Richtiges Verhalten auf evangelischer Beerdigung?

11 Antworten

Evang. und kath. Beerdigungen unterscheiden sich nicht im Ablauf. Meist wird vor der Beerdigung nicht mehr viel geredet, da die meisten um Fasssung bemüht sind. Braucht auch nicht viel Worte. Geh hin und drück sie. Auch wenn ihr euch sonst nicht so herzlich begrüßt. Blumensträußchen sind selbst mitzubringen, außer von den engsten Verwandten, da oft die Verwandten-Sträuße gemeinsam mit dem restlichen Schmuck beim Gärtner geordert werden. leg sie unterm Stuhl ab und nimm sie anschließend mit zum Grab. Natürlich könnt ihr zu zweit am Grab stehen, ist mittlerweile üblich. Den Angehörigen spricht man nach dem Gang zum offenen Grab das Beileid aus (ggf. zum wiederholten Mal).Wenn du keine weiteren Blumenspenden wie z. B. einen kleinen Kranz oder eine Blumenschale machst, solltest du einen Umschlag mit Geld schenken. Üblich ist ein Umtrunk nach der Beerdigung zu dem alle Freunde und Bekannten eingeladen werden. Wenn du hingehst, kannst du den Umschlag dort übergeben, ansonsten beim Beileid aussprechen, oder ggf. per Post. Bei uns ganz witzig gelöst: An der Friedhofskapelle hängt ein Briefkasten, alle Umschläge werden dort eingeworfen und nach der Beerdigung vom Bestatter an die Angehörigen übergeben.

Oh doch, katholische und evangelische Beerdigungen unterscheiden sich doch sehr wohl. Zu den Katholiken: Dort steht mehr der Verstorbene im Vordergrund, weswegen auch die Angehörigen auf dem Weg zum Grab hinter dem Sarg gehen, also auf den Verstorbenen gucken. Die Katholiken leisten noch Totenwache, es gibt die Eucharistiefeier, das Opfer Christi wird gefeiert und Fürbitten erbeten. Der Priester liest aus der heiligen Schrift, weiht den Sarg mit Weihwasser usw. Zu den Evangelisten: Hier stehen im Gegensatz zu den Katholiken die Hinterbliebenen im Vordergrund, weswegen die Angehörigen auf dem Weg zum Grab vor dem Sarg gehen. Die Trauerfeiern sind in den meisten Fällen viieel kürzer, es wird das Glaubensbekenntnis gesprochen, ein Dankgebet und ruckzuck sind alle wieder draußen :-) Also dass wirklich nur mal im Kurzauszug zum Fachlichen. Wie meine Vorredner bereits schrieben gibt es kein richtig und falsch wie man sich auf solch einer Feier verhält. Höre auf dein Herz, manchmal reicht auch schon ein dolles drücken, versuch dich da nicht zu sehr unter Druck zu setzen sondern sei einfach wie DU bist :-)

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Grudsätzlich: Alles, was von Herzen kommt und authentisch ist, ist richtig.

Im Grunde hast Du schon alles beschrieben. Es richtet sich nach dem lokalen Gebrauch, wie Ihr mit den Blumen umgeht. Meistens genügt am Grabe der "Erdwurf" (bitte das Wort "schmeißen" nicht verwenden!). Beim Erdwurf könnt Ihr selbstverständlich zu zweit stehen. Die Blumen, wenn es ein größerer Strauß ist, werden mit den Kränzen zusammen auf das Grab gelegt, wenn der Erdhügel fertig ist. Also dem Beerdigungsunternehmer geben. Wenn eine Blume in das Grab geworfen wird, dann stehen diese Blumen meist bereit am Grabe und jeder bekommt eine (einzige). Wenn Du ein Wort der Trauerbekun dung sagst, dann bitte keine Floskel, sondern etwas Authentisches, eine Kleinigkeit, was Dir jetzt wegen des Todes fehlen könnte. Bei Trauernden herrscht im Todesfall das Chaos. Du kannst durch ein kleines ehrliches Wort mehr Hilfe bringen als durch eine bombastische Rede.

Gut ist ein Briefumschlag mit einer Nachricht.(Wenn für einen bestimmten Zweck Geld gegeben werden soll, kannst Du es tun. Sonst nicht, weil es wie ein Freikaufen wirkt von irgendeiner Schuld. Diese Briefe werden hinterher gelesen, wenn man ein bisschen "durchatmen" kann, und tun dann sehr gut bei der Trauerverarbeitung.

Wenn der/die Hinterbliebene am Grabe steht, nach dem Erdwurf, stehen die engsten Angehörigen meist dabei. Denen kannst Du auch die Hand geben, meist ohne ein Wort. Kein Hallo, das ist zu salopp.

Sehr guter Beitrag, lieber sonnenschnauz. Ich denke er hilft sarah 137 wirklich. Dh für dich. GLG

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Bei Ankunft am Friedhof ist Handschütteln schon mal meist nicht bei allen möglich, weil zu viele Leute. Wenn es bei Euch üblich ist, einen Umschlag zu geben, dann würde ich denn entweder anschließend falls Du noch zum Essen eingeladen bist diskret geben oder eben bei der Begrüßung. Wie Du die Witwe begrüßt und was Du sagst, sollte aus Deinem Herzen kommen, manchmal reicht eine Umarmung, manchmal Worte. Natürlich kannst Du zu zweit ans Grab gehen. Hast Du nur einen kleinen Handstrauss, dann wirst Du den vielleicht ins Grab werfen. In der Kirche werden meist vorher alle Sträuße und Kränze eingesammelt und um den Sarg drapiert. Keine Sorge, man kann nichts falsch machen, wenn man es mit ehrlicher Überzeugung tut.

Du gehst zur Kapelle und setzt dich hin. Wenn dich jemand ansieht, nickst du nur. Nach der Kapelle, auf dem Friedhof, treten zuerst die Familienangehörige ans Grab. Danach alle anderen. Du kannst natürlich mit Freund an die Grabstelle treten. Danach geht man zu den Angehörigen und wünscht das Beileid. Die Karte kannst du an der Kapelle in dafür vorgesehene Behälter geben.

Beileid AUSSPRECHEN, nicht wünschen!!!

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Ihr könnt Euch auf jeden Fall zu zweit vor den Sarg stellen. Ja, man geht zur Witwe überbringt seinen Gruß und auch die Karte. Die Blumen legt man eigentlich an den Sarg. Den Rest der Verwandschaft dann ganz normal begrüßen mit Handschlag. Ein Hallo in die Runde ist hier unangebracht. Lieber stille alle einzeln grüßen.

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