Pharmazie - Lebensmittelchemie - Biochemie - Chemie?

4 Antworten

Der Mathe- und Physikanteil ist in diesen Fächern eher gering. An der Uni werden die Grundlagen der Mathematik und Physik gelehrt, aber dort steigt man nicht allzu tief in die Materie ein. Die Grundrechenarten sowie das Rechnen mit Exponenten und Logarithmen sollten sicher sitzen. Im Labor wird kaum mehr als Dreisatz benötigt.

Zu den Chancen: Schau dir die NCs der einzelnen Unis an. In Chemie kommt man meist recht gut rein, bei den anderen Studienfächern wirst du dich wohl bewerben müssen.

Das Wechseln zwischen den einzelnen Studiengängen ist nur bedingt möglich. Das wird an jeder Universität wohl anders gehandhabt. Zumeist wirst du dir beim Studienfachwechsel nach dem zweiten Semester das eine oder andere Grundlagenfach anrechnen lassen können, sofern bestanden, aber auch ein Teil wird nachgeholt werden müssen. Ein Wechsel ohne Zeitverlust ist daher unwahrscheinlich.

Hast du dich mit den Unterschieden in den einzelnen Fächern auseinandergesetzt?

Ich habe eine Zusage für Lebensmittelchemie bekommen! Das einzige was mir noch etwas Sorgen macht ist die Mathematik und die Physik im Grundstudium, die von vielen gefürchtet ist. Ist das wirklich so schlimm wie alle sagen, oder ist das schon zu schaffen? 

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@EvaM97

Ich gratuliere herzlich :) Wo geht es denn hin?

Ich fand, dass es problemlos zu schaffen war. Das war eigentlich kaum mehr als der Oberstufen-Stoff. Aber das kommt immer auf die Uni an, an der du studierst. Bei uns hatte mit diesen Fächern niemand Probleme (bis auf die Leute, die für das Studium total ungeeignet waren).

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 Hi. Also am meisten Mathe/Physik hast du in Chemie. Von Lebensmittelchemie kannst du (zumindest an meiner Uni) ohne Aufwand zur Chemie wechseln. Zwischen Biochemie und den anderen ist das schon schwieriger, da unterschiedliche Praktika durchgeführt werden. Chancen hast du in allen sehr gute, zumal du nach dem Abschluss noch viele Freiheiten zu wachseln zwischen dieses Disziplinen hast.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Doktorand mit zwei M. Sc und B.Sc. In den Diziplinen

Hat man dann in Lebensmittelchemie weniger Mathe/Physik dafür aber mehr Botanik und Biologie?

Ich hoffe ich bekomme mit meinem Schnitt von 2,2 einen Studienplatz.. :0

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@EvaM97

Genau, bei uns nur erstes Semester Mathe&Physik und dafür Botanik ab dem 2. und Lebensmittelchemie ab dem 3. Quantenmechanik gibts auch nicht für LC.

An der TUM war es früher schwer reinzukommen, jetzt waren aber auch welche dabei die mit Abi 3.0 rein gekommen sind. Ich persönlich hab mit LC angefangen und bin in Chemie gewechselt

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@iCameSawKnew

Ok das klingt doch schon mal ziemlich gut!

Dann hab ich ja noch Hoffnung, dass ich vielleicht doch gleich mit meinem Schnitt in LC reinkomme👍😍

Vielen Dank für die Antwort!!

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Hi :-)

Also ich selbst habe Chemie als LK und habe da durchgängig 15, werde hoffentlich einen 1er Abi machen und als Zusatzkurs wurde in Klasse 11 bei und Lebensittelchemie angeboten (auch durchgängig 15). Ich werde, wenn Chemie/Latein auf LA nicht klappt, Lebesmittelchemie studieren.

Hier ist es so, dass Chemie keinen NC hat; Lebensmittelchemie hat einen NC von 1,5, vielleicht höher. Wie es mit Pharmazie und Biochemie aussieht, weiß ich nicht.

Also, in Chemie sit echt sehr viel Physik, das merke ich schon im LK. Und Physik ist viel Mathe. Also ist enorm wichtig, dass du Mathe beherrschst! Sonst war's das...sorry, das meine ich ernst, denn an der Uni musst du physikalische Chemie zum Beispiel besuchen.

Da im ersten Semester so gut wie alle Studierenden zunächst die gleichen Vorlesungen besuchen, ist ein Wechsel meist möglich. Eine Differenzierung findet entweder im oder nach dem Bachelor statt. So musst du also auch als Lebensmittelchemiker, Pharmazeut oder Biochemiker in die Chemie Vorlesungen gehen, die auch bspw. die Lehrämtler besuchen. Außerdem hat jeder Studiengang andere Voraussetzungen und entsprechende Kurse.

Wenn es bei euch die Möglichkeit geben sollte, gehe dich an der Uni informieren! Hier hat die FU Infotage angeboten, in denen jeder Prof was zu seinem Fach(gebiet) etzählt hat, wie das abläuft, was man können muss und so weiter. Am zweiten Tag hab es Vorlesungen und Kurse (bspw. Seminare), die man besuchen konnte. In diesem Zuge hab ich mich natürlich in Chemie rein gesetzt und noch einen Latein Lektürekurs besucht. Ich fand es großartig und mein Wunsch, Chemie und Latein zu studieren, manifestiert sich immer mehr. Ich nehme auch an vielen Dingen wie an Workshops oder an der langen Nacht der Wissenschaften teil. Solche Sachen können einem echt enorm helfen!

Zudem bieten Unis oft sogenannte Boni an. Hier mal die für die FU Berlin zum Einsehen:

http://www.fu-berlin.de/studium/bewerbung/formulare/studienrelevante_taetigkeiten_und_schulfaecher_inderadh-quote.pdf

Nehmen wir also an, ich würde mit 1,5 Abi machen und Chemie und Latein auf Lehramt studieren wollen. Dann wäre ich auf Platz 113. So, nun habe ich Mathe als zweiten LK, somit 4 Semester belegt, Chemie natürlich auch 4 Semester. Pro Fach 15 Plätze Abzug ergäbe Platz 83. In Latein würde ich durch Latein vier Semester und Nachhilfeunterricht 20 Plätze höher sein, also auf Platz 93. 
Nun, da es bei beidem mehr Studienplätze gibt, wäre ich in beidem eingeschrieben (mal abgesehen davon, dass Latein und chemie beide keinen NC haben).

So läuft das in etwa ab. Wenn noch Fragen sind, dann melde dich :)

LG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium Chemie + Latein Lehramt

Also zuallererst geht es hier um den Fragesteller, nicht um dich und deine Noten. Die sagen nämlich nicht besonders viel über deine Eignung aus, irgendeines dieser Fächer zu studieren.

Der Physik-Anteil in der Chemie ist, abhängig von der Fachrichtung, eher gering. Natürlich kann man sich auch mit physikalischer Chemie beschäftigten oder in Richtung Technische Chemie gehen. Und Mathe wird, im Vergleich zu den anderen Naturwissenschaften wie der Physik, auch kaum benötigt.

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@Mustermu

Erstmal habe ich das lediglich an einem Beispiel erklärt. Ich hätte auch die Noten von sonstwem nehmen können. Dass es um den Fragesteller geht weißlich, da ich hier schon lang genug dabei bin^^

Wenn du Chemiker wirst, hast du physikalische Chemie nun mal drin, daran kannst du eigentlich nichts machen. Dass Mathe kaum benötigt wird,sehe ich anders. Oder warum ist mein Unterricht in der Oberstufe zumindest so Mathelastig? 

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@DieChemikerin

Du darfst deinen Chemieunterricht nicht mit einem Chemiestudium gleichsetzen.

Ich weiß auch nicht, was du genau als mathelastig bezeichnest. Wir haben damals auch Säuren, Basen, Puffer, elektrochemische Potentiale und Löslichkeitsprodukte berechnet. Aber von der Mathematik her ist das doch simpel.

Möglicherweise haben wir da einfach nur unterschiedliche Ansichten. Ich verbinde "mathelastig" vor allem mit schwieriger, höherer Mathematik. Und das hat man in der Chemie nicht.

Nur zum Vergleich: Mein Bruder studiert eine Ingenieurwissenschaft. Der belegt dieses Semester das Modul Höhere Mathematik 4. Er hat jedes Semester Mathe-Module. In meinem Chemiestudium hatte wir zwei Semester Mathe, in denen zu großen Teilen der Mathe-LK wiederholt und etwas erweitert wurde. Und dann noch ein Semester Statistik/Stochastik. Das wars an Mathe.

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Der NC ist von der Uni abhängig, ebenso das Zulassungsverfahren.

Ich glaube kaum, dass du den Anteil an Mathematik oder Physik beurteilen kannst, wenn du nicht Chemie studierst.

Der Schulstoff reicht dir maximal ins zweite Semester, danach ist es beinahe egal welche Noten du irgendwann einmal gehabt hast.

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Hallo EvaM97,

Im Unterschied zu LMC, BC und der normalen Chemie handelt es sich bei Pharamzie nicht um einen Bachelor/Master-Studiengang, sondern der angestrebte Abschluss ist das Staatsexamen. Daher ist das Wechseln des Studiengangs hier etwas problematisch, innerhalb der Bachelor-Studiengängen solltest du aber problemlos wechseln können.

Mathe und Physik werden dir in allen genannten Studiengängen begegnen. Bei LMC und BC ist der Anteil an Physik etwas geringer, dafür kommt ein größerer Teil Bio mit dazu.

BC und Chemie sind besonders im Grundstudium sehr ähnlich, die LMC ist insgesamt eher analytisch geprägt. Die allgemeine Chemie hat mit allen Disziplinen einige Berührpunkte, ist insgesamt an unserer Uni zumindest sehr synthethisch geprägt.

Klingt gut!

Vielen Dank!!

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