Patenschaften für Kinder - gute Organisationen?

6 Antworten

Wenn Du das wirklich alles so persönlich und vor Augen haben willst, dann würde ich Dir auch empfehlen, Dich hier vor Ort zu engagieren. Frag mal bei der Kirche, der AWO oder ähnlichen Organisationen nach, die können Dir bestimmt ein "Patenkind" vermitteln. Auch hier in Deutschland gibt es jede Menge Kinder, die Hilfe ganz dringend nötig haben. Und dann kannst Du auch wirklich nicht nur Geld spenden, sondern denen bei den Hausaufgaben helfen, mit ihnen lesen üben, ins Museum gehen oder ähnliches - also alles Dinge, die die Eltern nicht leisten können oder wollen.

Ich weiß, dass es in Deutschland genug "arme" Kinder gibt. Aber da ich selbst nicht aus Deutschland bin und die Zustände in Entwicklungsländern kenne, bzw selbst aus einem Land komme, das noch bis heute mit Armut zu kämpfen hat würde ich gerne eine Kind unterstützen, dass eben aus so einem Land kommt, vll sogar aus meinem Heimatland.

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@Aglajana

Kennst Du dann nicht noch jemanden in Deinem Heimatland, der Dir weiterhelfen könnte? Jede Organisation verbraucht einen großen Teil der Gelder für Verwaltung, Werbung und ähnliches. Wenn Du es also privat organisieren könntest, kommt im Endeffekt viel mehr Geld bei dem Kind an.

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Hallo Aglaiana,

es gibt Organisationen, die solche Patenschaften anbieten und auch keine oder nur sehr geringe Verwaltungkosten haben. Dabei handelt es sich allerdings um relativ kleine Vereine mit einer überschaubaren Anzahl an Patenschaften. Die Mitarbeiter sind komplett ehrenamtlich tätig und die Verwaltungkosten decken sich über Spenden, Mitgliedsbeiträge oder Provisionen und nicht aus den Patenschaftsbeiträgen.

Der Kontakt zu den Kindern gestaltet sich unterschiedlich. In diesen Ländern gibt es oft keine Schreibkultur, so dass manche Kinder damit nicht vertraut sind und nicht wissen, was sie schreiben sollen. Oft gehen gerade bei jüngeren Kindern die Texte nicht über ein paar Grußformeln und gute Wünsche oder Bemerkungen über das Wetter oder die Erntezeit hinaus. Je älter die Kinder werden, desto selbstständiger und interessanter wird meist der briefliche Kontakt.

Besuche sind überall möglich, in der Regel sind aber die wenigsten Paten dazu bereit.

Schau doch mal bei folgenden Orgas: Bulungi - Hilfe für Kinder in Uganda e. V. (Hier habe ich selbst Patenschaften. Angeboten werden Schul- und Ausbildungspatenschaften für AIDS Waisenkinder und Kinder aus armen Familien, deren Eltern nicht die Mittel haben, sich selbst um ihre Kinder zu kümmern und ehemalige Straßenkinder), weitere Uganda-Vereine: Majirani e.V., Bwindi Kids, Soma Uganda - alle kümmern sich um sehr arme Kinder und Waisen. Kenia-Vereine: Harambee Kwa Watoto, Harambee Deutschland, Emukhunzulu Patengemeinschaft. Indien-Vereine: Trace Kids Deutschland, Ausbildungshilfe Indien, Hope International. Vietnam-Vereine: Gemeinsam für Vietnams Kinder, Menschenhilfe Vietnam. Nepal: Saraswoti. Wenn Du die Orga-Namen googelst, kommst Du auf die Webseiten.

Viel Erfolg!

Bei Günther Jauch war neulich eine Frau in der Sendung, die mich stark beeindruckt hat. Die hat eine private Initiative gegründet für Menschen in Ghana. Das heißt "Madamfo- Ghana", die Dame heisst Frau Landgrafe. Eine Seite gibt es im Internet auch, müßte ich jetzt auch erst mit obigen Angaben suchen. Das kommt mir sehr seriös vor, ohne einen Riesenwasserkopf für Verwaltung ect. Inwieweit man persönlichen Kontakt pflegen kann, weiß ich nicht, kann man aber bestimmt erfragen.

Das sind ganz schön viel Fragen bzgl einer Patenschaft für ein Kind aus Afrika. auf www.spendenkinderafrika.de findest du nützliche informationen rund um eine patenschaft für ein kind aus afrika oder auch alles was das thema adoption betrifft. hoffe ich konnte helfen

http://www.youtube.com/watch?v=u48LXz75P5M

Ich habe vor etwa 3 Jahren lange nach einer Organisation gesucht,die mir vertrauenswürdig erscheint und mich schließlich für Plan entschieden. Erstens war ich mir da relativ sicher,dass mein Geld auch ankommt und zweitens hat es mich begeistert,welch guten und engen Kontakt einige Paten zu ihren Patenkindern aufgebaut haben. Eben dieses tolle Verhältnis zu einem Kind wollte ich auch haben. Diese Patenschaft kostet 25Euro monatlich. Nach wenigen Wochen hatte ich dann auch die Mappe mit den Daten und einigen Fotos des Patenkindes in den Händen. Noch sehr euphorisch habe ich dann sogleich einen Brief an mein Patenkind verfasst,indem ich auch einige persönliche Fragen gestellt habe. Das Kind war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt. Nach mehreren Monaten erhielt ich Antwort. Allerdings war ich schon etwas enttäuscht. Der Brief umfasste etwa 5 Zeilen,war sehr allgemein geschrieben und auf meine Fragen ist überhaupt nicht eingegangen worden. Zudem hatte ich auch nicht das Gefühl,als hätte dieses Schreiben ein Kind verfasst. Mir kam es eher vor,wie ein Bericht von einem Erwachsenen. Auf der Internetseite von Plan findet man den Vermerk,dass diese kurze Antwort absolut normal wäre. Das Kind könne ja noch nicht schreiben und man sollte von Kindern aus anderen Kulturen anfangs nicht zu viel erwarten. Also gut. Damit habe ich mich zufrieden gegeben. Als ich dann einige Monate später den ersten Jahresbericht mit zwei Fotos von meinem Patenkind erhielt,musste ich mich gleich wieder wundern. Das Kind auf dem Foto hatte zwar den richtigen Namen und auch die Patennummer stimmte,aber das Kind sah so anders aus. Das Mädchen war in einem Jahr etwa 20 cm gewachsen,hatte etwa 5 kg zugenommen und statt pechschwarzer Haut nun milchkaffeebraune. Wie konnte das sein? Ich dachte aber schon nach einiger Zeit nicht mehr darüber nach. Ich müsste mich irren. Dann schrieb ich meinem Patenkind noch zwei weitere Briefe,schickte Fotos von mir und meiner Familie,doch es folgten wieder nur kurze Standardschreiben,ähnlich dem Jahresbericht. Nach zwei Jahren Schulbildung,die ich dem Kind doch angeblich durch meine Spende finanziere,sollte es doch wenigstens einige Zeilen schreiben können. Mittlerweile warte ich seit über einem Jahr auf ein Antwortschreiben von meinem Patenkind,welches dann wohl aber wieder so knapp ausfallen wird,wie alle davor. So habe ich mir das besondere Verhältnis zwischen Paten und Patenkind nicht vorgestellt. Statt einem Brief vom Kind erhalte ich seit etwa einem Jahr ausschließlich Werbung von Plan. Hier soll ich spenden,da und dort auch noch. Selbst mein E-Mail Fach quillt über vor Spendenaufrufen. Ich möchte Plan wirklich nicht unterstellen,dass mein Spendengeld nicht in Afrika ankommt und ich glaube denen sogar,dass sie damit Projekte für das ganze Dorf unterstützen,aber ich hätte mir von einer Patenschaft mehr erwartet. Ich bin mir nicht sicher,dass es meinem Patenkind jetzt besser geht,als vor meiner Patenschaft. Und der Kontakt,wenn er überhaupt echt ist,ist mir einfach zu unpersönlich. So gerne ich auch immer einem Kind helfen wollte,ich werde meine Patenschaft wohl kündigen. Ähnliche Probleme wie meine haben wohl auch noch andere: http://www.dooyoo.de/internet-seiten/plan-international-de/1301531/

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