Radschrauben nach Reifenwechsel nachziehen.. was wenn nicht?

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11 Antworten

Wenn die Werkstatt ordentlich arbeiten würde und die Radschrauben nicht mit ihren Qualitätsschlagschraubern bereits beim Ansetzen viel fester anziehen würde als man es dürfte würden sich nahezu alle Räder nach kurzer Zeit wieder lösen. Ich find das immer lustig wenn in einem Reifendienst mit dem Drehmomentschlüssel ums Auto gerannt wird um die Räder nachzuknacksen, da die Schrauben bereits viel zu fest sind hab ich nie Einen gesehen bei dem der Drehmomentschlüssel die Schraube noch etwas drehte. Ich nenn das immer Showeinlage, mehr ist es eigentlich nicht.

Andererseits würde kaum Jemand zum Nachziehen kommen und wenn dann Räder verloren gehen würden käme die Werkstatt schwer in Verruf.

Also, es ist eigentlich so dass sich Räder nach der Montage etwas setzen, besonders Leichtmetallfelgen (dürfen eigentlich überhaupt nicht mit Schlagschrauber geschraubt werden) setzen sich noch. Daher müssen sie nach einer kurzen Zeit nochmal auf Festigkeit geprüft werden. Werkstätten ziehen die Radschrauben gewöhnlich überfest an und ein Nachziehen ist dann nicht unbedingt nötig (dafür bekommt man die Schrauben mit seinem Bordwerkzeug nicht gelöst wenn man eine Panne hat).

Um sicherzugehen dass Nichts passiert würde ich jedenfalls nachziehen lassen, machen die gewöhnlich kostenlos wenn man zum Radwechsel da war. Nicht dass Du ausgerechnet bei einer Werkstatt gelandet bist die die Radschrauben nicht überzieht.

Sollte man, sonst kann man im schlimmsten Fall ein Rad verlieren. Habe es auch mal unterlassen, wurde auf klackernde Geräusche aufmerksam. Radmuttern hatten sich gelockert, noch früh genug; ansonsten können die Felgenlöcher ausleiern und die Felge muss ersetzt werden.

Um das zu korrekt verständlich beantworten muß ich zum Grund dieser Anweisung kommen.. An Rädern Stahl oder Aluminium beginnt rost und korrossion die Oberflächen zu schädigen.. Das gleiche passiert auf der Radnabe auf die die Felge geschraubt wird. Wennsich nun durch Bewegung und vibrationen diese mehr oder weniger dicken Rostschichten lösen oder abreiben wird ein Lockern oder Schraubenlösen die Folge sein was zum Radverlust führen kann..

Da im Regelfalle weder der kunde bereit ist den Mehraufwand zu bezahlen noch der Mechaniker die erforderliche Zeit hat das richtig zu machen ist der sicherste Weg sowohl für Kunde als auch werkstatt die Verschraubuingen nachzuziehen bzw das vorzuschreiben..

Der wirkliche Mustermechaniker reinigt beide Flächen mechanisch bevor er die Räder montiert. Heist ich mach das indem die Nabe aus Stahl mittels einer auf einem Winkelschleifer motierte gezopfte Drathbürste mechanisch gereinigt wird, die Alufelge bzw die auflagefläche mittels einem Exzenterschleifer geglättet und so gereinigt wird.

Als korrossoinsschutz kommt felgenseitig etwas klarlack ( nicht sichtbar ) drauf und dann wird angeschraubt.. Man kann wenn man weis was man macht auch eine Hauchdünne schicht Fett auf die Auflageflächen auftragen, jedoch soweinig das durch die beim Bremsen entstehende erwärmung nicht zu Fetten der Bremsreibbelagflächen führt..

Ich hoffe das dient der klärung und zum verständnis des Sachverhaltes.. Joachim

Ich lasse immer nachziehen, denn ich habe beinahe mal meine Räder verloren, die in einer Werkstatt gewechselt worden waren. Kurz vorher hatte ich noch 180-200 drauf. Ist nicht lustig.

Das Auto klang auf einer längeren Fahrt irgendwann recht merkwürdig. Ich bin dann langsam zur nächsten Tankstelle, dann im Schritttempo hörte man Klack-Klack-Klack. Wagen abgeschleppt zur nächsten Werkstatt. Der Meister dort konnte mit dem Zeigefinger von beiden Vorderrädern alle Muttern rausdrehen.

In der Originalwerkstatt hat man mir was von Setzerscheinungen an Leichtmetallfelgen erzählt.

Seither lasse ich nachziehen.

Willst Du Dein Leben einem Wahrscheinlichkeitswert anvertrauen? DieMuttern werden nachgezogen, um sicherzugehen, dass der Monteur das richtige drehmoment benutzt hat, die räder sich gesetzt haben, keine Radmutter vergessen wurde etc.

Normalerweise nichts, dient letzendlich der Absicherung der Werkstatt dass sie nicht haftbar gemacht werden können da sie dich darauf hingewiesen haben sie nachzuziehen. Sinnvoll ist es trotzdem es zu machen.

Wahrscheinlichkeit nutzt hier nicht viel, man macht es einfach zur Sicherheit.

Es gibt Autofahrer und Autofahrer. Die einen wissen wo man Benzin einfüllen muss, die anderen hören ständig auf das Auto.

Letztere würden schnell erkennen, wenn Geräusche entstehen, die unnormal sind. Man muss dann auch nicht warten, bis man vom einem eigenen Rad überholt wird.

Schrauben, die nur mit der Hand ein gedreht wurden, können schon nach wenigen Metern solche Geräusche erzeugen. Erst 100km fahren und dann nachziehen ist sehr mutig.

kann Dir keiner sagen, die Gefahr besteht eben. Wird oft nicht gemacht, aber dann wäre im Zweifel die Werkstatt eben nicht schuld.

wenn die Werkstatt sorgfältig gearbeitet hat passiert gar nichts. D.h Schlagschrauber und Drehmomentschlüssel

genau hier liegt ja das Problem an der Geschichte. Die Schlagschrauber. Meist eine Einheitseinstellung in Nm für alle Felgen.

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Ich hab es letztes Jahr auch vergessen. Ist nichts passiert...

Aber warum riskieren? Meine Werkstatt zieht die Schrauben jedenfalls kostenlos nach...

Die Wahrscheinlichkeit beträgt 0,02745 Prozent.

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