nach einer Op. kann mein Arbeitgeber mich kündigen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nach der Rechtsprechung müssen die folgenden drei Voraussetzungen vorliegen, damit eine krankheitsbedingte Kündigung wirksam ist (fehlt auch nur eine dieser Voraussetzungen, ist die Kündigung unwirksam):

  1. Es müssen zum Zeitpunkt der Kündigung Tatsachen vorliegen, die die Prognose weiterer Erkrankungen des Arbeitnehmers in dem bisherigen Umfang rechtfertigen. Diese Voraussetzung heißt "negative Gesundheitsprognose".
  2. Es muß feststehen, daß die zu erwartenden Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen. Eine solche Interessenbeeinträchtigung liegt vor allem dann vor, wenn es aufgrund der Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu Störungen des Betriebsablaufs oder zu erheblichen Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt.
27
  1. Schließlich muß eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Sie muß zugunsten des Arbeitgebers ausgehen, d.h. sie muß ergeben, daß ihm bei einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer des Arbeitsverhältnisses, der Krankheitsursachen, der Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer und des Lebensalter des Arbeitnehmers die oben festgestellte Beeinträchtigung seiner Interessen (siehe Punkt 2.) nicht mehr weiter zugemutet werden kann.

Wie gesagt müssen diese drei Voraussetzungen allesamt vorliegen. Fehlt auch nur eine, ist die Kündigung unwirksam. http://www.hensche.de/RechtsanwaltArbeitsrechtHandbuchKuendigungKrankheitsbedingt.html

0

Verzeih`traurige Möve aber bei der heutigen Situation in der Arbeitgeber ihre Rechte dermassen schamlos ausnutzen und dann auch noch Recht von Gerichten und Ämtern erhalten, die uns diese aussichtlose Situation ja erst eingebrockt haben, kannst du nicht erwarten das du auf dem Arbeitsmarkt irgendwelche "Ansprüche stellen kannst. Mit der Gesundheitsprognose bei Dir und der Tätigkeit die du ausübst musst du ,glaube ich für deine Gesundheit kleinbeigeben und in den saueren Apfel beissen. Es stehen von Personalleasinggesellschaften herbeigeführte zig tausende Leiharbeiter aus den osteuropäischen Ländern die nur darauf warten eine Arbeitstelle anzunehmen um die hälfte dessen was du verdienst, um deinem Arbeitgeber unter die Arme zu greifen, der ist dich teuere Arbeitkraft los bekommt vom Staat Integrationshilfe und zahlt zur Belohnung dann auch die Hälfte nur an Sozialbeiträgen gibt aber sein Ehrenwort das er die billegen Arbeitkräfte über Jahre hinaus beschäftigen wird. Da pochst du auf Rechte die für unsere Zeit im Grunde oben nur noch ein ironisches Lächeln auslösen. Nee vergiß das es einmal Arbeitnehmerrechte gegeben hat, das gehört einer vergangen Epoche an.

Natürlich darf Dein Arbeitgeber Dir nicht kündigen und hat Schweigepflicht gegenüber Deinen Kollegen. Der kann Dir gar nichts, menno. Hauptsache immer schön die Krankenmeldungen abgegeben. Sofort zur Berufsgenossenschaft, Anwalt etc. Am besten ist, klärst das erst einmal mit Deiner Krankenkasse.

Was möchtest Du wissen?