Opferfest Beurlaubung abgelehnt?

14 Antworten

Hallo aylinasid, zum Opferfest eine Quelle:

http://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/eid-al-adha-was-sie-ueber-das-heilige-fest-im-islam-wissen-muessen-id14789146.html


Die Eid al-Adha ist kein gesetzlicher Feiertag. Muslimische
Arbeitnehmer, die das Opferfest feiern, müssen sich für diesen Tag frei
nehmen. Muslimische Schüler haben es besser: Sie können sich am Eid
al-Adha bundesweit vom Unterricht befreien lassen. Dies geschieht durch
schriftliche Meldung der Eltern beziehungsweise bei Volljährigkeit durch
Eigenmeldung.

Die Muslime, für die das Opferfest so eine hohe Bedeutung hat, haben mit Sicherheit einen Antrag auf Beurlaubung gestellt. Da gibt es keine Schwierigkeiten.

Die anderen könnten jetzt oder morgen früh noch anrufen und um Beurlaubung bitten.

Wenn ich da Schulleiter wäre, muss  ich aber auch bei einer nachträglichen schriftlichen Entschuldigung nicht kleinlich sein.

In Berlin dürfen muslimische Schüler zu Hause bleiben. An Schulen mit hohem Anteil der Kinder dieses Glaubens brauchen diese i.d.R. nicht mal anzusagen, dass sie fehlen. Ansonsten reicht eine kurze schriftliche Bestätigung der Eltern aus 

aber das wäre genauso das gleiche wenn wir an Weihnachten zur Schule müssten

Wenn sich Deine Schule in einem islamisch geprägten Land befände, wäre das wahrscheinlich auch so.

Vermutlich benötigen die Schüler einen schriftlichen Befreiungsantrag der Eltern bzw. gesetzlichen Vertreter. Und es sich sicher nicht erst seit heute bekannt, dass morgen das Opferfest stattfindet.

Ja aber im Gesetz steht das sei ein Grund zum Fehlen für 1 Tag. Die Anträge wurden schon am Donnerstag abgegeben.

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@aylinasici

Aber, siehe meine Antwort oben aus Wiki, Anspruch hat man nur auf den im Amtsblatt veröffentlichen HAUPTTAG! Hier kenne ich mich nicht weiter aus! Ist denn der Montag der HAUPTTAG???

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Wiki sagt dazu:


Rechtlicher Status in Deutschland


Weil das Opferfest und das Fastenbrechenfest unter allen Muslimen unumstritten und in allen islamischen Rechtsschulen verbindlich als die wichtigsten Feste des Islams gelten, können Schüler islamischen Glaubens sich an diesem Tag bundesweit vom Unterricht befreien lassen. Dies geschieht durch schriftliche Meldung der Eltern bzw. im Fall der Volljährigkeit durch Eigenmeldung. Die Lehrer in Rheinland-Pfalz sind deshalb angewiesen, an beiden Festen keine Klassen- oder Kursarbeitenoder sonstige Leistungsnachweise zu terminieren. Eine Abweichung um einen Tag durch die jeweilige Gemeinde wird toleriert. Freigehalten von Leistungsnachweisen wird aber verbindlich nur der im Amtsblatt veröffentlichte Haupttag.[3]

Ähnlich wie bei christlichen Feiertagen (z. B. dem Buß- und Bettag, der in den meisten Bundesländern kein gesetzlicher Feiertag mehr ist), können Arbeitnehmer am Tag des Opferfestes einen Tag Urlaub nehmen oder unbezahlten Urlaub beantragen.

Zu beachten ist auch, dass die beabsichtigte Schlachtung eines Opfertieres bei dem zuständigen Amtstierarzt zurSchlachttier- und Fleischuntersuchung anzumelden ist. Eine Schlachtung ohne Betäubung (Schächten) ist nach der deutschenRechtslage grundsätzlich verboten, jedoch kann eine Sondergenehmigung aus religiösen Gründen erteilt werden.

Seit längerem wünschen sich muslimische bzw. türkische Verbände wie etwa die Türkische Gemeinde in Deutschland die Einführung eines gesetzlichen muslimischen Feiertags in Deutschland. Als Beispiel wird hier gerne das Opferfest genannt: „Das wäre ein wichtiges Signal an die muslimische Bevölkerung“, sagte laut Pressemeldungen der TGD-BundesvorsitzendeKenan Kolat im Januar 2014 der Nachrichtenagentur dpa.[4] Über diesen Vorschlag solle eine künftige Islamkonferenzberaten.

In Deutschland haben wir den Gleichheitsgrundsatz. Es würde bedeuten das die Lehrerin allen freigeben müsste. Wir sind hier Christlich geprägt. Darum sind auch die Osterferien und die Weihnachtsferien oder Winterferien über die Christlichen Feiertage gelegt. Da haben auch die muslimischen und Jüdischen und buddhistischen Mitmenschen frei. In Kuwait zum Beispiel gibt es andere Feiertage. Dort müssen wir Christen uns nach den Gegebenheiten richten. Ich will jetzt keine Diskussion anfangen über Integration und ähnliche Themen. 

In Deutschland haben wir den Gleichheitsgrundsatz. Es würde bedeuten das die Lehrerin allen freigeben müsste

Nein, das bedeutet es ganz und gar nicht und im übrigen bekommen muslimische Schüler an ihren hohen religiösen Feiertagen frei. Das ist in den Landesschulgesetzen geregelt, in manchen Länden automatisch, in anderen auf Antrag der Eltern.

Das Recht auf Ausübung der Religion besagt das.

Die Gesetze in Kuwait sind deren Sache. Nicht unsere und es ist kindisch, da Vergleiche zu ziehen. Oder sollen wir unsere Gesetze nach denen anderer Länder ausrichten?

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@Bitterkraut

Mir war oder ist nicht bewußt gewesen, daß im Landesschulgesetz eine solche Regelung existiert. Wenn das der Fall ist, war meine Antwort zumindest unpräzise, wenn nicht gar falsch. Ich stehe auf dem Standpunkt das jeder Bürger sich an den Regeln und Gesetze richten muss. Für mich hat das Grundgesetz einen hohen Stellenwert. Ich vergleiche auch nicht Deutschland mit anderen Ländern. Jedes Land hat deine spezifischen Eigenheiten.

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Die christlichen Feiertage sind aber zu gesetzlichen Feiertagen gemacht worden, nur deshalb haben alle frei.

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@Maloiya

Im Übrigen bekommen nicht nur die muslimischen Schüler an ihren hohen Feiertagen frei (und das sind auch nur 2 Tage im Jahr), sondern auch die jüdischen Schüler an ihren, da sind es sehr viele Tage, die ihnen zustehen. Und das ist auch alles völlig in Ordnung so. Jedem das Seine.

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