Pharmazie studieren nur Apotheker?

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6 Antworten

Pharmazie ist ein sehr vielfältiges Studium und dementsprechend breit auch die Jobaussichten. 

Man hat seeeehr viel Chemie, Physiologie, Biologie vorallem mit Pflanzen, Physik usw... Eine Mischung aus allen Naturwissenschaften irgendwie, das fand ich sehr spannend im Studium, aber dem sollte man sich davor bewusst sein.

Was ich auch noch als Vorteil sehe ist, dass die Konkurrenz einigermaßen begrenzt ist. Natürlich hat man bei manchen Jobs Biochemiker die sich ebenfalls bewerben, oder Biologen, aber Pharmazeuten gibt es pro Semester pro Uni ich schätze mal 70 Absolventen. Und wenn ein Job eine Approbation fordert, KANN nur ein Pharmaziestudent zuschlagen :)

Natürlich gibt es da auch noch andere Möglichkeiten.

Apotheker bietet sich zwar an und das Pharmaziestudium ist mehr oder weniger genau darauf ausgelegt. Aber man kann auch in Forschung oder Industrie gehen, wobei die Forschung meist nur befristete Stellen zu bieten hat und in der Industrie mit einer sehr langen Arbeitswoche aber dafür sehr guter Bezahlung zu rechnen ist.

Eine weitere Möglichkeit wären z.B. Prüfstellen für Arzneimittel oder Lebensmittel. Da ist man dann bei Behörden angestellt.

Nur ca. 2 % der Pharmazie-Absolventen werden Apotheker.

Wenn Du einen XING-Zugaang hast, schau dort unter dem Button "Campus" nach. Dort gibt es den Job-Guide und Job-Pedia. Im Job-Guide suchst Du nach Pharmazie und bekommst viel, viele Optionen angezeigt: Berufe, in denen Menschen arbeiten, die Pharmazie studiert haben.

Du meine Güte - SO wird aus schlechter Recherche Unfug !!! Auf der XING-Seite steht unmissverständlich "XING-Mitglieder, die dies studiert haben (gemeint hier: Pharmazie), arbeiten heute als Apotheker" - und der Satz wird gefolgt von den 2 %. Aber sorry - erstens fehlt hier auf GF die Info, die XING selbst einschränkt, und zweitens muss man doch bitteschön, bevor man Zahlen um-interpretiert, mal das Hirn einschalten !!! Wenn geschätzte 99 % der Apotheker nicht bei XING angemeldet sind, weil das Portal für die übergrosse Mehrheit der Apotheker nix bringt, dann sind die "2 %" statistisch komplett irrelevant !!!

Mal eine andere Sichtweise: Ende 2015 waren in Deutschland 62757 Apotheker berufstätig. Davon hatten 50365 ihren Arbeitsplatz in einer öffentlichen Apotheke, 2212 im Krankenhaus, 5867 in der Industrie und so weiter. Nachzulesen bei der ABDA in den Zahlen / Daten / Fakten

Betonung liegt auf "APOTHEKER", also keine direkte Antwort auf die Frage, wie viele Pharmazie-Studierende dann auch Apotheker werden. Nun kann man einige der oben aufgeführen Bereiche auch ohne den dritten Teil der Staatsprüfung (Voraussetzung für die Approbation) gut bewerkstelligen, aber die Zahl derer, die sich zwei Teile des StEx antun und den dritten auslassen, die ist gering.

Sorry, dass ich so angefressen reagiere - aber wenn man bedenkt, dass Antworten aus gutefrage.net und ähnlichen Foren oft als Weisheiten in Referaten und Vorträgen abgekupfert und weiterverbreitet werden, dann muss man doch mal deutlich darauf hinweisen, was für Mist hier zum Teil veröffentlicht wird.

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@wallenstein

Die Empfehlung, das Hirn einzuschalten, gebe ich gern zurück. Zur Auffrischung gern noch einmal die Frage:

"Wenn man das Pharmazie Studium abgeschlossen hat kann man nur als Apotheker arbeiten oder gibt es andere Berufswege ?"

Dass man nach einem Pharmazie-Studium Apotheker werden kann, das weiß der/die FS bereits; es ging um weitere Berufsmöglichkeiten, nicht um statistische Erhebungen zum Apothekerberuf. Und mir scheint, dass meine Antwort einen sehr brauchbaren Hinweis gibt. Und mehr noch: sogar die Möglichkeit, mit den Menschen IN KONTAKT zu treten, die andere Wege eingeschlagen haben.

Deine Antwort, die die Einsatzmöglichkeiten eines Apothekers aufzeigt, lässt genau diese Fülle an Optionen außen vor!

Ja, die 2 % sind eine XING-Erhebung. XING ist mit 10 Mio. Mitgliedern sicher ein sehr ernst zu nehmendes Portal - explizite für berufliche Orientierung, Entwicklung und auch Neuausrichtung und darüber hinaus eine exzellente Netzwerk-Platform, die den Tunnelblick und die Berufsblindheit von Menschen überwinden hilft. - Im übrigen würde ich jedem Studenten in fortgeschrittenen Semestern vernünftige Berufsportal empfehlen.

Und für eine kontextfremde Wiedergabe von Informationen in Referaten o. ä. muss dann wohl derjenige seinen Kopf hinhalten, der so verfährt. - Eine Frage nach statistischen Erhebungen für ein Referat hätte vermutlich anders gelautet als die der/des FS.

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