Schlauchtechnik - Hans Schlegel

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du hast das ganz richtig erkannt: Letzten Endes wird alter Wein in neuen Schläuchen - hier im wahrsten Sinne des Wortes :) - verkauft. Die Methode funktioniert über den Schreckreiz, der das Verhalten unterbricht.

Solange der Hund nicht weiß, welches Verhalten er alternativ zeigen soll, damit die unangenehme Situation beendet wird, ist er im Meideverhalten. In der Folge wird er sich bemühen, Alternativen anzubieten, um der Situation zu entgehen.

Das Ganze ist lernpsychologisch betrachtet durchaus funktional. Der Hund lernt über Trial an Error, aus einer unangenehmen Situation eine angenehme zu machen. Im Grunde genommen funktioniert das Ganze ähnlich wie Clickertraining, nur dass bei diesem der Hund in einer positiv motivierten Ausgangsstimmung ist. Während er beim Clickertraining Verhaltensweisen ausprobiert, um an Futter zu kommen, probiert er bei der Schlauchmethode Verhaltensweisen aus, um der unangenehmen Situation zu entgehen.

Wenn die Situation so konstruiert ist, dass der Hund zum Erfolg kommen kann, indem er ein Verhalten findet, dass den unangenehmen Zustand beendet, erreicht man auf diese Weise durchaus eine Verhaltensänderung zum Positiven. Der Weg über Schreckreiz und Meideverhalten ist dabei vertretbar, weil man nicht vergessen darf, dass der Hund auch mit seinem vorherigen Verhalten massiv unter Stress stand.

Indem man ihm eine Möglichkeit eröffnet, den Stress zu beenden, gelingt auf diesem Weg auch mittelfristig die Entspannung des Hundes.

Aber: Um das richtig zu machen, braucht es große Erfahrung und Disziplin des Hundeführers. In den allermeisten Fällen passiert nur eine wilde Werferei irgendwelcher Dinge, die sich darin erschöpft, das Verhalten des Hundes über den Schreckreiz kurzzeitig zu unterbrechen.

So trifft man allenthalben auf Hundebesitzer, die zwar durch das Werfen das Meideverhalten ihres Hundes auslösen können, aber nicht in der Lage, sind, den Weg weiter zu gehen, bis der Hund seine Selbstwirksamkeit erkennen und eine positive Alternative finden kann.

Das verursacht bei sensiblen Hunden nicht nur Dauerstress, sondern auch Vertrauensverlust, da sie immer nur Angriffe ihres Menschen erleben. Bei den "büffligen" Vierbeinern hingegen weicht der erste Schreck schnell der Gewöhnung und er macht bestenfalls einen Schritt zur Seite, um dann zur Tagesordnung überzugehen.

Heißt: Die Arbeit über Schreckreize bedarf einer gründlichen Analyse der Ausgangssituation und daa Wissen darum, wie der folgende Lernprozess gestaltet werden muss.

Da das im Zweifelsfall eher schief geht, sollten Laien die Finger davon lassen.

Hans Schlegel ist ein Trainer, der nur über Stress arbeitet. Er löst diesen auch nicht auf - auch wenn er das behauptet - sondern schafft auf diese Weise "aufmerksame" Hunde, die nur aus einem einzigen Grund so wirken, weil sie Angst haben, wieder irgendwie überfallen zu werden. Wenn er "positiv motiviert" setzt er den Hund z.B. über Beutefixierung unter Stress.

Viele Prüfer in - vorzugsweise - Schutzdienstvereinen halten das, was der Hund zeigt, tatsächlich für positiv motivierte Aufmerksamkeit. Letzten Endes sieht man nur einen völlig gestressten Hund:

http://www.youtube.com/watch?v=IDwn7dznN9M

Sehr gute Antwort DD

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Danke, so ähnlich hatte ich es mir schon gedacht. War nur darüber verwirrt das er so gehypt wird und um die "Technik" so ein Geheimniss gemacht wird. Allso eigentlich alter Brei neu aufgekocht. Vielen Dank, hat meinen "Verdacht" bestätigt.

P.S.: Weißt du warum ausgerechnet Schläuche verwendet werden?

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@Isildur

Meine Vermutung:

  • geringe Verletzungsgefahr bei Fehlwürfen

  • tauglich, um als Beutespielzeug verwendet zu werden

  • gut zu werfen

  • leicht und damit gut zu transportieren

  • billig

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@Jule59

Klingt logisch, außerdem klingt -schlauctechnik besser als z.B: Stoffsackwurftechnik ;)

Dankeschön

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warum er die Schläuche wirft und das als neue Methode verkauft? vielleicht weil er zwar ein verurteilter Tierquäler ist (die Sache mit den Kaninchen) aber ein sehr fleissiger Marketingstratege. Und solange Menschen für seine zweifelhaften "Erziehungs"methoden Geld rausrücken, wird sich das auch nicht ändern. Leider. Zum Wohle der Hunde geschieht diese Schlauch"technik" mit Sicherheit nicht.

Da ja sein Anwesen in der Schweiz versteigert wurde (siehe link aargauer-zeitung), zieht er jetzt wohl den Deutschen das Geld aus der Tasche. Habe gehört er soll nach Deutschland gezogen sein bzw hat dieses vor.

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/fricktal/liegenschaft-von-bekanntem-hundetrainer-kommt-unter-den-hammer-126388427

Mastino Napoletano hat Angst vor aggressiven Rottweiler was tun?

Hallo,

Ich habe gerade für ein paar Wochen eine 9 Jahre alte Rottweiler Hündin weil meine Großeltern im Urlaub sind. Ich selbst habe hier noch eine 5 Jährige Mastino Napoletano Hündin(sterilisiert relativ früh) und die beiden vertragen sich leider überhaupt nicht, haben sich als ich zu besuch war(also bei meinen großeltern) auch gebissen wo aber keiner wirklich was abgekriegt hat.

Das Problem ist das der Rottweiler ein sehr schlauer aber auch dominanter Hund ist, wenn jemand zur Tür kommt schlägt die total an, wenn sich bei den Nachbarn ein Auto bewegt auch, wenn ich Besuch nicht praktisch abhole und mitbringe würde sie die auch beissen, hört sich jetzt schlimmer an als es ist bei meinen Großeltern ist sie halt eine art wachhund und erfüllt da ihren zweck und hat ein gutes leben.

Die Hunde sind räumlich getrennt und das wird auch beibehalten, da leidet keiner drunter platz ist genug aufmerksamkeit bekommen auch beide.

Das Problem ist das der Mastino praktisch nicht mehr in den gemeinsamen Garten will, der Rottweiler springt dann richtig an die Tür wodurch sie sich sehen gehen und bellt. Der Mastino ist auch nicht dominant die wiegt 75kg und der rottweiler vielleicht 35kg, wenn es sein muss ist sie also unverhältnismäßig viel stärker und wehrt sich auch wenn es sein müsste, vielleicht ist der Rottweiler deshalb auch verunsichert und reagiert deshalb aggressiv.

Meine Großeltern hatten ursprünglich 2 Rottweiler wovon die die ich jetzt hier habe auch der Alpha Hund war, viel Kontakt mit anderen Hunden ansonsten gab es nicht denke ich. Menschen gegenüber ist sie total zutraulich, beim spazieren gehen etc. auch keine probleme.

Also die Essenz ist: Der Rottweiler schlägt wegen jeder Kleinigkeit an und bellt den Mastino an sobald die in Garten geht, der Mastino fühlt sich bedroht und flüchtet ins Haus und mag praktisch kaum noch in den hinteren Teil vom Garten gehen wo der Rottweiler hinter der Tür sonst bellt, von der Mastino Hündin geht keinerlei aggression aus.

Am schönsten wäre es wenn mir jemand ein Tipp gibt wie ich es hinkriege das die beiden Hunde sich verstehen, räumliche trennung bleibt sowieso aber ich möchte das der Rottweiler aufhört die andere Hündin anzubellen durch die Tür und gegen springt etc. Wie mache ich Sie am besten darauf Aufmerksam das mir das Fehlverhalten nicht passt?

Danke an jeden Hundekenner der bis hierhin gelesen hat, ich hoffe mir kann ernsthaft jemand helfen.

Edit: Maulkorb usw. sind da um die 2 notfalls sicher zusammenzuführen.

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Geht ihr täglich raus? Oder seid ihr eher einer von denen die nicht Täglich bzw. Nur bei schönem Wetter raus geht? Ich merke es Stark wenn ich beispielsweise Krank bin und jemanden sage für 2 Tage er müsse mit dem Hund spazieren gehen, das die Kinder ,,nervig" werden weil sie einen Tag schon nicht draussen war. Und die Kleine würde mir abends die Schuhe bringen weil sie noch raus möchte.

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Manchmal verbinden wir den spaziergang mit dem Spielplatz oder wir gehen in den wald wo sie auf umgefallene Baumstämme entlang laufen oder steine in den Fluss werfen oder wir nehmen einen Ball mit für die Kinder und den Hund und spielen bisschen oder nun wo das Warme Wetter kommt haben wir jns auch schon mal ein Eis geholt oder haben ein Kleines Nachmittag Picknick gemacht auf der Wiese mit Snacks.

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