Person beim staat melden anonym wie vorgehen?

9 Antworten

Du bist ganz schön feige. Wenn man schon jemanden anschwärzt, dann stehe man gefälligst zu dem, was man da tut.

Ist man dazu nicht fähig weil zu feige, so halte man besser die Klappe.

Zum Glück hat der Gesetzgeber solchen hundsgemeinen Lumpereien einen Riegel vorgeschoben und bei Eingriffsrechten dann verfügt, ohne Tatsachen, welche eine Annahme rechtfertigen, dass da was ist, kann man auch nichs machen.

Eine solche Tatsache ist der Name eines Zeugen, der nicht zu feige ist,

Ansonsten ist das dann voll für den Papierkorb - und das ist auch gut so, denn so kommt es gar nicht mehr in Frage, dass da Leute über andere irgend einen Siff ablassen und sie anschwärzen, in Stasi - oder Gestapoart.

Zu Deutsch, Du kannst das bei Deinen Kleinigkeiten gleich sein lassen, denn das bringt gar nichts, weil man gar nichts machen kann.

Wie sagte bereits August Heinrich Hoffmann von Fallersleben sehr treffend.


Der größte Lump im ganzen Land,das ist und bleibt der Denunziant



PatrickLassan  23.02.2017, 16:43

Hoffmann von Fallersleben bezog sich auf die Denunziation aus politischen Gründen, die ich in diesem Fall nicht sehe.

feinerle  23.02.2017, 21:52
@PatrickLassan

Ach ja? Interessiert nicht die Bohne. Wer andere anschwärzt und selbst in Deckung bleibt, ist feige.

Vorausgesetzt, es ist ein Offizialdelikt (http://www.rodorf.de/03_stgb/02.htm#02), gehst du wie folgt vor:

Zuständige Staatsanwaltschaft feststellen

"Anonyme Strafanzeige" erstatten

wegen was .... blablabla

Beründung .... blablabla

Zeugen ..... blablabla

!!! Selbstklebenden Umschlag benutzen, denn sonst ist es nicht mehr anonym.

Es erweist sich als Turbo, wenn das Schreiben neben der STA noch an mindestens zwei weitere Behörden (die mit der Sache aber schon in irgend einer Verbindung stehen sollten), versendet wird, und das auch in der Anzeige vermerkt wird ("In Kopie an .... blablabla"). Nachricht (kann auch so geschrieben werden): "Falls Sie nicht ermitteln, und es passiert hinterher etwas, haben Sie sich ggf. mitschuldig gemacht."

***

Es ist nicht von Bedeutung, ob eine Strafanzeige unter dem eigenen Namen, einem fremden Namen oder anonym erstattet wird. Es gibt zwar ärgerliche anonyme Strafanzeigen, die eher dem Denunziantentum zuzurechnen sind, aber manchmal bestehen durchaus nachvollziehbare Gründe dafür, dass jemand, der eine Anzeige erstattet, lieber anonym bleiben will. Unabhängig von der Motivation prüfen dann die Behörden, ob der dargestellte Sachverhalt glaubhaft erscheint und eine Ermittlung rechtfertigt.

Du kannst bei der Polizei anrufen (nicht 110 sondern die lokale Dienststellennummer, Google hilft) und dort mitteilen das du Hinweise auf ein Verbrechen hast. Die Polizei wird dann mit dir das weitere Vorgehen besprechen. Wenn du es komplett anonym machst, ganz einfach gesagt "Zettel unter der Tür durchschieben" wird nur in den allerseltensten Fällen was gemacht.

Denn in Deutschland ist es so das man zur Strafverfolgung Anzeige stellen muss. Wenn dir jemand unrecht getan hat dann kannst du Anzeige stellen. Wenn du Zeuge eines Verbrechen wurdest und der Polizei dies mitteilst, kann bzw. wird die Staatsanwaltschaft Anzeige stellen. Dann wird die Polizei tiefergehende Ermittlungen einleiten und es kann bis zum Prozess kommen, je nach Beweislage und Straftat.

Das ginge nur, wenn die Polizei ohne deine Hilfe die Fakten ermitteln könnte. Deine Anzeige kann (und vermutlich eher nicht) vertraulich behandelt werden, aber niemals anonym. Ein Grundprinzip der Justiz lautet, dass in einer Verhandlung alles mündlich vorgetragen werden muß: soll heißen Zeugen müssen aussagen.

Also, es geht, aber die Polizei hätte immer gerne das Vögel zwitschern.

Du kannst den auch einen Briefumschlag in Briefkasten werfen, dann muss du aber mit sterilen Handschuhen arbeiten.
Aber die Polizei dann was macht ist zweifelhaft.

Es heißt, Wer sich waschen will ohne Wasser das geht nicht.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914