteres würde ich eventuell nur erzählen, wenn ich nach "ich möchte nicht", nicht aus der Nummer raus bin.

Hmm nein.

Es ist ein Aufsatzthema das Individualität fordert. Man kann dann eben nicht zig Absätze irgendwo im Internet kopieren oder andere Leute bitten "schreibt mir mal den Aufsatz zu dem Thema". Auch voeineinander abschreiben (und etwas umändern) ist dann nicht mehr so leicht möglich.

Es fordert und fördert die eigne Kreativität, den Umgang mit Worten und allgemein Beschreibungen.

Zusätzlich erfährt man so dadurch das Mitschüler X dieses erlebt hat, Mitschüler Y jenes erlebt hat - und das klingt so interessant (oder selbst bekannt) das der Hörer zum Nachdenken angeregt wird (vorrausgesetzt die Aufsätze werden auch vom jeweiligen Verfasser vorgelesen). Dadurch wird dann der eine Schüler als "nicht langweilig oder spröde" gesehen, der andere Schüler als "nicht abgehoben, erlebte das Gleiche wie man selbst").

Selbst wenn man im Urlaub daheim bleibt, so kann man doch alles Mögliche erleben. Man kann vom Schwimmbad oder Kinobesuch berichten, oder davon das man die und die Veranstaltung besuchte. Irgendwas berichtenswertes findet fast jeder mit ein wenig Nachdenken.

Wichtig ist dann eben nur das man möglichst bei der Wahrheit bleiben sollte.

Was ist denn daran diskriminierend? Wenn es einem tatsächlich peinlich sein sollte, nicht in Urlaub gefahren zu sein, dann denkt man sich halt was aus. Der Lehrer wird wohl kaum kontrollieren ob man wirklich in Urlaub gefahren ist.

Auch wenn ich nicht verstehen kann warum das peinlich sein sollte. In 13 Jahren Schule bin ich mit meiner Familie exakt 2x 1 Woche in Urlaub gewesen. Trotzdem hatte ich immer tolle Sommerferien, auch zuhause. Wer kreativ ist, der findet gute Beschäftigung;)

Muss man wahrhaftig heute in den Ferien 4 Wochen Malediven vorweisen um was erlebt zu haben?

Wie arm ist das denn?

Nein, es liegt an jedem selber, was er aus seinen Ferien macht. Auch am Baggersee oder Freibad kann man was erleben. Wer allerdings so materiell eingestellt ist, dass so eine Feriengestaltung nicht zählt, sollte dringendst mal seine Einstellung überdenken.

Das Lustige: auf den Malediven erlebt man eher weniger...;-)

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@Mcshrek

na, schnorcheln mit Katzenhaien ist doch ganz nett ;)

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@Woelfin1

Ich würde nie um die halbe Welt jetten, um dann wie Robinson nur faul in ner Hängematte zu hängen...;-) Und Radwege gibt es auf den Malediven nicht... und Berge auch nicht...;-)

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Angenommen der Schüler hätte die ganzen Schulferien nachsitzen müssen und aus dem Grund keinen einzigen Tag Ferien gehabt, wäre so ein Aufsatz schon diskriminierend... Nachdem er aber genauso lange die Ferien genossen hat, wie die anderen Schüler/innen, kann man von Diskriminierung nicht sprechen...

Man kann nur hoffen, dass er die ganzen Wochen nicht nur zu Hause am PC gesessen hat, sondern wirklich was erlebt hat... Das sollte er dann auch in den Aufsatz verpacken...

Pfff, ich hab damals nicht selten solche Urlaubs-Aufsätze über meine Abenteuer in der virtuellen Welt geschrieben. Der Lehrer war meist durchaus angetan und meinte ich hätte eine blühende Fantasie... dabei hab ich lediglich beschrieben und etwas ausgeschmückt was ich getan hab. - Nur eben nicht in der Realität.

Wärend andere plantschen gingen und andern langweiligen "normale-Leute-Kram" machten, hab ich ganze Zivilisationen aufgebaut, Armeen geführt, fremde Länder erobert, Prinzessinnen erschlagen und Drachen gerettet - oder umgekehrt...

Jedenfalls klangen meine Aufsätze nach deutlich mehr Spass und Action als der langweilige 08/15-Kram den die "normalen Leute" so machten. - Und der Lehrer war offenbar auch froh drum dass er nicht den 20. Aufsatz über einen langweiligen Badeurlaub lesen/korrigieren musste. ;D

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