Positive und negative Aspekte des Weltfriedens?

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3 Antworten

Erstens sterben Menschen immer - alle ohne Ausnahme. Die Frage ist nur, wann und unter welchen Umständen. Ansonsten ist das Wort "Weltfrieden" ein Popanz, eine glänzende Seifenblase, um die Träumer von der harten Realität abzulenken. Das zieht ihre Energie statt in reale Aktivitäten und Verbesserungen in ihrer realen Umgebung in eine nebulöse Traumgestalt. Mit Nietzsche kann man sagen, der Traum vom Weltfrieden ist der Traum der Schmächtigen und Lebensunfähigen. Denn Leben bedeutet, sich den Aufgaben zu stellen, und da es unter 7 Milliarden Menschen jede Menge unfriedfertiger Menschen gibt, bedeutet es auch Kampf. Wenn überhaupt, beginnt der Weltfrieden vor der Haustüre. Krieg entsteht aus Verwerfungen, aus Diskrepanz zwischen Realität und Wunschtraum. Kriminelle wollen sich nicht mühsam ihren Wohlstand erarbeiten sondern anderen auf die Schnelle und mit Gewalt stehlen.

Das nimmt z.B. in Deutschland zu, wo kriminelle Banden aus Osteuropa nicht warten wollen, bis die eigene Wirtschaft für Wohlstand sorgt, sondern sie sich gern per Einbruch am Wohlstand im Westen bedienen. Dazu nutzen sie höchst intelligent alle unsere Fehler aus, sei es, dass wir unsere Sicherheitsstandards selbst nicht aufrecht erhalten (Computerkriminaliät), sei es dass wir emotional auf jedes bischen Verstand verzichten und sie unsere träumerische Willkommenskultur ausnutzen um Einbruchsgehilfen zu rekrutieren oder sogar Terroristen einzuschleusen. Das ist nun mal der Mechanismus: Wo jemand traumwandlerisch sich Schwachstellen leistet, sind die Vorteilsnehmer schnell zur Stelle. Wer war schneller: Das Internet oder die Internetkriminalität? Es gibt, so scheint es, nichts Gutes, ohne dass das Böse schon um die Ecke lauert. So schlimm es klingt: Wer sich in träumerischer Hoffnung und Sorglosigkeit sonnen will, weil ihm Verantwortung und Achtsamkeit zu mühsam sind, der reicht dem Bösen die Hand, sich im Guten einzunisten. Das ist das Übel am weltfremden Traum vom Weltfrieden.

Die Träumer vom Weltfrieden machen die Augen vor der Realität zu. Die Menschheit gibt es seit ca. zwei Millionen Jahren. In der uns bekannten Geschichte gibt es keinen Monat ohne Krieg irgendwo. Wer sich in der Welt unvoreingenommen umschaut sieht soziale Verwerfungen schlimmster Art, Missbrauch und Diebstahl bis in höchste Staatsstellen. Wer angesichts dieser Realität von Weltfrieden träumt muss schon sehr in virtuelle Welten abtauchen.

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Kommentar von Revic
02.04.2016, 12:49

Danke! Das ist genau die Art von Auseinandersetzung mit dem Thema, nach welcher ich gesucht habe. Wie glauben Sie, würde ein fiktives Szenario wie der Weltfrieden vonstattengehen?

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Nein, für mich ist Weltfrieden (= aus meiner Sicht die Abwesenheit von geplanter Gewalt) weder realistisch noch natürlich. Die gesamte Natur basiert auf dem Prinzip, dass sich die verschiedenen Lebewesen gegenseitig dezimieren, weil eine Überpopulation zu noch größeren Problemen führt.

Krieg aus menschlicher Sicht bzw Töten durch Menschen hingegen dient meistens nicht dem Verschaffen von Nahrung (wie es in der Natur üblich ist), sondern dem Verschaffen von Vorteilen für Einzelne auf Kosten anderer. In meiner bevorzugten Gesellschaftsform (Anarchie) wäre diese Intention allerdings mit dem Grundprinzip, der Abwesenheit von Hierarchien, unvereinbar.

Es gibt allerdings einen Punkt, an dem ich Gewalt grundsätzlich für gerechtfertigt halte: Wenn ein anderer Mensch gewaltsam versucht, die eigene Freiheit zu verletzen oder eine Hierarchie zu errichten bzw.. zu erhalten. Und wenn das eine große Gruppe (Armee/Miliz) ist, kann man nunmal am ehesten durch Gegengewalt reagieren, vor allem wenn friedliche Lösungsversuche durch eben diesen mangelnden Respekt nicht möglich sind.

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Für mich ist Weltfrieden, wenn ae Kriege aufhören. Wenn all die Gewalt ein Ende hat. Wenn Krankheiten aufhören uns zu vernichten. Wenn alle Länder gleich Leben können. Und wenn alle glücklich sind.

Dies wird die passieren, weil es immer jemanden geben wird, der etwas mehr hat als der andere. Es wird immer Differenzen geben, ob in der Gesellschaft oder in der Politik. Es wird immer einen geben, der was zu meckern hat.

Und selbst wenn am solch einen Zustand erreichen würde, wäre es verdammt ruhig auf der Welt. Die Menschen wurden ja dann aufhören für den Weltfrieden zu kämpfen, weil der quasi nicht mehr existiert. Dann kann nur noch die Natur etwas anstellen.

Also irgendwie braucht die Welt beides. Oder nicht? Also Frieden und Krieg. Wir können ja nicht ohne Gegensätze leben. Wie Tag und Nacht. Das eine kann nicht ohne das andere. Irgendwie gruselig 😅

Aber interessante fragen, die du so mitten in der Nacht stellst 😄

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