Schon ausziehen oder erst nach dem Studium?

7 Antworten

Also ich persönlich finde es besser vorerst Zuhause wohnen zu bleiben. Man hat einfach so viele wirklich großartige Vorteile wenn man noch Zuhause wohnt, die man eben nicht mehr hat wenn man ausgezogen ist. Es kommt dazu, dass man Zuhause ja normalerweise keine Miete zahlt und wenn man selbstständig wohnt eben schon. Für diese Miete muss man Geld verdienen. Hinzu kommt, dass man auch noch solche Dinge wie Fahrkarte für die Bahn, Lebensmittel, Klamotten, Freizeitaktivitäten, etc. bezahlen muss. Es kommt also schon eine erhebliche finanzielle Belastung auf einen zu wenn man man auszieht. Das ist nicht zu unterschätzen. Zuhause muss man anstatt für so viele Dinge nur für einen kleinen Bruchteil finanziell aufkommen. Zuhause zahlt man keine Miete, man muss keine Lebensmittel bezahlen, man bekommt auch so einfach mal Geld von seinen Eltern, etc. Selbständig zu wohnen mag schön und gut sein, jedoch ist es eine große finanzielle Belastung die meist überschätzt wird.

Bei deinen Eltern wohnt es sich am billigsten. Wenn du eine eigenen Wohnung hast, musst du selber putzen, kochen, einkaufen und eventuell noch arbeiten gehen. Wenn du bei deinen Eltern bleibst, dann fallen viele dieser Sachen weg und du kannst dich voll auf dein Studium konzentrieren.

Spreche hier aus Erfahrung ;-)

Da muss ich Dir Recht geben. Eine eigene Wohnung zu haben ist aber auch etwas unglaublich tolles. Man kann sich so einrichten, wie es einem gefällt, kann jederzeit Besuch empfangen, Kochen was man will und lernt so auch viel selbständiger zu leben.

Oder man bekommt einen Platz in einem Studentenwohnheim. Dort geht eigentlich ständig die Party ab, dafür hat man natürlich auch selten seine Ruhe und kann sich kaum auf's Studium konzentrieren.

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@NoHumanBeing

Schon allein das selber Wäsche waschen, selber kochen, selber Ordnung machen und selber putzen - nach den eigenen Maßstäben - ist es wert, aus zu ziehen.

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@scben

Genau! ;-)

Ich bin vor knapp einem Jahr von zu Hause ausgezogen. Die Wäsche bringe ich allerdings noch nach Hause. Eine Waschmaschine ist teuer anzuschaffen. Außerdem braucht man ja auch Möglichkeiten zum Trocknen, die auf beengtem Raum nicht immer gegeben sind. Zu guter Letzt versuche ich ohnehin, meine Verwandtschaft einmal im Monat für ein Wochenende zu besuchen, wenn Ferien sind manchmal auch für eine ganze Woche.

Ich denke nicht, dass mich das "unselbständiger" macht, wir verstehen uns nur sehr gut und ich möchte nicht, dass der Kontakt zu sehr abreißt. Ich fahre auch ständig in andere Städte, um z. B. alte Freunde zu besuchen, die jetzt wo anders studieren, als ich. Das ist im Grunde kaum etwas anderes.

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Die Eltern können wählen, ob sie Sie In Natura den Unterhalt bestreiten .Wenn Du ausziehst musst Du auch von deinen Einnahmen Leben können.

Ganz so einfach ist das wohl nicht. Was hilft es, wenn die Eltern "Unterhalt in Natura bestreiten", wenn man an den Universitäten in der Nähe z. B. nicht das gewünschte Fach studieren kann? Das kann es ja wohl nicht sein.

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@NoHumanBeing

Eltern müssen immer Unterhalt gewähren - ob sich das erwachsene Kind entscheidet, allein zu wohnen oder weiterhin unter dem Dach der Eltern bleibt, ist dabei egal.

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Die Eltern sind dazu verpflichtet das eigene Kind bei der Erstausbildung zu unterstützen und für Unterhalt zu Sorgen.

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Kommt auf viele Aspekte an, die du in deiner Fragestellung nicht erwähnt hast.

  • Wie sieht deine aktuelle finanzielle Situation aus?
  • Würden deine Eltern die Wohnung zahlen?
  • Wie würdest du zur Uni kommen? Hast du ein Auto? Nimmst du das deiner Eltern? Zahlen sie den Sprit?
  • Gibt es in der Stadt überhaupt finanzierbare Wohnungen?
  • Sind diese Wohnung in Uninähe und wenn nein, wie kommst du dort hin?
  • Hast du zuhause Ruhe, um gut lernen zu können oder gehst du dazu in die Uni-Bib?
  • ...

Klare eindeutige Empfehlung: jetzt ausziehen.

Natürlich in eine WG, nicht eine eigene Wohnung.

Warum?

  1. Du lernst, selbstständig zu leben.
  2. Du kannst (und musst) machen, was du willst.
  3. Du lernst, wirklich in Gemeinschaft zu leben statt betüttelt, Ich selbst würde nur mit großem Vorbehalt jemanden einstellen, der nie in einer WG gewohnt hat. Thema Teamfähigkeit...
  4. Es ist ein ganz anderes Gefühl für dich, dein Leben selbst auf die Reihe zu bekommen
  5. Lieber ein Semester länger studieren und dafür selbstständig, als (vor allem emotional und was den Alltag an geht) von den Eltern abhängig zu sein.

Ich selbst würde nur mit großem Vorbehalt jemanden einstellen, der nie in einer WG gewohnt hat. Thema Teamfähigkeit...

Das ist wohl extrem übertrieben. WG als "Qualifikation" für's Berufsleben.

Eine WG kann super funktionieren oder auch nicht. Wenn die Leute in der WG sich kennen und verstehen, ist es natürlich tendenziell eher gut. Es gibt aber z. B. auch WGs, die durch den Vermieter "gebildet" werden, einfach indem er in einer Wohnung mit mehreren Zimmern alle Zimmer einzeln vermietet. Dann gibt es keinen "Hauptmieter", sondern für jeden WG-Bewohner einen eigenen Mietvertrag. So etwas kann gerne mal schief gehen, weil die WG-Bewohner ja mehr oder weniger "unabhängig" sind, ständig wechseln, etc. Dann kann es leicht vorkommen, dass man keine Rücksicht nimmt oder sich für die gemeinschaftlich genutzten Flächen niemand zuständig fühlt.

(Eigene Erfahrung.)

Ich kenne ein paar Leute, die in einem Studentenwohnheim leben und damit sehr zufrieden sind. War auch schon öfter dort zu Gast, war eigentlich immer lustig. Das Problem ist, dass die Wohnheime oft "überbucht" sind und man daher oft keinen Platz bekommt. Das ist unter Umständen noch "besser", als eine WG, wenn man sparen will/muss.

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@NoHumanBeing

Studentenwohnheim der WG, schenkt sich wenig was die Erfahrungen an geht. Wichtig ist eben, dass jemand lernt auch mit Menschen Dinge zu teilen und Aufgaben zu regeln, die eben nicht Familie sind und die man nicht immer super gut leiden kann.

Und ich rede ja auch nur von mir. Langjährige WG-Erfahrung ist ein Einstellungsvorteil - aber natürlich geht es darum, was jemand im Vorstellungsgespräch dazu erzählt.

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@scben

"Ein Einstellungsvorteil" klingt schon anders, als "nur mit großem Vorbehalt". ;-)

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