Religionsunterricht-werte und normen

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In jeder Gesellschaft gibt es Normen, Werte, Tabus, über die ein Konsens besteht, d. h. sie werden von der überwiegenden Zahl der Mitglieder dieser Gesellschaft als allgemeingültig anerkannt und befolgt. Werte können sich auch immer wieder wandeln, je nachdem wie sich eine Gesellschaft entwickelt. Am Anfang des vorherigen Jahrhunderts waren in der Erziehung noch Werte wie Bildung, Gehorsam, Ehrgeiz, Pflichtbewußtsein, Höflichkeit, Ehrlichkeit ganz hoch angesiedelt, heute sind es eher Selbstständigkeit, Cleverness, Ellbogendenken usw. Früher hierzulande eher unbekannte Werte wie Familienehre, Blutrache, Jungfräulichkeit sind erst durch unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft eingeflossen. Homosexualität war früher ein Tabu, ist heute selbstverständlich.

werte sind objektiv also für eine größere gruppe an menschen und werte sin subjektiv aslo ich bezogen und aus den werten macht mann für sich selbst eine norm

z.b wert: hilfsbereitschaft und du machst daraus deine norm also z.b. ich helfe nur alten menschen

Normen sind Regeln. Es gibt sie in Form von staatlichen Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien, in Form von Normen durch Institute (z.B Deutsches Institut für Normung) und andere Institutionen, in Form von religiösen Normen (Geboten) und in Form von gesellschaftlichen Konventionen (Übereinkünften).

Eine Norm sagt aus, was man in bestimmten Situationen tun oder lassen soll/muss oder wie etwas beschaffen sein soll/muss.

Beispiele: Strafgesetzbuch, Straßenverkerhsordnung, die 10 Gebote, die Norm für DIN A 4-Papier.

Werte besagen, was man in einer Gesellschaft für gut und richtig hält, und woran sich ein Mensch in seinem Verhalten orientieren sollte, ohne sich auf einen bestimmten Tatbestand zu beziehen. Beispiele:

  • Menschenwürde
  • Toleranz
  • Ehrlichkeit
  • Respekt
  • Zuverlässigkeit
  • Freiheit
  • Gleichberechtigung
  • Solidarität

Werte können zu Normen führen. Beispiel:

Der Wert Respekt führt zum Gebot: "Du sollst Vater und Mutter ehren."

Der Wert Menschenwürde führt zu einigen Artikeln des Grundgesetzes, allen voran Artikel 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

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