Guten Morgen!

Es ist wahnsinnig schade, dass du solche Mitschüler hast. Klassen"kameraden" sind das ja wohl kaum. Meine Mitschüler waren auch nicht die tollsten und selbst mir wurde Bescheid gegeben, wenn ich nicht in der Schule war und irgendetwas anstand...

Was du dir aber für das nächste Mal merken solltest: Schreib deine Lehrer direkt per Mail an und frage, was du verpasst hast, ob etwas angekündigt wurde und schreibe dazu, dass deine Mitschüler dir keine Auskunft erteilen wollen und deine Hilfegesuche bzw. Fragen ignorieren. Dann können dir die Lehrer die Arbeitsblätter in aller Regel per Mail zusenden und dich auch auf bevorstehende Prufungsleistungen aufmerksam machen.

Mitschreiben musst du wohl leider trotzdem. Aber Schuld daran, dass deine Mitschüler so unzuverlässig und unsozial sind, bist du wohl kaum.

LG

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Ist nötig

Hallo :)

Ich drücke es mal so aus: Wenn ich meine zweite Fremdsprache nicht erlernt hätte, würde ich heute nicht meinen Traumstudiengang mit großer Freude studieren :)

Ich selbst habe Latein als zweite Fremdsprache erlernt und auch, wenn ich das Fach die ersten Jahre gar nicht mochte und ziemlich schlecht war, habe ich mich dann doch, mit Hilfe, aufgerafft und studiere heute diese wunderschöne Sprache auf Lehramt. Und es war absolut die richtige Entscheidung, dieses Studium zu beginnen und diese Sprache in der Schule zu lernen, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich Latein inzwischen liebe und schätze. Ich komme mal im Folgenden erst auf alte Sprachen, dann auf die modernen Fremdsprachen zu sprechen (hatte dazu noch Französisch und Altgriechisch, habe denke ich also genug Erfahrung).

Auch, wenn Latein seit dem Mittelalter keine Muttersprachler mehr hat, ist Latein doch in vielen Facetten eine bereichernde Sprache. Die Leute, die das merkten (nachdem Latein ziemlich vergessen war), waren die Humanisten. Diese führten Latein als quasi wichtigsten Bestandteil des Unterrichts im Schulleben wieder ein, sodass jeder gut gebildete Mensch sich in Grammatik, Rhetorik etc. sehr gut auskannte. Bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts hinein war es Vorschrift, seine Abiturarbeit auf Latein zu verfassen. Du siehst, dass Latein damals einen durchaus hohen Stellenwert genoss und zusammen mit Altgriechisch einen Grundstein der Gelehrtenbildung darstellte. Auch heute noch ist Latein ein durchaus lernenswertes Fach, das einer großen Logik folgt. „Wissen-
schaften wie Medizin, Rechtsgeschichte oder Theologie sind die wenigen Gebiete, in denen
Latein nach wie vor eine große Rolle spielt. Dementsprechend wichtig ist die Ausbildung im Lateinischen, nicht nur die Fachtermini, sondern auch viele andere Bereiche betreffend. So
erzieht Latein dazu, genau hinzusehen, außerdem werden Geduld, Ausdauer und Konzentra-
tion geschult; weiterhin sind die romanischen Sprachen auf ebendiese Muttersprache zurück-
zuführen. Auch erlangt man durch Latein ein besseres grammatisches Verständnis der eigenen
Muttersprache. Nicht zuletzt fördert Latein problemlösendes Denken und sorgt für ein fun-
diertes historisches Grundwissen.“ (Zitat aus meiner Hausarbeit zur Didaktik des Lateinunterrichts in der frühen Neuzeit) Latein hat also, so abstrakt es uns auch vorkommen mag, schon einen Einfluss auf unser Denken, der meines Erachtens sehr wertvoll ist.

Auch die neuen Sprachen erachte ich gerade in unserer Gesellschaft als wichtiges Mittel der Kommunikation. Es kommt nicht nur beim späteren Arbeitgeber positiv, wenn du mehrere moderne Fremdsprachen vorweisen kannst, sondern kann dir in vielen Situationen helfen. Du bist in der Lage, dich mit Menschen aus aller Welt kurzzuschließen (Französisch oder Spanisch werden auch von vielen Menschen gesprochen, die ein Englisch beherrschen). Was auch nicht unterschätzt werden darf: Wenn du eine weitere Fremdsprache lernst, besuchst du vermutlich ein Gymnasiun und strebst du ein Studium an. Für das Studium können einem Fremdsprachenkenntnisse helfen, da man einen viel größeren Pool an Fachliteratur zur Verfügung hat! Mir hilft mein (wenn auch inzwischen rudimentäres) Französisch da sehr weiter. Auch abgesehen von einem Studium kannst du dich durch die Kenntnis mehrerer moderner Fremdsprachen allumfassender informieren, was ich doch als eine sehr bereichernde Möglichkeit erachte.

Kurzum finde ich eine zweite Sprache zumindest für Gymnasiasten verpflichtend (wie es ja auch momentan der Fall ist), weil ihre berufliche Laufbahn in aller Regel ein Studium bzw Beruf beinhaltet, in welchem einem die Kenntnis einer weiteren Fremdsprache Vorteile bringt. Fremdsprachen sind bereichernd und essentiell für das Zusammenleben in unserer multikulturellen Gesellschaft.

LG

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Hallo!

Ich würde mich tatsächlich an den lateinischen Text halten. In der ersten Zeile passt an zwei Stellen dein Genus verbi nicht (du rutscht ins Passiv, obwohl da offensichtlich aktive Konstruktionen stehen):

Sie veranstalteten ein Blutbad (tolle Übersetzung!), sie verschonten niemanden, die meisten Bürger töteten sie.

Zweiter Satz: Das Feuer vernichtete alles - da steht omnia, nicht omnes :)

Im letzten Satz sind leider einige Fehler:

  • Aeneas ist Subjekt, kein Genitivattribut, zumal patriam hier Akkusativ ist
  • defendens ist ein PPA, kann also nicht passivisch sein, bezieht sich auf Aeneas
  • quam fehlt, quam+Superl. = möglichst
  • prohibere heißt hier verhindern, vielleicht auch etwas wie zurückhalten; zudem ist Aeneas weiterhin Subjekt impetum ist Akkusativ (impetus, -us, m.)

Es ergibt sich also:
Auch wenn Aeneas die Heimat und sein Haus möglichst tapfer verteidigte, hielt er den Angriff der Feinde nicht zurück.

LG

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Guten Morgen :)

Ich habe gerade für dich extra noch meine Unterlagen aus der Oberstufe rausgekramt, weil mich die Antwort darauf selbst interessiert und ich mich nicht mehr so gut daran erinnere :D

In diesem von dir angesprochenen Punkt unterscheiden sich Epikureismus und Stoizismus klar. Während der Epikureismus sagt, dass es zwar Götter in sogenannten Zwischenwelten gibt, diese selbst aber aufgrund des Zufalls keinen Einfluss haben und nur als lobenswerte Vorbilder dienen, sieht das in der Stoa etwas anders aus. Die Lehre schauen wir uns jetzt mal etwas genauer an und klären dann davon ausgehend deine Frage.

Erstmal ist das Ziel der Stoa völlige Affektfreiheit, die sogenannte apatheia sowie ein glückliches Leben, die eudaimonía. Affekte sind als unvernünftige Bewegung der Seele definiert. Denn laut dem Stoizismus kann ein Mensch nur handeln, wenn seine phantasía die Zustimmung des Menschen erhält; ist diese Zustimmung falsch, so schaukelt sich der unbefriedigte Trieb auf und es gibt einen Affekt. Ist für Stoiker nicht sonderlich erstrebenswert.

Der physikalische Aufbau der Welt unterscheidet sich ebenfalls enorm von dem der epikureischen Lehre. Im Stoizismus gibt es das lógos, das fatum und eine Welt (statt vieler wie im Epikureismus). Das Schicksal gibt es zwar, dieses wird allerdings komplett durch die Götter gelenkt. Daher gibt es einen Zufall wie beim Epikureismus nicht - das Fatum ist durch die Götter vorherbestimmt. Fürchten sollte dies ein Stoiker dennoch nicht, denn Angst ist ein Affekt.

Der Mensch ist, wie wir bereits gelernt haben, ein vernunftbegabtes Wesen, welches durch die richtige Nutzung seines Verstandes am lógos der Götter teilhaben kann. Die Bestimmung des Menschen sieht die Stoa nämlich darin, dass dieser ein funktionierender Teil der durch lógos verwalteten Natur ist.

Nachdem wir das geklärt haben, können wir uns nun deiner Frage widmen, inwiefern die Götter das Schicksal in der Stoa beeinträchtigen. Nämlich gar nicht. Die Götter sind doch diejenigen, die über das Schicksal der Menschen Herr sind, diese können daher den Lauf des Schicksals nicht beeinträchtigen. Wir Menschen können uns diesem nur fügen, bzw. ein Eingreifen in das Schicksal wäre ja eine Handlung aus dem Affekt heraus und damit nicht erstrebenswert. Denn damit würde ein Mensch seine Furcht offenbaren, d.h. die Einbildung des zukünftigen Übels. Dies stellt einen Affekt dar. Damit stünde sich ein Stoiker nur selbst im Weg, da er die Affektfreiheit nicht erstrebe. Dementsprechend übt sich ein Mensch lieber in Vorsicht, was eine eupathie (vernünftige Entsprechend zum Affekt) darstellt und greift nicht in das durch die Götter vorherbestimmte Schicksal ein.

LG

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Hi :)

Klar ist das möglich, Noten sagen so ziemlich nichts über Intelligenz aus. Auch nicht in der Uni, wo man nur noch größere Mengen an Wissen in sich reinschaufeln muss für eine Klausur. Es gibt sowohl die Leute, die in der Schule schlechte Noten hatten und im Studium sehr gute Leistungen raushauen, und dann gibt es Leute wie mich - ich hatte in meinen Studienfächern gerade in der Oberstufe perfekte Noten und wurde sogar ausgezeichnet, und jetzt im Studium bin ich eher nicht so gut (hänge irgendwo bei 2,4 im Hauptfach und bei 2,7 im Nebenfach rum)...hat aber weniger mit meinem Wissen als vielmehr mit meiner mangelnden Konzentration in Klausuren zu tun.

In Mathe/Info kommst du auch in Deutschland problemlos, in der Schweiz geht das noch einfacher, da ja schon beim Übertritt aufs Gymnasium selektiert wird und dort gerade mal 20% ein Gymnasium besuchen, während es hier in Deutschland knapp 40% sind. Dementsprechend leichter ist alles und so müssen hier NCs eingeführt werden, da es so viele Studienbewerber gibt.

Natürlich solltest du mit Mathe/Info nicht auf Kriegsfuß stehen, wenn du das studieren willst. Aber wenn man es will, geht alles. Eine Kommilitonin von mir studiert Mathematik als Zweitfach, auch wenn es ihr in der Schule nicht wirklich lag. Und eine Freundin von mir studiert Physik auf Diplom, obwohl sie in der Oberstufe (die bei ihr drei Jahre ging) keine einzige Stunde Physik hatte...kenne generell einige Leute, die trotz schlechter Schul-/Abinoten in dem Fach dieses Studieren bzw. studiert haben.

Viel Erfolg bei deiner Matura!

LG

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Hi :)

Stimmt so leider nicht ^^

Kleiner Tipp: Zeichne erstmal alle Natur- und Positionslängen ein und schau dann, wie sich das mit den restlichen Quantitäten ergibt.

V.415: _vv ' _ _ ' _vv ' _vv ' _vv ' _x
das -tim von sitim ist positionslang, da auf das m noch ein s folgt. Diese Regel gilt nämlich auch wortübergreifend.

V.416: _vv ' _ _ ' _ _ ' _ vv ' _vv ' _x
Das cor- von correptus ist ebenfalls positionslang.

V.417: _vv ' _vv ' _ _ ' _vv ' _vv ' _x
Der Vers ist etwas gemein, dort hast du nämlich gleich zwei Verschleifungen drin. einmal bei corpore amat, was zu corporamat wird, und einmal bei umbra est, was zu umbrast wird (a ist stärker als e und deshalb haben wir hier keine Aphairese!).

V.418: _vv ' _vv ' _ _ ' _vv ' _vv ' _x
Auch hier haben wir wieder eine Verschleifung bei vultusque inmotum, was zu vultusquinmotum wird.

V.419: _vv ' _vv ' _ _ ' _ _ ' _vv ' _x
haeret ist komplett kurz. Das -tum von formatum jedoch positionslang.

Ich hoffe, das hat dir etwas geholfen, wenn du noch Fragen zu dem Abschnitt hast (also noch bspw inhaltliche Hilfe bei dem Referat brauchst oder so), melde dich einfach :)

LG

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Guten Morgen!

Ich habe vor etwa zwei Jahren Abi gemacht mit Latein als Abifach (Grundkurs) und kann dir gern mal erzählen, wie es ablief :)

Also pro Semester ist ein Themengebiet vorgesehen in der Oberstufe. In Berlin sind das folgende Themengebiete:

  • Gesellschaft und Alltagsleben
  • Geschichte und Politik
  • Welterfahrung in poetischer Gestaltung
  • Philosophie und Religion

Zu diesen Themengebieten gibt es dann Unterthemen, die abgehandelt werden sollten, und meistens auch mehrere Autoren, aus denen die Lehrkraft dann auswählt. Im ersten Semester hab ich also vor allem Seneca gelesen, im zweiten Sallust, im dritten Ovid und im vierten Cicero.

Der Unterricht sieht im Grundkurs in etwa so aus, dass man die Lektüre (bzw ausgewählte Teile davon) gemeinsam liest, sich Hintergrundwissen dazu aneignet (über Arbeitsblätter bspw) und die Texte analysiert und interpretiert (auch Sachen wie sprachliche Mittel werden da gerade wichtig!). Zum Beispiel haben wir im zweiten Semester zu unserer Sallust-Lektüre einen Roman von Robert Harris gelesen, der dieses Themengebiet von Sallusts Werk abhandelt, und haben geschaut, wie Sallust es beschreibt und wie Harris, wo es Unterschiede gibt etc, das fand ich wahnsinnig cool. Und im vierten Semester haben wir uns teilweise Ausschnitte von Epikur durchgelesen (denn Cicero verfasste das Werk de finibus bonorum et malorum, eine Abhandlung über die epikureische Philosophie).

Ich finde, gerade in der Oberstufe hat man, selbst wenn man grammatisch nicht so stark ist, Möglichkeiten, Punkte rauszuholen. Natürlich bildet das angemessene Übersetzen gewisser Textpassagen immer noch den Kern, sodass auch in der Oberstufe ab und an grammatische Dinge wiederholt werden (was wohl so ziemlich immer wiederholt wird, sind Gerundium und Gerundivum, denn damit haben alle SuS am meisten Probleme, auch ich, auch wenn ich Latein sonst gut konnte - die habe ich ab und an auch heute noch, und ich studiere Latein^^). Allerdings soll in der Oberstufe der Fokus auch auf dem Interpretieren liegen. Denn das ist auch in den Klausuren sehr wichtig, zu denen ich jetzt komme.

Die Klausuren bestehen aus einem Übersetzungsteil (60%), einem Interpretationsteil (30%) und der Sprache und Form (10%). Im A-Teil bekommst zu ein paar Zeilen bzw. Verse des Autors, den ihr lest, zum Übersetzen und sollst diese in angemessenes Deutsch übersetzen. Davon unabhängig gibt es den B-Teil. Dort bekommst du einen zweisprachigen Text, zu dem einige Fragen gestellt werden. Das fängt an bei so Sachen wie, dass du bestimmte Aussagen rauslesen sollst und geht hin bis zum AFB III, bei dem du dir in der Regel ein eigenes Urteil zu einem Sachverhalt bilden sollst auf Grundlage deines im Unterricht erlangten Hintergrundwissens.

Tests und so werden trotzdem oft noch geschrieben. Meine Lehrerin hat, weil unser Kurs bis auf wenige Ausnahmen unterirdisch schlecht war, oft noch Grammatik wiederholt wie Kasusfunktionen und so. Die Grammatik ist quasi das wichtigste Werkzeug, denn Vokabeln darfst du in der Oberstufe während der Klausur im Wörterbuch nachschlagen...den Luxus hätte ich auch mal wieder gern ^^
Und in den Tests kamen dann eine Portion Vokabeln und ein bestimmtes Grammatikthema dran.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich den Oberstufenunterricht gerade im Hinblick auf mein Studium total bereichernd fand :)
Omnia bona tibi opto, viel Erfolg in der Oberstufe - bei Fragen melde dich :)

LG

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Hi,

ein Chemiestudium sollte wohl überlegt sein. Ich habe nach dem Abi direkt mein Chemiestudium (zwar nur auf Lehramt, aber bei mir fallen eben Spezialisierungsmodule wie Spektroskopie weg) begonnen. Du hast zwar als Chemielaborant schon Kenntnisse, aber die reichen etwa bis zum zweiten Semester (hab eben mal in den Rahmenlehrplan geschaut). Und du reißt die Fachbereiche AC, OC und PC jeweils nur an, wie es mir scheint. Soll heißen: Auch mit deiner Ausbildung als Chemielaborant solltest du nicht direkt Traumnoten im Studium erwarten. Du wirst es eventuell leichter haben als Leute wie ich, aber wenn dir nicht alles zufliegt, musst du schon viel tun. Am wenigsten Probleme hast du vermutlich mit den Praktika.

Und bei der Stoffmenge, die da an der Uni auf einen zukommt, sollte man schon eine Leidenschaft für das Fach haben. Wenn ich keine Leidenschaft für Chemie hätte, hätte ich wohl schon längst abgebrochen. Es ist wesentlich theoretischer als in der Ausbildung, damit musst du halt klarkommen können.

Summa summarum solltest du das Studium nicht wegen des Gehalts studieren, auch als Chemielaborant kannst du sehr gut verdienen und je nach Branche ist dein Einstiegsgehalt sogar höher als meines als Lehrerin (und ich habe bis dahin 6 Jahre Studiert und anderthalb Jahre mein Ref gemacht...) :D
Überleg dir das mit dem Studium also gut.

LG

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Salve :)

Zum ersten Satz: Um solche Sachen herauszufinden (bspw ob vita jetzt Nominativ oder Ablativ Singular ist), ist es immer recht hilfreich, sich den ganzen Vers mal zu skandieren und dann kommt man meist automatisch auf die Quantität der Silben. Das Versmaß ist aber tatsächlich gar nicht so simpel zu lesen wie Hexameter und Pentameter. Da vita am Ende des Satzes steht, könnte vom Prinzip als syllaba anceps beides möglich sein. Was macht mehr Sinn? Die Übersetzung aus dem Netz.

Zum zweiten Teil: Ja, ist es. Das N fehlt hier vermutlich einfach aufgrund des Versmaßes. Ellipse eben. Diceris ist - entgegen der anderen Antwort - ganz sicher Futur; nach dem Versmaß ist die vorletzte Silbe lang. Und das ist hier das ce von dicere, weil diceris am Versende steht. Eine andere Möglichkeit neben dem Passiv wäre eine mediale Übersetzung, die ja im Lateinischen von der Form her dem Passiv gleicht. Also: Wessen (zu sein) wirst du dich nennen? Im Passiv eben deine richtige Übersetzung.

LG

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Hi :)

Ganz generell ist es so, dass Caesar jetzt kein Meister der stilistisch ausgefeilten Texte ist (bzw es in seinen Texten nicht sonderlich zur Schau stellte wie bspw die Dichter). Natürlich verwendet er stilistische Besonderheiten, um Dinge zu dramatisieren oder hervorzuheben, aber jetzt in jedem Abschnitt nach stilistischen Merkmalen zu suchen, halte ich bei Caesar fast für übertrieben :D

Wenn du dir die bzw deine deutsche Übersetzung anschaust, solltest du erstmal zusammentragen, was Caesars Aussagen sind und welchen Standpunkt er dabei überhaupt vertritt.

  • Prinzipiell geht es hier erstmal um da Volk der Helvetier. Caesar stellt den Lesern quasi kurz und knapp vor: Wer ist die bedeutendste Persönlichkeit, wo liegt das Gebiet der Helvetier, wie sind die so drauf?
  • Wenn du dir diesen Abschnitt mal genauer durchliest, wird dir mit Sicherheit auffallen, dass Caesars Sicht gegenüber den Helvetiern recht negativ ist. Das kann man an Folgendem belegen:

=> regni cupiditate: In diesen zwei Worten sagt Caesar übertragen, dass Orgetorix die Alleinherrschaft erlangen will. Caesar sagt im weiteren Textverlauf, dass er dafür eine Verschwörung plante und die Herrschaft über das gesamte Gallien erlangen möchte.

=> homines bellandi cupidi: Hier sagt Caesar eigentlich wortwörtlich, dass die Helvetier ein kampflustiges Volk seien. Im Weiteren sagt Caesar, dass die Tatsache, dass die Helvetier quasi auf allen Seiten durch Flüsse und Gebirge eingeschlossen sind, zu dieser Kampflust beitrage, da dieser Umstand ihnen Schmerzen bereite bzw sie dies mehr als bedauern.

=> Zusammenfassend nimmt er quasi voraus (Prolepse), dass die Helvetier den Krieg beginnen. Um diese Sicht gegenüber den Helvetiern konkret begründen zu können, muss man den weiteren Verlauf des Buches kennen. Hier begründet Caesar diese Aussage wie bereits gesagt damit, dass ihr Herrscher die Herrschaft über ganz Gallien möchte und die Helvetier durch ihre Lage eh schon eher kampfbereit sind als die anderen Völker. Caesar sagt zwar im weiteren Verlauf des ersten Buches nicht konkret, dass die Helvetier den Krieg anfangen, aber er stellt die Helvetier durchgängig schlecht dar, sie waren ja schließlich die, die aus ihrer Kampfbereitschaft heraus ihr Gebiet verließen und durch Caesars Gebiet marschieren wollten - was soll er denn machen, als Truppen zu stellen und sein Gebiet zu verteidigen? Also Caesar stellt das eben so dar, als hätten sie selbst sich nur den Häduern gegenüber verteidigt, da es gemäß der römischen Sitte nicht gestattet war, fremde Völker durch das Land ziehen zu lassen. Die Helvetier versuchten also damit offensichtlich, sich dieser Sitte gewaltsam zu widersetzen und Caesar hat damit nur aus dem Motiv der Sittenbewahrung heraus (mores maiorum!) gehandelt. Dieses negative Bild der Helvetier findet man bereits ganz zu Beginn des Buches.

  • Nachdem wir grob umrahmt haben, was Caesar mit diesem Abschnitt aussagen möchte und was er dem Leser mitteilt, können wir uns der Stilistik widmen. Jetzt musst du halt schauen, ob du im Text was findest, was diese Aussagen belegen könnte, wie Chiasmen, Allitterationen, (Anti)klimax, Hyperbata, Parallelismen. Ich finde das bei Prosa (wenn es nicht gerade Cicero ist) immer recht schwierig, konkrete stilistische Belege zu finden, da diese doch eher rar gesät sind. Bei Ovid kann man viele Dinge (bspw, dass Pyramus und Thisbe durch eine Wand getrennt sind) wunderbar am Text mit vielen rhetorischen Mitteln wie Hyperbata belegen.

=> Das Einzige, was man jetzt mal konkret nachprüfen könnte, wäre, ob dieser Einschluss der Helvetier durch zahlreiche geografische Gegebenheiten sich auch im Text wiederfindet durch Hyperbata oder Ähnliches - bei Dichtung kannst du sowas sofort prüfen, da die Wahrscheinlichkeit da recht hoch ist, dass dieser Umstand auch im Text ausgedrückt wird. Konkrete Hinweise darauf habe ich allerdings nicht gefunden.

=> Was ich aber gefunden habe, ist folgender Parallelismus:
una ex parte flumine Rheno latissimo atque altissimo, qui agrum Helvetium a Germanis dividit,
altera ex parte monte Iura altissimo, qui est inter Sequanos et Helvetios [...]

Die Reihenfolge Abl./ ex parte/ Abl. instrumentalis/ Relativsatz kommt in beiden Satzteilen vor. Der Dritte Teil des Satzes ist ähnlich aufgebaut. Wenn man gaaaanz weit hergeholt diese Satzstruktur interpretieren wollen würde, könnte man vielleicht sagen, dass die Helvetier immer in den eingeschobenen Relativsatz eingefügt wurden. Also dass sie in dem Hauptsatz gar nicht erst auftauchen und damit ausgedrückt wird, dass die Helvetier von X, Y und Z umgeben sind, da die Relativsätze quasi nur erläuternde Einschübe darstellen.

=> Auch auffällig ist, dass er hier nicht im historischen Präsens schreibt wie üblicherweise. Das kann man natürlich leicht begründen: Das ist ja nur die Einleitung und da braucht es kein Drama ;)

Sonst muss ich gestehen, dass ich jetzt auf die Schnelle nichts Weiteres finde, auch nichts konkret, was die Aussagen und Ansichten Caesars konkret unterstützen könnte. Aber das mag wohl daran liegen, dass ich mich lange nicht mehr mit der Stilistik auseinandergesetzt habe und daher vielleicht etwas blind bin - oder eben daran, dass es Caesar in der Einleitung sicherlich nicht als die größte Notwendigkeit erachtete, irgendwelche Stilmittel einzubauen - die kommen sicher später, wenn er den Kriegsverlauf konkret schildert.

Vielleicht hat meine Antwort ja trotzdem etwas geholfen.

LG

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Gemobbt

Guten Morgen :)

Als ich noch zur Schule ging, wurde ich selbst gemobbt. Das waren in der Grundschule verbale und körperliche Angriffe (also ich min auch schon mit ner Beule oder eine blutigen Nase aus der Schule heim weil ich geschlagen wurde), auf dem Gymnasium ging dad mit verbalen Beleidigungen und Cybermobbing weiter. Das ganze hat sich aber komplett gelegt, seitdem ich studiere.

Die Frage nach dem "warum" lässt sich nur bedingt beantworten. Also ich kann natürlich sagen, dass ich halt einfach hässlich war (Akne und schiefe Zähne taten das Übrige) und dass mein Charakter jetzt nicht dem einer Person entsprach, die cool ist, aber das ist kein Grund, jemanden systematisch fertig zu machen. Ich war nicht mal arschig zu meinen Klassenkameraden, sondern offen und hilfsbereit. Ich war/bin halt auch manchmal eher nerdig unterwegs.

Ich muss aber auch gestehen, dass ich in der siebten Klasse versucht habe, den Spieß umzudrehen. Meine beste Freundin ging in meine Klasse und sie war die einzige Person, die immer zu mir hielt und versuchte, mich immer zu verteidigen (sie war halt eher cool). Nachdem sie natürlich mitbekam, was da gegen mich lief (das ging bis zu meiner Klassenleitung mit Strafen für die Beteiligten), meinte sie, man könne den Spieß ja umdrehen und das taten wir. Na ja, gab ne Menge Stress für mich, aber ich wollte mich halt auch mal wehren, weil ich sonst eher eine Person war, die alles stillschweigend hingenommen hat, innerlich aber daran sehr sehe kaputt ging. So sehr, dass die Schule meine Eltern dazu verpflichtete, mir einen Therapieplatz zu beschaffen.

Im Nachhinein betrachtet war das von mir natürlich eine wahnsinnig dumme Aktion, auch wenn es nie mit dem aufgewogen werden kann, was mir die Menschen ein Jahrzehnt lang angetan haben. But: What doesn't kill you makes you stronger! Ich werde als Lehrerin alles dafür tun, dass das Mobbing in meinem Unterricht keine Chance hat, damit die SuS einen respektvollen Umgang miteinander lernen und eine gute Lernatmosphäre herrscht!

LG

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Guten Abend :)

Gerundivum und esse muss nicht im Passiv und im Futur stehen. Nehmen wir mal den Beispielsatz

Librum legendum est.

Dann haben wir ein Gerundivum mit esse. Das Gerundivum drückt eine Notwendigkeit aus, deshalb übersetzen wir:

Das Buch muss gelesen werden = Man muss das Buch lesen.

Ohne esse wäre das Librum legendum ein zu lesendes Buch.

Nun können wir mal die negative Formulierung mit reinbringen, indem wir vor dem esse ein non ergänzen:

Librum legendum non est.

Wir übersetzen nun mit nicht dürfen:

Das Buch darf nicht gelesen werden.

Das ist ja recht unpersönlich ausgedrückt, das ist wohl das, was du mit dem Passiv meinst. Aber: Wür können das Ganze auch aktivisch machen. Dazu ergänzen wir einen sogenannten Dativus auctoris = Dativ des Urhebers, der angibt, von wem diese Sache gemacht werden muss bzw. nicht getan werden darf:

Mihi / Tibi / Discipulis librum legendum (non) est.

Von mir / von dir / von den Schülern muss das Buch / darf das Buch nicht gelesen werden.

Diese recht umständliche Formulierung drehen wir einfach ins Aktive und erhalten:

Ich / Du / Die Schüler müssen das Buch / dürfen das Buch nicht lesen.

Und schon muss es gar nicht mehr passivisch sein :)

Nur dein Futur verstehe ich nicht ganz. Die Zeitform des Gerundivums hängt hier davon ab, in welcher Zeit esse steht:

Mihi librum legendum fuit. = Das Buch hat von mir gelesen werden müssen.

Mihi librum legendum erat. = Das Buch musste von mir gelesen werden.

Mihi librum legendum est. = Das Buch muss von mir gelesen werden.

Mihi librum legendum erit. = Das Buch wird von mir gelesen werden müssen.

Klingt zwar etwas holprig, aber ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus möchte. :)

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkle bringen!

LG

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Guten Abend!

Natriumhydrogencarbonat setzt sich als Name aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Natrium-hydrogen-carbonat.

Natrium ist dein Kation, also das positiv geladene Ion, in diesem Fall ein Metallion. Hydrogen gibt immer Hinweise auf Wasserstoffatome. Hier haben hier also ein Wasserstoffatom (bei Dihydrogen wären es zwei u.s.w.). Cabonat ist das Säurerestanion der Kohlenstoffsäure (oder umgangssprachlich Kohlensäure) H2CO3. Das ist also quasi Dihydrogencarbonat. Bei Natriumhydrogencarbonat ist ein Wasserstoffatom durch Natrium ersetzt.

Gibst du dieses Salz (nichts anderes ist ja diese Ionenbindung als dem Kation Natrium und dem Anion Hydrogencarbonat) in Wasser, so werden die Ionen erstmal von Wasser umschlossen, die Ionen liegen also frei beweglich als Na+ und HCO3- vor. Dieses Hydrogencarbonat-Ion steht nun in wässriger Lösung im chemischen Gleichgewicht mit Kohlensäure, indem es ein Proton vom Wasser erhält:

HCO3- + H2O ⇌ H2CO3 + OH-

Du siehst: Wasser fungiert hier als Protonendonator und deshalb entstehen dabei OH- Ionen. Diese Hydroxidionen sorgen für den alkalischen Charakter der Lösung.

LG

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Hi :)

Zur Aufgabe 1: Du hast das Ausgangsgewicht von Propen, die Masse des Kohlenstoffs und die Masse des Wasserstoffs (Propen ist ja ein Alken, was aus den Komponenten Wasserstoff und Kohlenstoff zusammengesetzt ist). Nun teilst du einfach die Masse des Kohlenstoffs (äquivalent für Wasserstoff) durch die Gesamtmasse des Moleküls. Damit erhältst du folgenden prozentualen Anteil:

C: etwa 85,7% (6/7)

H: etwa 14,3% (1/7)

Das ist das Massenverhältnis. Jetzt schaust du, wie viel mol dies entspricht. Dazu guckst du ins Periodensystem. Wasser hat eine Atommasse von 1g/mol und Kohlenstoff eine von 12g/mol.

72g Kohlenstoff entsprechen 6 mol und 12g Wasserstoff entsprechen ebenfalls 6 mol (und nicht 12), denn: Wasser kommt nicht als H vor, sondern als H2! Damit ist das Reaktionsverhältnis 6 mol : 6 mol = 1:1 (denn 1 mol eines Stoffes entspricht immer 6,022*10^(23) Teilchen). In dieser Proportion findet die Reaktion statt. Im Molekül an sich jedoch musst du beachten, dass du H-Atome hast. Dementsprechend rechnest du mal 2 (denn 6 Mol H2 sind 12 mol H), damit ergibt sich C:H = 1:2. Das ist das gesuchte Atomverhältnis. Ich hoffe, der Unterschied ist klar geworden...

Damit muss die Formel von Alkenen allgemein also CnH2n lauten, denn du hast doppelt so viele H-Atome wie C-Atome. Haben wir ja eben berechnet ;)

Die Formel von Propen ist also: C3H6.

Und was genau soll jetzt bei der zweiten Aufgabe bestimmt werden? Sieht mir irgendwie nach idealem Gasgesetz aus, aber wenn die Aufgabenstellung nicht klar wird, kann ich dir da leider auch nicht helfen...

Ich hoffe, ich konnte helfen, bei Fragen melde dich!

LG

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Hi :)

Dazu müsste ich wissen, wie viel die Mappe in deine Note zählt bzw., welche Noten du in Chemie bisher so bekommen hast. Dann kann ich dir das gern ausrechnen.

Allerdings kannst du davon ausgehen, dass eine 1 immer das erstrebenswertere Ziel bei solch einer Extraleistung ist ;)

LG

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Hi :)

Ja, das geht mir auch so ;-)

Ich habe vor knapp zwei Jahren mein Abi gemacht, allerdings weiß ich den Kram der Fächer, die mir gut lagen, zum Großteil noch. Aber selbst in diesen Fächern vergisst man viel. Das ist mir in meinem Studium erst bewusst geworden, nachdem man ein halbes Jahr so nichts getan hat (ich studiere Chemie und Latein, Chemie hatte ich als LK und Latein als drittes Abifach). Vor allem, wenn man die Sachen nicht wiederholt und sich nicht mehr intensiv damit befasst, ist es normal, dass man die Sachen vergisst. Habe in Geografie bspw. so ziemlich alles vergessen :)

LG

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Hi!

Erstmal: In der Oberstufe bleibt man nicht sitzen, sondern bekommt seine Abizulassung nicht. Du kannst nur freiwillig zurücktreten, und das solltest du tun, denn: Du MUSST Mathe (ob du willst oder nicht) immer ins Abi einbringen. Alle vier Halbjahre. Wenn du ein mal null Punkte hast, kannst du direkt zurücktreten. Und ja, das kannst du tatsächlich auch nach einem Halbjahr...würde ich tatsächlich echt überlegen an deiner Stelle.

Wenn du Hilfe in Mathe brauchst, kann ich gern versuchen, dir das Eine oder das Andere zu erklären, hatte Mathe damals als LK 🙈

Viel Erfolg!

LG

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Hi,

kleine Bemerkung am Rande: Wenn du dich jetzt schon darüber aufregst, kannst du das Studium vergessen ^^

Ich hatte zu Abizeiten genauso viel Unterricht. Jetzt im Studium hab ich zwar momentan weniger Stunden, aber du musst viel viel mehr zu Hause machen. Je nachdem was du studierst...ich habe in Chemie in jedem Sommersemester jeden Tag den ganzen Nachmittag bis 19 Uhr Labor, muss Protokolle schreiben, für Antestate lernen, noch andere Chemiemodule wie OC parallel belegen, Kurse in Pädagogik belegen und dann noch bestenfalls irgendwie Kurse für Latein unter den Hut kriegen, für die man jeden Tag übersetzen und Vokabeln lernen muss, wenn man da irgendwie eine reelle Chance haben will.

Und jetzt beschwere dich bitte nochmal über deinen Unterricht und deine Hausaufgaben :D in der Uni sitzt du oft mal bis 18 oder 20 Uhr. Und da ist Nacharbeit oder so nicht mit einberechnet. Du glaubst nicht, wie gern ich ein Sozialleben hätte. Ich treffe alle Paar Wochen mal ne Freundin, weil ich sonst nur mit Uni beschäftigt bin.

LG

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