reiten lernen, longeunterricht, mit 17 zu alt?

13 Antworten

Auf keinen Fall, mit 17 ist es noch lange nicht zu spät. Ich kenne einen, der hat erst mit 40 angefangen und er reitet heute richtig gut. 20 € für eine Longenstunde ist in Ordnung, woanders zahlt man locker auch 25 oder 30 € pro Stunde. Wenn Du 1x pro Woche gehst, kannst Du nach einem halben Jahr bestimmt in der Abteilung oder frei weiterreiten.

Fürs reiten bist du nie zu alt. Ich kenne Leute, die teilweise erst mit Mitte 50 zum ersten Mal im Sattel gesessen haben und jetzt ambitionierte Reiter sind. Es ist alles nur eine Frage des Engagements.

Natürlich wird gesagt, dass du es als Kind einfacher hast und es dir weniger Mühe macht wenn du es damals schon lernst, aber ich kenne so viele, die als Kind geritten sind und dann durch ätzende Schulbetriebe und verrittene Schulpferde die Lust verloren haben und daraufhin das reiten aufgegeben haben. Schade, denn das, was man in solch großen Schulbetrieben 'reiten' nennt, ist oft nicht annährend das, was reiten sein kann. Das stumpfe Abteilungsreiten und die anonyme Pferd-Reiter-Beziehung führt oft dazu, dass man jahrelang in einem solchen Betrieb feststeckt, verbissen etwas zu lernen und doch nur Geld für Nichts zahlt.

Ich kann dir gleich von Anfang an mit auf den Weg geben, such dir einen kleineren, möglichst privateren Stall der Reitunterricht anbietet. Ein großer Schulbetrieb mag vielleicht leichter zu finden sein, aber lass es dir von jemandem sagen, der jahrelang in einen Schulbetrieb eingezahlt hat und irgendwann gemerkt hat, was da eigentlich alles schief läuft. Ein privater Stall wird dich deutlich weiter bringen. Du solltest die Möglichkeit nutzen, von jemandem Reitunterricht zu bekommen, der das Pferd, auf dem du sitzt, kennt und dem es auch wichtig ist, das Pferd und Reiter harmonieren. Jemand, der dich als Geldquelle sieht und das Pferd unter dir als Nutztier wird dir niemals objektiven Reitunterricht geben können.

Außerdem ist es wichtig, nicht gleich am Anfang auf irgendein Schulpony geworfen zu werden, ohne überhaupt eine Bindung aufbauen zu können. Zuerst solltest du ganz viel Zeit darauf verwenden, das Pferd zu putzen, mit ihm zu reden und zu führen. In einem großen Schulbetrieb wirst du niemals die Zeit bekommen, eine solche Bindung aufzubauen. Da ist das Pferd oft schon 2x hintereinander gegangen und du gehst einfach los und sitzt auf - klar, dass die Pferd-Reiter-Beziehung dann weiterhin anonym und gestört bleibt.

20€ für 45min ist für solche Schulbetriebe (leider) völlig angemessen, obwohl es eigentlich eine Frechheit ist. Allerdings solltest du auch wissen, dass es andere Ställe gibt, in denen du es - vielleicht auch gegen ein wenig Stallarbeit - günstiger bekommst. Natürlich musst du dann unter Umständen auf den ganzen 'Schicki-Micki-Reiter-Quatsch' verzichten, aber ganz ehrlich, ein Pferd zieht einen kleinen und einfachen Offenstall tausendmal einem großen Schulstall mit Boxenhaltung vor.

Du musst für dich selbst wissen, was für eine Art von Reiter du sein willst. Möchtest du auf dem Pferd gut aussehen, möchtest du, dass deine Reithose farblich zur Schabracke des Pferdes passt oder geht es dir hauptsächlich um den Umgang mit einem Pferd, das aufbauen einer Beziehung und um das Wohl des Pferdes?

besser spät als nie :-) aber Spaß beiseite, die Mutter meiner Reitbeteiligung hat mit 43 noch angefangen und genießt es sehr. Suche dir für die Anfangsstunden ehr Zeiten raus, wo das Jungvolk nicht unbedingt zu Hauf am Reiterhof vertreten ist, falls es dich stört, und ansonsten viel Spaß dabei. 20 Euro sind ok. Die Anzahl der Longenstunden richtet sich danach, wie gut dein Gefühl für das Tier, deine Auffassungsgabe und dein Talent ist, das zu lernende umzusetzen. Spar bitte nicht am falschen Ende. Dein Reitlehrer wird dich schon nicht unnötig lange an der Longe lassen. Denke so 5 bis 10 Unterrichtsstunden müssten reichen. Versuche am Anfang vielleicht 2 x pro Woche zu gehen, damit es schneller sitzt.

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