Podenco

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6 Antworten

Dann fang ich mal an:

-sehr liebevoll, vorallem wenn er Vertrauen zu dir gefasst hat. Zu Fremden Anfangs immer etwas distanziert. Nicht ängstlich oder aggressiv, sie geht ihnen nur aus dem Weg. Irgendwann traut sie sich dann und ist dann den Umständen der Fremdheit entsprechend sehr umgänglich.Tätglicher Auslauf ist Pflicht, da sie sonst in der Wohnung und vor allem Abends ziemlich nervig wird. Bzw. unruhig. Wir gehen immer so circa 1,5 - 2 Stunden. Aber das könnte auch zu viel sein, ich weiß es nicht, Bekannte sagen, dass es natürlich auch darauf ankommt, was dem Hund am Anfang antrainiert. Abhauen tut sie auch ganz gerne mal. Zumindest in vertrauter Umgebung, was heißen soll: Aus dem heimischen Garten. Während des Spaziergangs bis jetzt noch nie!

Da du von einer 'sie' gesproche hast, nehe ich an, dass du keine Probleme bekommen solltest, von wegen Alpha-Hund dominieren etc.. Sie ist in der Wohnung ziemloch ruhig. Während sie draußen das genaue Gegenteil ist.

Auch gegenüber Nachbarskindern ist sie eigentlich gutmütig, wobei diese Kinder auch wissen, wie man mit einem Hund umgeht. Wobei Vorsicht ja eigentlich immer geboten ist !

Ansonsten solltest du immer im Hinterkopf haben, dass sie trotz allem noch immer ein Jagdhund ist!

Ich hoffe ihr werdet schnell ein herz und eine Seele und alles läuft glatt. Und -natürlich-viel Freude aneinander. :)

Das mit dem sehr liebevoll ist mir auch aufgefallen, wir waren bisher erst 7/8 mal spazieren und sie freut sich jetzt schon sehr mich zu sehen.Beim spazieren gehen hat sie ein wenig was von einem Flummi...

Ja, der Jagdhund kommt doch durch, gerade wenn sie meint etwas gesehen zu haben, dann gehen die Ohren hoch und sie geht kurz in die Leine, aber ich hoffe doch, dass das nach einiger Zeit nachlässt, sie muss ja nicht im Wald ohne Leine laufen, das darf aus unserem "restlichen Rudel" auch keiner.

Ich hoffe sehr, dass ich das alles hinkriege...

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@Cherole

Ich glaube nicht, dass man das den Hunden vollkommen abtrainieren kann, aber sicherlich kann man sie so gut trainieren, dass sie sehr gut auf Abruf hört, selbst wenn sie eine Fährte hat. :)

Ich wünsche euch beiden, viel Spaß und dass sie sich schnell ins > restliche Rudel < einlebt. :)

Und Danke für den Stern. ;)

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@LittleMissYuki

Sie hört mittlerweile auf ihren Namen - toll, Futter! Und mit der Schleppleine klappt das alles schon ganz gut, ich bin begeistert.

Bitteschön :)

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Das sind Jagdhunde, sie müssen sehr auf den Halter geprägt sein das sie von der Leine gelassen werden können. Drei Monate wird es dauern. Sie brauchen sehr viel Bewegung.

Hey Cherole, ich wollte dir auch nochmal auf die Frage antworten.

Euer Hund ist ja jetzt bald so zwei Monate bei euch, dann hat sie sich ja bald relativ gut eingelebt. Wir haben unsere auch aus dem Tierheim, wo ich jahrelang im Jugendclub war - deswegen haben wir sie auch bekommen obwohl wir Ersthundhalter sind. Unsere Hündin ist zwar irgendwo schon der "typische" Podengo Portugues: Sensibel, sehr freundlich, keinerlei Aggression, verspielt, verschmust, im Haus sehr ruhig und ausgegelichen und wahnsinnig schnell in der Begriffsauffassung. Dann hat sie noch so ein paar Macken aus ihrer Vergangenheit, z.B. ist sie fresssüchtig und öffnet dementsprechend gerne mal Schubladen um an Leckereien zu kommen. Wenn sie Frust schiebt (spezifisch gesagt, dann wenn wir abends mal alle zusammen in ein Restaurant gehen und sie da bleiben muss - zuviel Stress für sie), dann zerupft sie gerne Papier. Generell kaut sie aber ungern auf Sachen herum, abgesehen davon wenn es was zu futtern ist. Draußen verhält sie sich nicht allzu Podencotypisch und bleibt eigentlich ganz gerne in meiner Nähe. Wenn sie einen Hasen sieht hetzt sie zwar immer noch los, aber man kann sie abbrechen lassen (wobei, dass permanent geübt werden muss). Sie läuft auch nichtmehr weg, was die ersten paar Monate immer mal wieder gemacht hat (entweder um zu jagen oder sie ist mit "Beute" wiedergekommen)

Etwa zwei Monate nachdem wir sie bekommen haben sind wir mit ihr zum Verhaltenstherapeuten, weil sie immer wieder ins Haus gemacht hat. Dabei wurde klar, dass sie vermutlich durch ein erlittenes Trauma eine sehr niedrige Frustrationsgrenze hat. Besonders Menschen und Hunde (Tiere generell) sind Reizobjekte für sie. Mein Vater und mein Bruder haben´s immer mal wieder gerne übertrieben mit dem Spielen und sie in einen Stressrausch geschickt. Es wurde auch klar, dass sie zwar vermutlich Vorbesitzer hatte (die sie vermutlich auch misshandelt hatten), aber nicht an das Leben im Haus gewöhnt war und wir sie in dem Bereich nicht genügend geführt hatten. Sie bekommt mittlerweile regelmäßig Zyklene, wir machen in der Freizeit gerne Mobility mit ihr (leider gibt es keinen Trainer bei uns der das anbietet), auf den Spaziergängen immer wieder Suchspiele und zu Hause gerne mal Kopfarbeit. Daneben ist Schleppleinentraining und die Arbeit mit der Reizangel angesagt wegen ihrem Jagdtrieb, der nach wie vor ziemlich ausgeprägt ist. Ich bezeichne sie nur immer gerne als "untalentiert", weil sie das Wild selten vor mir entdeckt und darüber hinaus ohnehin nicht in der Lage ist lange zu hetzen. Mehr als ein Kurzsprint ist bei ihr, wegen der alten Verletzung am Bein nicht drin (aber immernoch ausreichend) - Mein Wunsch sie mal zur Hunderennbahn mitzunehmen, damit sie sich mal ordentlich "leerlaufen" kann, scheitert also an dieser Tatsache. Wir laufen täglich auch so etwa an die zwei Stunden täglich mit ihr spazieren. Ein Podenco Ibicienco bräuchte vermutlich aber mehr Auslauf und ein strikteres Jagdtraining. Die Reizangel ist in dem Fall ein super Übungsinstrument. Hoffe es waren ein paar gute Tipps dabei.

Ja, eingelebt hat sie sich ganz gut, sie hat ihren Schlafplatz gefunden (bei mir im Bett, wenn mein Freund da ist, auf der Couch ;-)) und weiß schon, wann meine Eltern sie mittags zum Spazieren gehen mitnehmen.

Das Futter macht mir auch etwas Sorgen, ich will ihr nicht zu wenig geben, aber bei der Fresserei , hab ich manchmal Angst, dass sie entweder erstickt, oder in kurzer Zeit zu viel zulegt. Wie habt ihr das denn am Anfang bei eurer gemacht, also von der Menge und vom Futter her?

Das mit der Reizangel ist ne tolle Sache, das hat mein Freund schon mit seinem Hund gemacht und meine macht es auch wahnsinnig gerne. Futterbeutel-Trainig klappt auch sehr gut, ich versuche momentan, ihr Möglichkeiten zu geben, "kontrolliert" zu jagen. Futterbeutel, Reizangel, solche Sachen. Aber da hab ich mit ihr wohl auch ziemliches Glück gehabt, sie schaut zwar immer und peilt, aber wenn man (naja, wenn ich sie rufe... das müssen wir noch üben...), dann kommt sie auch. Meint zwar immer, sie müsste sich nur ihr Leckerlie holen, aber es wird. Wahrscheinlich war ich da zu mutig, aber ich hab mir nach ein paar Wochen gedacht, irgendwann musst dus ja mal probieren.

Ja, ruhig ist sie im Haus auch, ich hab mir extra die ersten Wochen Urlaub genommen, auch von wegen alleine sein usw, das war aber eigentlich kein Problem, ich habe nur gelernt, dass Schuhe, gerade teure Schuhe, lieber nicht auf dem Boden stehen...

Wenn ich mir das von dir so anhöre, frage ich mich, was die Menschen mit ihren Tieren machen. Ich kann es ja verstehen, dass man mal sauer, genervt, gestresst, oder was auch immer ist, aber das an einem Tier auszulassen, naja, was reg ich mich überhaupt noch auf.

Mobility kenn ich gar nicht, was genau macht man da?

Ja, auszulasten ist sie kaum, sie benimmt sich zwar, aber ich merke doch, dass ihr manchmal was fehlt, ich bin am Überlegen, ob ich mit ihr Inliner fahren sollte, ich hab aber angst, dass sie mich umreißt. Ich hatte ja gehofft, dass ich sie zum Ausreiten mitnehmen könnte, aber das wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das klappt. Momentan bin ich auf der Suche, nach einer guten Hundeschule, speziell für Windhunde und Podencos, in unserer hab ich mir nur anhören müssen, wie hässlich mein Hund wäre. Inkompetente Idioten, so Leute kann ich nicht verstehen. Kenn ich nicht - mag ich nicht.

Du hast mir definitiv schonmal geholfen, es ist nett, mal von jemandem auch etwas positives über diese Hunde zu hören!

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@Cherole

Hihi, ja das kenn ich. Unsere darf eigentlich nicht auf die Sofas und die Betten (die weiß-roten Haare auf dem schwarzen Sofa sind ziemlich offensichtlich). Sie hat zwar ihre eigene Bank mit Kissen, fläzt sich aber trotzdem gerne auf den Sofas, sobald sich die Möglichkeit für sie ergibt ;)

Mit dem Futter haben wir das so geregelt, dass sie ein recht feinkörniges Futter bekommt, wir hatten vorher Canis Alpha, das war zwar ok, aber manchmal hat sie schon genug geschlungen und es gurgelte im Bauch. Zusätzlich bekommt sie auch noch selbstgekochtes Futter und Leckereien, z.B. Ochsenziemer und so bekommt sie nur unter Aufsicht. Ich muss allerdings auch sagen, dass sie einen echten Ledermagen hat und bisher alles was sie reingeschlungen hat (und nicht hinein gehörte) auch wieder rausgewürgt - wir mussten nur ein mal zum Tierarzt, aber das hat auch schon gereicht. Ist das bei euch eigentlich auch so? Seid wir sie haben, finden wir das unmöglichste Zeug in den Wiesen - Unglaublich was die Leute alles wegschmeißen! Von der Menge her geben wir ihr jetzt weniger, bei Canis Alpha mussten wir ihr mehr als empfohlen geben, bei Belcando kommen wir jetzt mit 1,2% vom Körpergewicht hin. Was mir beim Futter übrigens aufgefallen ist: Wir haben ihr relativ am Anfang mal Hühnerbrust pur mit Karotte gegeben (meine Mutter hatte aus dem Geschäft knapp zwei Kilo mitgebracht) und nach einer Woche hab ich gemerkt, dass sie richtig heftig triebig geworden ist - Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass das bei ihr mit dem Proteingehalt zusammenhängt nach zwei Monaten Orijen war das nämlich wieder so.

Mit dem Futterbeutel hab ich´s auch versucht, aber irgendwie hab ich sie noch nicht dafür begeistern können. Mit dem Herrufen war und ist das bei uns im Grunde nicht anders - sie orientiert sich einfach nur selektiv an uns. Schaut mal her und rennt dann wieder weiter. Wir konnten dem nur mit striktem Leinentraining und Schleppleinentraining beikommen und indem wir den Hampelmann für sie machen und uns für sie interessant machen. Aber sie ist trotzdem kein daueraufmerksamer Hund - find ich auch vollkommen in Ordnung, solange das mit dem Stopp funktioniert :)

Ich muss zu ihrer Vorgeschichte ja sagen, dass ich immer wieder darüber verwundert bin, dass sie trotzdem so offen und freundlich geblieben ist und nicht so verstört wie man es erwarten könnte. Wenn man es weiß dann merkt man zwar schon, dass sie wie erwähnt eine Art Trauma erlitten haben muss, sie zuckt bei bestimmten Bewegungen fremder Leute, manchen Männern und Stöcken zusammen - aber dass sie trotzdem so überaus freundlich ist, ist schon der Wahnsinn. Ich find es nur traurig, dass sie deshalb so schnell überspannt und sich allein nicht beruhigen könnte. Ich kann auch nicht verstehen, was man überhaupt für ein Mensch sein muss um ein so liebes Tier zu verletzen :(

Mobility ist im Grunde wie Agility, aber eben schön langsam. Es geht eher um Verharren, Aushalten und soll die Bindung zum Halter festigen - also eher geeignet für eher unsichere Hunde, die nicht gut mit Reizen umgehen können. Ich lasse sie dazu öfters auf Baumstämmen rumklettern, durch Reifen springen, über die Wippe laufen oder auch einfach mal nur im Bleib sitzen lassen, während jemand auf einem Bein hüpfend auf uns zukommt :) Sie soll eben einfach lernen Reize auszuhalten und sich mehr auf mich zu konzentrieren.

Wie schaut´s denn bei euch mit Rennbahnen aus? Ich muss sagen, bei uns gibt es eine in der Nähe (naja, ein Stück mussten wir schon fahren) wo ich auch mal war. Wir haben sie mal bei den Senioren mitlaufen lassen, aber es fehlt ihr wie gesagt einfach an Ausdauer, nach dem zweiten Mal tat das Beinchen schon weh. Deshalb lassen wir das auch lieber obwohl´s mir schon Leid tut - denn Spaß hat sie, das sieht man. Die Leute vom Verein waren echt super nett - Obwohl ich "nur" eine "Zwergi"-Podenga hatte ;)

Wir sind eben gleich zu unserer Trainerin, die auch schon Erfahrung mit Auslandshunden hatte (deswegen haben wir sie ausgesucht). Solche Vereinsbegegnungen mit Leuten, bei denen nur ein "hübscher" Hund ein guter Hund ist, sind mir bisher erspart geblieben. Aber mir ist auch schon aufgefallen, dass sich an den Ohren die Geister scheiden - wobei ich sagen muss, das bei meiner einfach noch so ein Niedlichkeitsfaktor hinzu kommt. Die Portugiesen sind nicht so drahtig wie die Spanier ;) Aber du hast vollkommen recht: Wer den Hund eines anderen als hässlich bezeichnet ist 1. ein intoleranter Idiot (nicht jeder hat denselben Geschmack), 2. ein unsensibler Idiot (beleidige meinen Hund und du beleidigst mich) und 3. kein echter Hundeliebhaber - die schmelzen nämlich bei allen Hundeaugen hinweg, auch wenn das Äußere sie nicht ganz so sehr anspricht.

Ich persönlich finde ja, dass Podencos zu der Sorte Hund gehören, der man einfach niemals böse sein kann. Sie sind die Elfen unter den Hunden :)

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@niska

Wie wahr, deswegen schläft meine im Bett, ich kam rein und sie lag drin und ich wollte sie wirklich rausschmeißen, aber wenn sie mich so anschaut, dann fällt mir ein nein furchtbar schwer.

Ich versuche momentan auch so ein Mittelding, bin aber noch nicht ganz glücklich, mal schauen, ob ich das Futter bei uns kriege, ist mir bisher noch nicht bewusst aufgefallen.

Ja, aber schon immer, es fällt einem mit Hund nur so sehr auf. Der Hund meines Vaters ist auch so verfressen und schleppt alles an, was man vielleicht essen könnte. Ich glaube bei Hunden, die über einen längeren Zeitraum nicht genug zu fressen bekommen haben, kriegt man das auch nach Jahren nicht mehr raus. Bei uns ist der Fahrradweg mittlerweile aber auch zu einer Auto-Renn - und Rollerfahrstrecke, vorzugsweise für Betrunkene verkommen. Und dann darf man nur immer hören, dass man als Hundehalter Rücksicht auf alle nehmen soll.

Das ist keine schlechte Sache, grade bei so energiegeladenen Hunden, auch um etwas entgegenzuwirken. Da muss ich mich mal umhören.

Bei uns gibt es eine, das wären ungefähr 50 km zu fahren, aber Autofahren üben wir noch, ich will sie nicht zu sehr stressen und das fahren nimmt sie doch immer etwas mit, aber es wird besser. Aber an sich eine tolle Idee, ich werd da mal anrufen, vielleicht lassen die meinen Spring-ins-Feld mal rennen. Das find ich ja doch immer schlimm für die Hunde, insgesamt für Tiere, wenn sie etwas gerne tun und ihnen das durch Unvorsichtigkeit und Ignoranz genommen wird.

Es ist immer schön, wenn man auf Gleichgesinnte trifft. Ich fand diese Rassen schon immer faszinierend, vor allem wenn sie laufen ist das kaum mit irgendetwas zu vergleichen.

Nicht nur an den Ohren, auch an den Zähnen, meine sieht aus wie das Eichhörnchen aus Iceage. Da sind sowieso nur Leute, deren Kinder aus dem Haus sind und die nur noch den Hund zu bemuttern haben, ich will ja keinen angreifen, aber normal ist das doch hoffentlich nicht?

Ja und eigentlich Allround-Talente, agil aufm Spaziergang, verspielt im Garten und ruhig und gemütlich im Haus, wie viele Hunde können das? ;-)

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@Cherole

Das war mit einer der Gründe warum wir uns für unsere Elfe entschieden haben :) Es war einfach was für jeden was dabei: für meine Mutter und Schwester war sie anhänglich und verschmust genug, für meinen Bruder gutmütig und verspielt genug, mein Vater kann mit ihr herumtoben (er darf´s nur nicht übertreiben) und draußen mit ihr ne Runde rennen (Ich hab noch nie so einen guten "Jogging-Begleithund" gesehen, bei Lauftempo hält sie immer eigenständig mit einem Schritt - beim Joggen orientiert sie sich ganz anders an einem) und für mich ist sie clever genug. Hört sich zwar merkwürdig an, aber ich finde es gut, dass sie eine kleine Herausforderung war und ist und ich ihr Vertrauen erst gewinnen musste und weiterhin mit ihr arbeiten muss.

Ich hoffe ihr findet eine gute Möglichkeit, damit sie ihre Anlagen ausleben kann. Bisher konnten wir nicht mal einen anderen Hund finden, der dasselbe Spielverhalten hat. Der Hund meiner Tante hat bsw. auch Windhund oder Podencoanlagen - aber leider spielen die zwei nicht miteinander, weil der Hund meiner Tante angstaggressiv ist. Und bei uns im Ort gibt es zwar eine Dame die zwei Windhunde hat - die dürfen aber nicht von der Leine (aus den üblichen Gründen...). Die anderen Hunde mit denen sie sonst spielt, sind einfach anders. Meine fängt nach ein paar Minuten das "Rennhoppeln" an und wetzt durch die Gegend während Mops und Co. mit folgendem Gesichtsausdruck daneben stehen: O.o Ein kleines Berner Sennenmädchen aus der Nachbarschaft versucht da immernoch mitzuhalten, ist nach ein paar Versuchen aber schon geschafft. ;)

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@niska

Das kann ich gut nachvollziehen, es wird nie langgweilig ;-) Ich muss sagen, ich mag die Änhänglichkeit auch ganz gern, sie achtet auf mich, ist aber nicht auf mich fixiert, so wie z.B. eine Australian.

Ich hab letztens festgestellt, dass meine furchtbar panisch wird, wenn sie über die Leine tritt, sie also dann an ihrem Bauch spürt, erst habe gedacht, sie hätte Schmerzen, aber es scheint furchtbare Angst zu sein. Ich muss mal schauen, ob ich das irgendwie in den Griff kriege, ich hab jedesmal angst, dass sie sich das Genick bricht.

Der von meinem Freund ist glücklicherweise genauso bekloppt wie sie. Zwar nicht ganz so schnell, dafür ausdauernd genug, die zwei sind etwa gleich alt und einer ist schlimmer als der andere.

Wir haben jetzt ein neues Hobby, Fußball. Ich versuche momentan, sie mit Spielen (Reizangel, Fußball, Futterbeutel), schon ein bisschen zu beschäftigen, morgens gehen wir knapp ne Stunde, mittags nur kurz und abends nochmal, da lassen wir unsre zwei aber meistens nur rennen, macht ihnen einfach mehr Spaß.

Es ist aber einfach schade, es gibt eben kaum Hunde, die da wirklich mithalten können und wollen... Meine neue Trainerin will demnächst mal eine Spielstunde für Windhunde veranstalten, wäre das bei euch nicht auch eine Option?

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@Cherole

Nein leider nicht wirklich. Unsere Trainerin bietet zwar jährlich Workshops speziell für Auslandshunde an, mit Schwerpunkt auf Galgos und Podencos und bei einer anderen Hundeschule haben wir auch schon Beschäftigungskurse mitgemacht (Konzentrations- und Denksportaufgaben), aber reine Spielstunden bieten bei uns in der Umgebung nur zwei Hundeschulen an, wobei es bei der einen direkt zum Unterricht gehört und nicht seprat angeboten wird (und der ist für meinen Geschmack zu sehr auf Obidience, Agiliy bzw. Hundesport allgemein ausgerichtet) und bei der anderen war meine Tante schon und war nicht sehr begeistert, weil die Hunde einfach alle "aufeinander losgelassen werden", die Kläffer, die Raufer, die Ungestümen und die Schüchternen, während Herrchen und Frauchen zusehen und plauschen - dass das so läuft hätte ich nicht gedacht. Über das Thema hatte ich es aber auch schon mit ner Bekannten. Bei uns gibt es eigentlich nicht wirklich viele Angebote, speziell Rassenspezifische Angebote sind selten. Wie gesagt: Die nächste Hundeschule die bei uns Mobility anbieten würde ist gut 70km entfernt, die Rennbahn gut 40km, unsere Trainerin gut 30km, die andere Hundeschule knapp 20km - und ich habe gerade mal recherchiert: Eine Spielstunde für Windhunde gibt´s in etwa 30km Autobahntrecke zu erreichen (eigentlich ne Überlegung wert, aber jede Woche möchte ich sie nicht wirklich so durch die Gegend kutschieren, das ist schon stressig für sie). Naja, sie kommt ja eigentlich auch ganz gut mit den anderen Hundis aus und da hat sie auch noch den Vorteil schneller zu sein, als die Labbis ;)

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@niska

Ja, das war bei unserer alten HS auch so... Wir lassen die Tierchen mal machen und halten nebenbei Kaffeeklatsch... Man müsste meinen, Hundeschule wäre ein Hausfrauentreff, kein Training für den Hund.

Das Problem mit dem Autofahren kenn ich. Sie hat mir, als ich sie geholt habe, dreimal ins Auto gekotzt, das bei einer Fahrt von 15 Minuten, aber es wird besser. Das macht dann auch einfach keinen Spaß, wenn man einen gestressten Hund dabei hat, der dann eine Stunde tobt und danach wieder ins Auto gesperrt wird.

Ich hab jetzt netterweise auch noch eine Hundegruppe für uns gefunden, wir haben jedesmal 5-7 Hunde dabei und da findet sich immer einer zum Toben. Ich hab am Anfang etwas angst gehabt, dass sie schlechte Erfahrungen macht und ihre Freundlichkeit gegenüber anderen Hunden verliert, aber da ich die Hunde kenne und weiß wie sie sind, klappt das wunderbar.

Ohja, ärgern wir den Labrador. Ich bin davon überzeugt, dass die genau wissen, dass ein Labrador keine Chance hat. Meine provoziert die immer, wird langsamer, sodass die glauben, sie hätten eine Chance, um kurz darauf, wieder schneller zu werden...

Ich glaube mittlerweile, meine ist genauso Jagduntalentiert, wie deine. Sie sieht alles erst nach mir, vor kurzem, stand ich mit ihr auf einer Wiese, mit unwahrscheinlich vielen Mäuselöchern, sie war eifrig am Suchen, ungefähr einen Meter von mir entfernt. Auf einmal kommt eine Maus aus einem der Löcher, läuft mir fast über die Füße und sie guckt auch noch, es ist aber irgendwie nicht bei ihr angekommen ;-) Klasse. Es war zum Schießen.

Mir fällt aber auf, dass die Angst vor dem Windhund als Haustier doch immer mehr zurückgeht, wer hätte gedacht, dass diese Hunde mit artgerechter Erziehung und Auslastung tolle Partner sind

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@Cherole

Also scheint das doch normal zu sein - Ich habe mich halt echt gewundert, weil ich meine Süße nicht einfach so an andere Hunde heranlasse, einfach auch deshalb, weil sie dabei ganz schnell in Stress gerät. Ein paar Wochen nachdem sie bei uns war hat sie dann auch angefangen Hunde anzubellen, weil sie eben sofort hinwollte und Frust geschoben hat und so geht das nunmal nicht. So ein selbstständiger Hund muss ja auch erstmal lernen sich zumindest ansatzweise an mir zu orientieren und nachdem wir einmal eine fast unangenehme Begegnung mit nem Neufundländer hatten, weil ich nicht richtig aufgepasst hab, hab ich auch sofort gemerkt, dass sie nichtmehr "zur Mama kommt", wenn Probleme anrollen - also das hat geeedauert, bis wir das wieder hinbekommen haben, weil sie dann eben auch ein Problem mit der Stubenreinheit entwickelt hat und wir gar nicht begriffen haben, dass das alles mit diesem Stress zusammenhängt. Mittlerweile akzeptiert sie es wunderbar, dass ich zuerst mal an die Hunde dran gehe und dann vielleicht sie - ich mach mir jetzt auch keinerlei Sorgen wenn sie dabei an der Leine bleibt, wenn der andere zickt, dann schleicht sie sich (relativ) entspannt hinter mich und wartet ob ich zurückzicke :)

Was meine bei den Labbis ganz gerne macht: Sie wetzt ans andere Ende der Wiese, wartet bis der andere sie fast eingeholt hat und wetzt dann an ihm vorbei wieder zurück - mit einem Grinsen bis über beide Ohren (also ein ziemlich enormes Grinsen ;)

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@niska

Bei uns ist es immer ganz schlimm mit diesen "Der macht nichts-Hundehaltern". Da werd ich so langsam wirklich böse, eine andere läuft prinzipiell nur 400 m hinter ihrem Hund her und quatscht ins Handy. Da krieg ich wirklich zu viel. Das ist mir doch egal, ob der nichts tut. Ich kann das gut verstehen, dass du da vorher hingehst, wäre mir auch lieber, wenn das ginge, man muss schlechte Erfahrungen ja nicht provozieren.

Ja, das mit der Orientierung ist so eine Sache. Wenn sie was zu futtern will, ist sie sofort da, aber sonst ist alles andere interessanter. Mir ist es auch wichtig, dass ich mehrere Spaziergänge in der Woche habe, bei denen ich mit ihr Arbeiten kann. Man muss ja interessant bleiben. Gar nicht so einfach.

Ich kanns mir wirklich gut vorstellen ;-) Manchmal tun mir die Labbis fast leid, aber auch nur fast ;-)

Wir haben momentan das Problem, dass meine Panik schiebt, wenn sie in die Leine tritt, die also quasi hinter den Vorderläufen hat. Ich hab noch keine Ahnung, wie ich das hinkriegen soll, sie springt nahezu im Dreieck und ich weiß nicht, woran das liegen könnte.

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Die Pods, die ich hier kenne (Ein Ehepaar hält 2 aus Spanien, nacheinander geholt), haben beide einen ausgeprägten Jagdtrieb, daher können sie sie leider nicht von der Leine nehmen, benutzen aber mitunter längere Schleppleinen. Sie gehen auch mit beiden zum Hundetrainer (wir sind oft zusammen in der Gruppe).

Solange auch der Hund keine Bindung zu Dir hat, denn das braucht eine Weile, würde ich eh empfehlen, ihn nicht von der Leine zu lassen.

Das kann man pauschal nicht sagen, wie sich das bei Deinem entwickeln wird. Dazu kennst Du ja auch seine Vorgeschichte wahrscheinlich wenig bis gar nicht.

Trainiere halt viel mit ihm, am besten immer mit HS, damit er schnell Vertrauen zu Dir aufbauen kann. Viel Erfolg!

Podecnos sind eigentlich recht umgängliche hunde, die fast alles mit sich machen lassen.Da jeder Hund unterschiedlich reagiert kann man auch nicht sagen "in zwei oder acht Wochen kannst Du ihn von der Leine lassen".Geh mit dem Tier zur Hundeschule - dort lernst Du recht schnell und auch sicher den Hund einzuschätzen und zu händeln.

Ja, das ist klar, es ging mir auch nur um eine ungefähre einschätzung, bzw. wie es bei anderen so geklappt hat, die das schon "durch haben".Bin momentan schon auf der Suche, es gibt zu viele schwarze Schafe.

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@Cherole

Wieso Schafe? Ich denke, Du willst einen Podeco? :-D

Ne - wie gesagt. Jeder Hund ist anders. Da kann man nicht verallgemeinern.

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@hanco

Hast Du was gegen Schafe? ;)

Da hast Du natürlich recht.

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Schau doch mal bei www.tierhilfe-menorca.de da gibt es links so einen Punkt, der heißt Podenco-Erfahrungen da kannst mal rein schauen.

Das werde ich auf jeden fall tun, Danke!

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