Negative und positive Aspekte als Lehrer??

8 Antworten

Positiv: 

- extrem sinnvolle Arbeit mit jungen Menschen
- wenn's läuft, bekommt der Lehrer viel zurück
- bisher noch recht großer Gestaltungsfreiraum
- z. T. freie Disposition der häuslichen Arbeit
- lange Ferien

Negativ:

- Gestaltungsfreiraum wird zunehmend eingeschränkt durch Verordnungen
- kurzatmige Reformitis mit unausgegorenen, oft ideologisch motivierten Maßnahmen (z. B. Gymnasium für alle, individuelles Lernen als Allheilmittel, Inklusion etc.)
- zunehmend schwieriger werdende, heterogener werdende Schülerschaft mit steigendem Anteil von nicht deutsch sprechenden, disziplinlosen Schülern sowie behinderten Kindern (Inklusion)
- immer mehr bildungsferne Eltern, oft aus Einwandererkreisen, die ihre Erziehungspflichten nicht wahrnehmen, sondern an die Schule abschieben wollen (verbürgtes Beispiel: Mutter kann die Uhrzeit an einer analogen Uhr nicht ablesen)
- Lehrer, die ihr Arbeit ernst nehmen, haben eine lange Arbeitswoche, die oft bei 50 Stunden liegt.

Wegen Sold/Gehalt kannst du hier schauen. Grundschullehrer sind in A12.

http://oeffentlicher-dienst.info/beamte/bund/

Die Frage nach Vor- und Nachteile musst du dir beantworten, da dies subjektiv ist und eine Sache je nach Person in die eine oder andere Kategorie fällt.

Positiv: Du hast die Möglichkeit junge Menschen zu prägen, Ihnen etwas beizubringen, es besser zu machen als deine Lehrer. Wissen zu vermitteln von einer Sache die Du magst. Dazu kommt vieeel Freizeit und meist stimmt auch die Bezahlung auch wenn du nur angestellt und nicht verbeamtet bist.

Negativ: es ist nicht immer ganz einfach das Publikum bei Laune zu halten. Du musst mit Kindern umgehen können und ihre Aufmerksamkeit hoch halten können. Du kannst so sehr der liebe Onkel sein - wenn dir die Klasse nicht mehr zuhört hast du verloren. Dazu kommen die Eltern die dir die Schuld geben werden warum ihr doch so hochbegabter Spross nur Sechsen schreibt. Manche laden jegliche Erziehungsarbeit auf dem Lehrer ab. Es wird schwer werden zu unterscheiden wer nicht lernen kann und wer  nicht lernen will. Du wirst unfair werden und deine LieblingsSchüler haben nur weil dir die Nase mancher Schüler nicht passt oder die der Eltern des Kindes. Dazu kommt dassie das Schulsystem in Deutschland bei weitem nicht das beste und sich stur geweigert wird etwas zu ändern  ( siehe Deutschland weit einheitlicher Lerbstoff oder Abitur ). Das kann alles sehr zermürbend und frustrierend sein und dich entweder irgendwann total abstumpfen oder Grade zu ins burnout laufen lassen.

Ist jetzt einfach mal so ausgezählt wie es mir eingefallen ist, nicht wie man es so schön in Deutsch gelernt hat nach Relevanz sortiert... ;)

 

Negativ:

  • du musst Leute motivieren, die das Fach evtl. nicht mögen
  • dauernder Spagat zwischen Schülern die das Fach können und weiter machen wollen und schwächeren, die es noch nicht verstanden haben
  • Eltern können extrem nervig sein (ihr Kind würde sowas nie tun, der Lehrer ist schuld an den Noten, warum wird mein Kind nicht besonders gefördert,...)
  • Eingeschränkte Möglichkeit den Arbeitsort zu wählen
  • du kannst viel Mist bauen und Kindern damit das Leben schwer machen
  • Besonders am Anfang und bei neuen Themen im Lehrplan viel Aufwand alles vorzubereiten
  • Eltern die dich 24/7 erreichen wollen ohne Rücksicht auf Feierabend oder private Termine (selber aber wegen Arbeit eben nicht in der Schulzeit können)
  • Häufung der Arbeit z.B. viele Arbeiten und Mappenabgaben vor Ferien usw.
  • Problem von Sprachbarrieren (ausländische Kinder deren Eltern auch kein Deutsch können)
  • Probleme mit kulturellen Unterschieden je nach Wohnort stärker oder geringer
  • Eltern und Schüler die immer öfter Schuld beim Lehrer suchen (guck dir da mal die Fragen hier an, für was manche Leute ihre Lehrer gerne verklagen wollen)
  • Urlaub nur in Ferien -> teurer + evtl. Probleme mit Beziehung (eine Bekannte bekommt da ständig keinen Urlaub weil Leute mit Kindern in der Firma Vorrang haben und die aktuellen Kollegen nicht so nett sind, ihr Freund ist Lehrer)
  • Änderungen durch die Politik ausgeliefert (13 Jahre Abi, dann 12, dann wieder 13; Orientierungsstufe [5.+6. Klasse] einfach von einem Jahr aufs andere abschaffen, Schulschließungen, Umbau zu Gesamtschulen,...)
  • Aufstiegschancen meist eher gering, wenn großes Interesse im Kollegium
  • Spagat zw. nett und streng
  • Kontakt mit schweren Schicksalen, wo man oft nicht helfen kann
  • Teilweise alleinlassen mit Problemen (Behörde sagt Inklusion, aber Lehrer sind nicht geschult oder bekommen dafür mehr Zeit)
  • bei den Lehrern die ich kenne: Deutlich über 40h Woche, durch den ganzen Kram drum rum

Positiv:

  • Leute fürs Leben prägen, während der Entwicklung begleiten
  • Deine Interessen (Fächer) anderen vermitteln und dafür begeistern
  • pädagogisch und erzieherisch auf Kinder einwirken, besonders bei Grundschule und Hauptschule
  • geregelte Arbeitszeiten
  • Freizeit selbst einteilbar
  • besonders wenn Verbeamtet sicherer Job
  • sichere Bezahlung

Wenn man es wirklich mag, dann ist es ein toller Job. Nervige Phasen hat man ja in jedem Job mal... Man muss aber dafür geboren sein.

Hallo testwiegehtdas: Stimmt!

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@Nadelwald75

Meine Güüüte ! DH !!! Hast DU DIR Mühe gegeben ! DIE (GF)-Geduld hätte ich nicht gehabt !

pk

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Negativ,große politische Abhängigkeit ! Wenn der Landkreis seine Priorität in der Haushaltssanierung in der Schulstruktur auslebt,macht er Grundschulen einfach zu.Das ist gerade in Nordhessen wieder mal Thema,wo die ABC-Schützen von heute auf morgen 10 km fahren müssen.

Bist Du dort Lehrer ,kriegste die Elternvorwürfe ab,denn die wissen selten den Behördengang und kennen keine Schulstrukturen.

Negativ ist sicherlich die Karriereaussicht.

Positiv ist es dann,wenn Du ein dickes Fell hast und gerade Herausforderungen magst .In gewisser Hinsicht kannst Du deutlich mehr gestalten,nicht nur im Unterricht,im Vergleich zu Lehrern der Sekundarschulen und Oberschulen.

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