Pferd fühlt sich im Stall nicht wohl?

4 Antworten

Also mein Pferd steht zwar auf einer weide aber nachts über im Winter (ist schon etwas älter...) kommt er in die Box.  Und stürmt der da immer rein wie ein bekloppter, weil er weiß da gibt es was zu futtern.

Aber ich kenn dein Pferd nicht weshalb es problematisch ist das jetzt so sagen zu können. Wenn du das Gefühl hast es hat "Angst" vor dem Stall soltest du mal schauen. Wenn das rum gezappele aber er vor Freude ist, ist alles normal.

Also ich habe das Gefühl das ich der Stall nicht so gut gefällt & gut tut.. :/
Weil richtig arbeiten können wir auch nicht, da sie keine Halle haben & im Winter ist alles sehr glatt & gatschig, da rutscht sie halt immer sehr, also nicht optimal.
Ich suche schon einen neuen Stall mit paddock oder Offenstall, ist für sie sich besser & mit Halle oder Allwetterviereck :)

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@TraberBesitzer

na ja, die Halle ist aber eher was für dich. Das Pferd kann auf eine Halle verzichten.

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Boxenpferde werden in ihrer Box gefüttert und drängen da oft hin, weil der Dauerfresser Pferd vom Fressen geleitet wird. Zudem sind sie Herdentiere und wollen zu den anderen Pferden, selbst wenn sie keinen direkten Kontakt mit denen haben können.

Generell ist Boxenhaltung ja nicht optimal für Pferde. Auf die Probleme, die ihnen die viele Stehzeit macht, die es ihnen macht, dass ihr Nebenpferd eben nicht weg weicht, wenn sie es weg schicken, dass sie selbst nicht drauf reagieren können, wenn sie vom Nebenpferd geschickt werden, reagieren sie alle unterschiedlich.

Aus Deiner Beschreibung geht jetzt nicht eindeutig hervor, ob es ein Drängeln in Richtung Box ist, weil es rein möchte oder ob die Anspannung steigt, weil es Nachteile auf sich zu kommen sieht. Beides könnte mit nicht zu geringer Wahrscheinlichkeit eine pferdegerechtere Haltungsform lösen, falls es die Möglichkeit in Eurer Gegend gibt. Das Wort "Gatschkoppel" klingt nur leider nach Österreich, wo man mit den Aktivställen, Bewegungsställen, Laufställen, Paddock Trails und wie sie alle heißen noch lang nicht auf dem Stand ist wie hier bei uns in Deutschland. Aber "Gatsch" gibt's in Österreich. In Deutschland ist ein "M" vorne dran und es heißt "Matsch" ;-)

Ich möchte sie jetzt von der Box weg & in einen paddock oder Offenstall stellen, vielleicht ist das besser für sie & sie fühlt sich nicht wirklich wohl

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@TraberBesitzer

Gesünder ist es meist, nur sollte der Pferdebesitzer immer drauf vorbereitet sein, dass es für das Pferd eine Umstellung ist. Zu viele Pferde müssen auf die gesündere Haltung verzichten, weil die Menschen nicht damit gerechnet haben, was ihnen begegnet und überreagieren.

Zum einen gibt's mal den einen oder anderen Kratzer. Wer schonmal rangelnde Wallache oder auch im Sinne der Rangordnung oder auch einfach mal nur in einer speziellen Situation zickende Stuten gesehen hat, weiß, dass die nicht zimperlich sind. Leider neigen aber wir Menschen dazu, es zu sein.

Dann haben Boxenpferde eine komplett andere (im Bereich der Kruppe härtere) Muskulatur vom vielen stehen als die weiche Muskulatur der in Bewegungshaltung lebenden Tiere. Bei Pferden mit Fettpölsterchen sieht man das nicht, da Pferde gut Fett in der Muskulatur einlagern können. Ein Pferd mit nur ein bisschen Übergewicht scheint immer eine lockere Muskulatur zu haben. Da wir übergewichtige Pferde in unserer Zivilisation als normal ansehen, denken wir oft, das sei normale Muskulatur. Entsprechend wissen viele Boxenpferdebesitzer nicht, dass ihre Pferde falsch bemuskelt sind, weil es überdeckt ist. Diese Muskulatur wird erst abgebaut, bevor die gute Muskulatur von der Bewegungshaltung sich ihren Platz sucht. Dazwischen sind die Tiere echt unförmig und das kann schonmal eine gute Zeit anhalten. Da darf man sich nicht verrückt machen lassen und besonders nicht mit "auffüttern" reagieren, wo sich die meisten Menschen verführen lassen, zu viel Zucker und Stärke ins Pferd zu füllen. Heu macht das langfristig.

Auch wenn die Pferde anfangs kaum fressen und ständig rumlaufen, ist das meist ihrer Neugier, ihrem Integrationsverhalten geschuldet und weniger, dass die gaaaaar nicht ans Futter dürfen. Da sieht mal jemand ein Pferd das tatsächlich den neuen nicht so einfach ohne Kommentar an die Raufe lässt, die Ohren legt es weg schickt. Das neue sagt "ach, so wichtig ist es mir grade nicht", weil es ja auch auf Erkundungstour ist und gibt nach und schon wird gesagt "mein Pferd kann leider im Offenstall nicht leben, es ist zu rangniedrig, es bekommt nichts ab". Wenn dasselbe Neutier ausprobiert, wie die anderen Pferde weglaufen, wenn es vielleicht selbst eins schickt, das wird oft nicht gesehen. Man stützt sich zu sehr auf die eine Beobachtung.

Daher: Mach Dich auf was gefasst, behalt die Nerven und freu Dich einfach dran, dass es Freundschaften geben wird. Der beste Freund unseres einen Wallachs war später einer, der ihn die ersten drei Monate nur gescheucht hat. Die zwei mussten sich sprichwörtlich erst zusammenraufen. Als der dann aber auszog, der ihn auch einige Quadratzentimeter Fell und sogar Haut gekostet hatte, war unserer ernsthaft traurig.

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Das sieht man , wenn man sein Pferd kennt.

Mein Pferd stand bis Ende Mai in einem Stall - Offenstallreitstall - wo es sich sicher wohl fühlte. Dann musste ich freilich gehen, weil ich Differenzen mit den SBs hatte.

Ich brachte meine Stute in einem Offenstall - insgesamt 9 Pferde, aber Stuten und Wallache werden getrennt gehalten - ganz in der Nähe unter, der für das Pferd bessser war: viel größere Weiden. Aber zu Anfang war meine Stute sehr unglücklich dort, und wenn ich ausritt, drängelte sie immer in Richtung des alten Stalles.

Irgendwann kippte das dann. Heute bin ich an meinem alten Stall vorbeigeritten. Meine Stute guckte auch und wieherte einmal. Aber dann schien sie mir zu sagen: "Ich muss aber nicht hierbleiben, oder?"

Sie ist dann im Sauseschritt Richtung Heimat (neuer Heimat) gelaufen.

Dort ist sie einfach glücklich. Ich sehe ihr das an. Man muss nur in die Augen gucken.


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