Pferd steigt beim Führen was tun?

8 Antworten

Zuerst will ich Dir sagen, daß ich Deine Angst gut verstehen kann. Ein steigendes Pferd an der Hand ist ganz schön beeindruckend. Überlege mal,er was sich bei Dir oder Deinem Pferd seit dem Herbst geändert hat. Es steigt nicht, um Dich zu ärgern, sondern es gibt immer einen Grund. Sicherlich spielt Deine Unsicherheit eine entscheidende Rolle. Also was macht man in diesem Fall? Du musst Dich besser fühlen. Also gehe mit ihm nur so weit, wie es Dir gut geht und Du vollkommen sicher bist. Wenn Dein Pferd oder Du nur eine kleine Unsicherheit zeigt, drehe einfach um und laufe ruhig nach Hause. Manchmal ist es besser, nur bis zur nächsten Ecke zu gehen und dabei Freude zu empfinden, als einen stressigen Spaziergang ohne Erfolgserlebnisse auf beiden Seiten. Du musst Deinem Pferd zeigen, daß Du ihn führen und beschützen kannst. Das wird er Dir gerade nicht glauben....

Es kann vielleicht daran liegen das ich mal eine Freundin vor ihn gestellt hat und sie Arme in die höhe gerissen hat da ist er schon zurück geschreckt.

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@pferdefan2202

nee, das wird nicht der Grund sein. Fakt ist, daß er Dir nicht mehr vertraut. Ein steigendes Pferd will aus dieser Situation heraus. Vorher reißt er seinen Kopf nach oben , ist oft nicht mehr ansprechbar, schnorchelt und ist einfach ängstlich. Oft bestrafen wir dieses Verhalten auch noch und nennen das Pferd widersetzlich. Das ist meiner Ansicht nach die größte Schwierigkeit, Angst, Unsicherheit, Widersetzlichkeit zu unterscheiden. Versuche mal "Kopf tief" zu etablieren, Bringe ihm bei, auf "Befehl" den Kopf zu senken. Ein Pferd mit tief gehaltenen Kopf entspannt und kann auch nicht steigen....und immer nur kleine Schritte. Bei Babette Teschen wird das als Rabattmarkensystem beschrieben. 10 kleine Erfolge können einen großen Erfolg beeinhalten....

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@MaxundWilli

Wie war das noch schnell, jeden Tag einen Zentimeter macht auch bald einen Meter :-)

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@pferdefan2202

gebe ihm am Führstrick kurze Paraden nach unten und wiederhole dabei immer wieder "tief" mit angenehmer, ruhiger Stimme. Sobald er im Nacken ein wenig nachgibt, sofort loben und ein Leckerchen reichen, aber das bereits so, daß er den Kopf schon richtig senken muss. Wieder "tief" sagen. Ich gebe das Leckerchen nur noch in dieser Position. Bald brauchst Du nur noch den Befehl geben und er wird voll Freude den Kopf senken. Wenn ein Pferd ängstlich und verspannt ist, kannst Du ihm auch die Beine mit der Gerte abstreifen. Du hälst sie wie einen Degen in der Hand und streichst ganz ruhig von oben nach unten die Vorderläufe ab. In Verbindung mit Kopf tief und Leckerchen (Kauen beruhigt, ein panisches Pferd frisst nicht) wirst Du Dein Pferd schnell wieder bei Dir haben. Ich kann Dir nur raten Babette Teschen zu lesen. Da gibt es ein neues Buch (PDF Format) was sich mit Angst bei Pferd und Besitzer befasst. Da findest Du wirklich gute Tipps und Erklärungen, warum und wie man brenzliche Situationen meistert.

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Arbeitest Du mit Leckerlis? Habt Ihr im letzten Herbst, als das anfing, etwas spezielles geübt, gearbeitet, erprobt, was Du mit Leckerlis belohnt hast? Ist im Herbst sonst etwas besonderes gewesen, etwas, was Dein Pferd vielleicht geängstigt oder verschreckt hat?

Und natürlich - so wie MaxundWilli richtig beschreibt - bemerkt das Pferd Deine Angst, es bemerkt auch, dass Du ihn zu Beginn des Spaziergangs "total langsam" findest!!! Was macht das Dir verbundene Pferd, welches Dein nicht Einverstandensein wahrnimmt? Es präsentiert Dir eine Leistungssteigerung und wird schneller.

Dann bekommst Du Panik und Dein Pferd auch...

So, jetzt zu den praktischen Überlegungen! Wenn er sich losreißt, dann lasse ihn im Zweifelsfall auch los, alles andere ist zu gefährlich, vor allem, wenn Du selber gerade in Panik bist! Führe Dein Pferd möglichst an einer Longe, dann hast Du mehr Spielraum - und das Pferd auch, sollte es hüpfen oder steigen wollen. Ein Strick ist zu kurz und beschränkt Euch beide zu sehr.

Ich hab schon so das eine oder andere Pferd erlebt, welches sich "losgerissen" hat. Meiner Erfahrung nach springen sie eine Weile panisch in der Weltgeschichte herum, rennen auch mal einige Meter...^^ Sind aber früher oder später gottfroh, sich einem Menschen anschließen zu können - und sei es für das Versprechen, eine Möhre zu bekommen... :) Wenn Eure Spaziergänge nicht gerade an der Autobahn oder an sonstig viel befahrenen Straßen stattfinden: Loslassen, auch die Longe!

Dann würde ich beginnen, das Spazierengehen zu strukturieren. Geh' mit dem Pferd drei Schritte vorwärts und dann fünf Schritte rückwärtst. Beginne bereits in der Stallgasse! Habt Ihr Euch am Ende der Woche bis zu dem Punkt vorgearbeitet, wo normal der Spaziergang beginnt - drehst Du um und beginnst von vorne! Sollte es dann bereits auf dem Hof zu Unstimmigkeiten kommen und Du loslassen müssen - wird er seine Box aufsuchen und Du brauchst nicht fürchten, er könnte unter die Räder kommen! :)

Steigende Pferde sind entweder in Panik oder erhoffen sich durch ihr Tun eine wie auch immer geartete - Bestätigung.

Gutes Gelingen und Freude beim Erarbeiten! :)

wahrscheinlich überforderst du ihn (sobald er zappelig wird schnell nach hause wenn er noch jung ist ) - mach einfach kürzere spaziergänge oder mal Bodenarbeit auf dem platz das er weiß das er bei dir nichts befürchten muss

wenn er steigt sage sofort "Hoooo" oder was dir gerade einfällt und bleibe ruhig (ich helfe momentan auch 2 Dreijährige auszubilden und der eine ist perfekt und der andere steigt auch gern mal und erwischt mich mit hufen und co aber wenn man das dann einfach ignoriert und das pferd beruhigt sind sie schnell wieder bei einem - dann noch eine runde schritt und wieder ab auf die koppel zum abregen)

wie alt ist das Pferd denn ? (gerade junge sollte man NIE überfordern)

kennt er die Strecke ? vertraut er dir ?

Er ist 14

Die Strecke laufen wir immer zusammen.

Vertrauen ja hat er zu mir.

Aber als ich es 1 mal mit der Trense versucht hab ging das besser,viele sagen das ihn das Gebiss beruhigt mit dem kauen stimmt das??

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Das er anfangs langsam ist kann doch nicht so schlimm sein oder? Das ist mein Pferd auch ich weiß zwar auch nicht warum aber ich will ja auch spazieren gehen und nicht rum rennen aber okay,

Dein Pferd bemerkt ,dass du Angst hast also versuche es nicht stark von der Körpersprache her zu zeigen. Achte mal auf deine Umgebung ist da immer ein bestimmter Gegenstand in Sichtweite oder ein bestimmtes Geräusch? Hat es vor etwas Angst oder erschreckt sich schnell?

Du darfst auch nicht wenn er steigt und du es wieder beruhigt hast sofort umdrehen und zum Stall zurück. Niemals mit einem negativen Ereignis aus dem Training (oder eben dem Spaziergang) gehen.

Ansonsten wenn dir keine Geräusche oder Gegenstände auffallen würde ich einfach versuchen das Pferd zu beruhigen und ihm ruhig zu sprechen. Wenn es sich beruhigt hat weitergehen. Wenn es dir sicherer ist kannst du ja auch über eingezäunte Wiesen laufen aber trotzdem versuchen es beim Steigen nicht loszulassen.

Ich hoffe das ich die ein bisschen helfen konnte :)

Hast Du einen Hengst dann ist das normal. Du darfst keine Angst haben weil die sich auf das Pferd uebertraegt. Ich wuerd das Pferd erst mal zum Freilaufen in die Halle tun damit es seine ueberschuessigen Energien abreagieren kann. Vielleicht klappts dann besser.

Er ist ein Wallach das Problem ist es gibt dort noch keine Halle die wird erst gebaut

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