Rüde greift andere Rüden an hilft kastrieren?

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10 Antworten

Ob kastrieren hilft kann man pauschal nie sagen.
Wenn du die Möglichkeit mal testen willst, dann lass ihm erstmal einen Kastrationschip setzen. Wenn das gut geht, kannst du ihn ja immer noch kastrieren lassen. So hast du halt die Möglichkeit erstmal zu sehen, wie und ob er sich verändert, bei einer Kastration. Das kann ja in alle möglichen Richtungen laufen und muss nicht immer zwangsläufig positiv sein.

Zustätzlich würde ich euch empfehlen eine Hundeschule zu besuchen oder noch besser einen Hundetrainer zu engagieren, der sich das Problem vor Ort anschaut und mit euch daran arbeitet.

Hallo,

nein, da ist die Kastration nicht die Lösung - sondern schlicht und ergreifend:

ERZIEHUNG!!

Warum denken so viele Hundehalter, dass man eine fehlende Erziehung so einfach durch eine Kastration kompensieren könnte?

Im Gegenteil: häufig haben kastrierte Hunde erhebliche Probleme mit ihren Artgenossen, weil sie gar nicht mehr zuverlässig "eingeordnet" werden können.

Meine spanische kastrierte Hündin, die häufig noch aggressiv reagiert, wenn sie sich von fremden Hunden bedrängt fühlt, wird oft genug sogar von Rüden angegangen - ein völlig unnormales Verhalten für einen intakten Rüden!

Bei deinem "Rüpel" treffen zur Zeit mehrere ungünstige Faktoren aufeinander:

- er ist jetzt im besten Alter, um sich anderen Rüden gegenüber zu behaupten

- er scheint sich nicht sicher zu sein, dass du für ihn "bedrohliche" Situationen klären kannst, sprich, dir scheint es an Führungsqualitäten zu fehlen (aus Sicht des Hundes)

- Hunde, die sich nicht kennen, sollten grundsätzlich keinen Kontakt an der Leine haben, fremde Rüden untereinander schon gar nicht

Bitte arbeite mit deinem Hund - nur das wird die Problematik lösen.

Gutes Gelingen

Daniela

Wieso nicht kastrieren lassen , ich habe wirklich kein Verständnis dazu wenn man seinen Hunden den elendigen Stress an tut wenn man sie nicht kastrieren lässt . Für Hündinnen ist es purer Stress , man riskiert scheinschwangerschaften . Rüden stehen nur unter Strom , rammeln alles was ihnen in die Quere kommt und in der heißen Mädchen Zeit kann man nicht entspannt spazieren gehen weil sie nur mit der Nase auf dem Boden sind 

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@Lelo1012

lol - all dies hat auch mit Erziehung zu tun! Warum lässt man zu, dass ein Rüde alles anrammelt etc.?

Kastration hat immer auch erhebliche Nachteile - der Hormonhaushalt steuert ja nicht nur den Sexualtrieb - sondern er wirkt sich auf den gesamten Körper - auch auf das Verhalten - eines Hundes aus. Außerdem birgt eine Kastration - insbesondere bei Hündinnen - durchaus die Gefahren mannigfaltiger Risiken.

Warum also einen Hund solchen Gefahren und Beeinträchtigungen aussetzen, nur weil es für den Besitzer bequemer ist??

Und bitte jetzt nicht mit einem verminderten Krebsrisiko bei Hündinnen argumentieren - denn dieses "Argument" ist lange widerlegt. Da würde nur eine Frühkastration mit all ihren entsetzlichen Folgen etwas nutzen.

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 Ich habe mich herum gehört und viele meinten Kastrieren sollte, dass Konkurrenzkampf abstellen! was meint ihr dazu?

Nein , der Hund ist mit seinen zwei Jahren sein eigener Chef , deswegen greift er andere an.  Eine Kastration bringt einem Hund nicht  bei  sich zu  benehmen , das sollte der Hundebesitzer tun . 

Du wirst sehen , wenn Du denkst , mit einer Kastration hätte sich das Problem gelegt , liegst Du falsch . Solange Du ihn nicht erziehst , wird auch auch durch die Kastration mit  anderen Hunden Probleme haben.

Besuche mit ihm regelmässig eine Hundeschule und dann wirst Du gelehrt kriegen, dass das Verhalten  Deines Hundes  , das Problem des Hundehalters ist . Du bist verantwortlich dafür , wie Dein Hund sich verhält.  

Lieben Gruß

Kastration ist keine Option, zuerst einmal der Hund ist Genetisch 99,97% Wolf, Aggression gehört dazu. Nun ist es scheinbar so, dass ihm von eurer Seite keine Grenzen gesetzt wurden. Es gibt verschiedene Arten von Aggression, eine ist teritorieller  Natur, die andere über die Leine, nur ein kleiner Auszug, warum verhält er sich so.

Das Beste wird sein, ihr geht zu einem Hundetrainer, der sich damit auskennt, alles hat eine Ursache, teilweise wurde ein spezifisches Verhalten nicht erkannt und korrigiert. Ohne dich und euren Hund im wahren Leben einmal gesehen zu haben, kann und werde ich dir keinen Rat geben können. Leider kann dem nur richtig entgegen gewirkt werden, wenn man mit euch Trainingsmethoden erarbeitet, die auf euch zugeschnitten sind. Du kannst mir gerne ein Video von euch zusenden, damit ich mir ein Bild von euch machen kann.

Die Kastration nimmt sicherlich die hormonell bedingte Aggressivität. Aber es ist auch ein gut Teil an Erziehung dabei!

lass ihn kastrieren und dann besuch einen Hundekurs mit dem Tier! In der Unterordnung lernt er dann, dass er andere eben NICHT zu attackieren hat. Und dann ist da auch der nicht zu unterschätzende Vorteil, dass DU hinterher einen gut erzogenen Hund hast mit Begleithundeschein, der das auch beweist.

Hab ich damals mit meinem Hund auch so gehalten. Er war nicht zur Zucht gedacht und als er das erste Mal meinte, einen anderen Rüden aggressiv angehen zu müssen, hab ich ihn operieren lassen.

In der Hundeschule hat er dann gelernt, wie sich ein gut geschulter Hund zu betragen hat... und das waren dann angenehme 14 Jahre mit einem Hund, der auf ein mahnendes Räuspern hin sofort gehorchte.

Wäre es anderst herum nicht sinnvoller.. erst die Hundeschule und wenn man dort fest stellt, dass er trotz allem nicht davon ablassen kann, die Kastration zu erwägen ?

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@RedTigerchen

Er hat bereits damit begonnen, aggressiv zu werden. Ob es sich nur durch die Hundeschule eindämmen lässt, ist fraglich.

Und wenn er bislang nicht erzogen wurde....WIESO NICHT?

Außerdem sei mal ganz ehrlich: Ist das Tier zu Zuchtzwecken gedacht und auch tauglich? Hat es die nötigen Scheine vom Zuchtverband?

NEIN?

Warum dann NICHT kastrieren? Weil es dich als Herrchen/Frauchen stört, dass das Tier vermehrungsunfähig gemacht wird? DAS ist kein Grund!

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@trollo2014

Warum denn NICHT kastrieren?

Weil eine Kastration viele Nebenwirkungen hat, von denen man erst seit neuerer Zeit weiss, dass sie mit der Kastration in Zusammenhang steht! 

und weil eine Kastration keine  Erziehung ersetzt!

.....aber alles in allem muss man feststellen, dass kastrierte Tiere beiderlei Geschlechts ein teilweise um ein Mehrfaches erhöhtes Risiko aufwiesen, an bestimmten Krebsarten (Mastzelltumore, Hämangiosarkom, Lymphosarkom) zu erkranken, und das auch noch zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als intakte Artgenossen. Auch bestimmte Verhaltensstörungen, vor allem die Angst vor Gewittern, kamen bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vor. Andere Studien belegen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) für kastrierte Hunde um das drei- bis vierfache erhöht ist. Selbst die Datenlage zur Verhinderung von Gesäugetumoren durch die Kastration steht unter Beschuss. Und bösartige Prostatatumoren beim Rüden treten bei Kastraten nicht seltener, sondern häufiger auf!
Insgesamt wird die erhöhte Anfälligkeit für Tumorerkrankungen aktuell mit einer durch den Wegfall der Geschlechtshormone zusammenhängenden Beeinträchtigung des Immunsystems in Zusammenhang gebracht. Dafür spricht auch, dass bei kastrierten Hunden offenbar sogar eine höhere Infektanfälligkeit nachzuweisen ist.

Besonders bedrückend ist für mich, dass eine Kastration fast sicher das Auftreten von Hämangiosarkomen, den berüchtigten Milztumoren, fördert. Ich bin auf diese Erkrankung in einem früheren Blogartikel schon einmal eingegangen. Mit dieser extrem bösartigen und gefährlichen Tumorart haben wir es bei älteren Hunden andauernd zu tun. Unsere Nandi wurde aufgrund metastasierter Milztumore eingeschläfert. Die Vorstellung, dass wir diese fiese Krankheit durch Kastration auch noch gefördert haben sollen, finde ich einfach schrecklich. Meine amerikanische Kollegin und Krebsspezialistin Alice Villalobos findet dafür einen sehr passenden Ausdruck: Earth shattering!.... usw hier:

https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/kastration-ja-oder-nein-ld.103320

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Warst du mit deinem Hund in einer Hundeschule ? Folgt er dir ? Kannst du ihn frei laufen lassen und er kommt auf deinen Rückruf auch zurück ?

Ist es möglich das dein Hund vielleicht dich beschützen möchte ??

Falls du nicht im Training mit ihm warst, such dir eine gute Hundeschule und erzähl von deinen Problemen. Nicht immer muss es etwas mit der Geschlechtsreife oder dem Konkurenzkampf gegenüber anderen Hunden zu tun haben. Erst mal den Grund raus finden, bevor du ihn Kastrieren lässt, denn die Kastration kann, aber muss dieses Verhalten nicht abstellen....

Alles gute euch Beiden

Wenn er andere nicht kastrierte Rüden angreift dann würde ich erstmal vorschlagen das du bei deinem Tierarzt nach einem Hormonchip nachfragst , das is sozusagen Probe kastrieren ". Einfach um zu gucken wie reagiert er danach auf andere Rüden . Der Chip hält ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr . Falls er in der Zeit gechillter wird und nicht mehr aggressiv auf andere Rüden reagiert würde ich ihn kastrieren lassen , da bringt es auch nichts wenn der Hund super erzogen ist 

Doch, natürlich bringt es etwas, wenn ein Hund super gut erzogen ist - dann reagiert er nämlich weder aggressiv auf Artgenossen, noch rammelt er alles an.

So ein Hormonchip mag kurzzeitig helfen, der schwerwiegende Eingriff in den Hormonhaushalt - AUF DAUER - findet aber erst mit der Kastration statt - und damit auch all die absehbaren und nicht absehbaren Folgen für die Gesundheit des Hundes.

Und die werden - nur zur Bequemlichkeit oder zum Kompensation des Unvermögens einer Erziehung - billigend in Kauf genommen?? Das ist in meinen Augen völlige Tierverachtung!

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Rüde greift andere Rüden an hilft kastrieren?


Nein! kastrieren hilft da nicht. Es kann sogar eher ins Gegenteil umschlagen und er wird von anderen Rüden, aber auch Hündinnen (!) "verprügelt", weil er ein Kastrat ist und andere Hunde ihn nicht einordnen können. Manche Kastraten riechen extrem weiblich, verhalten sich dann aber nicht so, das bringt zwangsläufig Missverständnisse.

Es hilft nur eins: Erziehung! und Gehorsam!

Lass ihn nicht unkontrolliert herumlaufen. In der Natur gehen sich geschlechtsreife Männchen auch aus dem Weg, also warum bringen Menschen ihre Tiere immer wieder in missliche Situationen?

Ausserdem entdeckt dein Hund gerade seine Männlichkeit und will sich behaupten, da ist es an dir ihn zu kontrollieren und Gehorsam zu verlangen. Wie man das macht, lernst du in einer Hundeschule oder Trainingsgruppe.


kastrieren ist bestimmt die beste alternative, aber sprich auch mal mit dem Tierarzt drüber

wieso willst du einem 2jährigen Hund die Freude nehmen

weil das kein "freude nehmen" wäre, sondern ein "ich nehme dir den druck der hormone".

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Freude, andere Hunde anzugreifen? Na, ich danke.

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