Muss man Pferd immer treiben?

14 Antworten

Man treibt solange bis es das tut was es soll zb aktiv in der hinterhand takt Geschwindigkeit.wenn es das tut lässt man es solange in ruhe bis es wieder was anderes tun soll oder einer der oben genannten Punkte verloren geht und dann sollte man wieder nachtreiben so bekommt man ein sensibleres Pferd

Leider ist der Grundgedanke beim Englischreiten mittlerweile so, dass man jeden Schritt raustreiben soll. Leider stumpfen dadurch aber die Pferde völlig ab - die Frage ist, WOZU soll ich hinten immer weiter treiben, wenn mein Pferd bereits genügend Go hat? Die Hinterhand nimmt es sowieso mit, wenn es korrekt gelöst ist.

Alle wollen immer fein reiten & treiben dann jeden Schritt raus. Ganz fein, sicher. Was ist feiner - Eine einmalige Ermahnung, dass du dein Zimmer aufräumen sollst oder eine dauernde Ermahnung? Ich denke, die Antwort gibt sich von selbst. Kann man natürlich auch auf Sport beziehen ;)

Besonders im Westernreiten ist es noch üblich, über die Impulse zu reiten. Einmal Bein - Pferd trabt.

Das bedeuetet übrigens alles nicht, dass an getrost die Beine wegstrecken kann! Idealerweise sollen sie "atmend" am Pferd anliegen, egal in welcher Reitweise, immer auf Tuchfühlung sein. Dann liegt die Wade auch am Pferdebauch an und feines Reiten kann überhaupt erst möglich werden. Das Bein ist schon präsent - aber wirklich treiben, das tut es nur, wenn du etwas vom Pferd verlangen möchtest.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und 2 eigene Pferde

Mein Pferd ist auf Impulsreiten ausgebildet also ein mal Treiben und dann läuft sie so lage in dieser Gangart bis ich ein neues Komando gebe. Also nö man muß nicht immer treiben.

In der Dressur sollte das Pferd auf Anweisung "treibende Hilfe Bein" auf eine Berührung oder Kontakt je nach Intensität und Ort das gewollte Kommando ausführen und es dann auch solange durchführen bis ein neues andere Kommando kommt. Negatives Beispiel: Schlagende Beine bei jedem Schritt irritieren das Pferd, machen es stumpf und der Reiter kommt nicht zum reiten und es endet irgendwie.

Jetzt heißt es zwar bestimmt wieder Tierquälerei aber ich habe es so gelernt. Das was du hinten zu viel Gas gibst wird über die Hand wieder angefangen xD dadurch wird das Pferd rund und die Bewegungen schöner und ausdrucksvoller. Ein Pferd was läuft wie es will schleift oft die Beine mit sich und wenn es das nicht gewöhnt ist fliegt es auch mal schnell auf die Nase

Falsch.

Die Reiterei, die du beschreibst, folgt der "Vorne bremsen, hinten treiben"- Mentalität und ist definitiv nicht der richtige Weg.

2

Damit fährt man aber in der hohen Dressur gut... Kann also nicht so falsch sein.

Aber ich wusste ja das sowas kommen muss als Kommentar

1
@xXlaraleinXx

Kann ja nicht so falsch rein, sein Pferd grundsätzlich im Boxenknast zu halten und nur eingerollt zu reiten - kommt ja in der hohen Dressur auch gut an.

facepalm

Nur weil etwas bei den heutigen, verkorksten FN-Richtern "geschätzt" wird, heißt das noch lange nicht, dass es gut ist.

Beispielsweise Taktfehler im Schritt im Grand Prix, nichtmal über den Rücken laufende Pferde (okay, wie denn auch ohne Takt), dadurch keine gesetzt Hinterhand mehr, und, und, und.

1
@xXlaraleinXx

Ohja, andere Leute belügen und betrügen muss ja auch GUT und RICHTIG sein, sonst würden so manche Politiker nicht so weit nach oben kommen. Genau.

Der Pferdesport ist heutzutage eh am A*sch. Gut bewertet wird doch fast ausnahmslos nur noch das, was beim unwissenden, sensationsgeilen Publikum gut ankommt. Und das sind halt zusammengeknallte (vorne ziehen, hinten pressen), verkrampfte und unglückliche Pferde, die dafür spektakuläre Show-Spannungstritte zeigen. Da fragt sich doch kein Zuschauer, wie die Pferde gehalten und zuhause bzw. aufm Abreiteplatz geritten werden.

Wenn du also richtig - falsch mit erfolgreich - nicht erfolgreich definierst, dann ja, ist diese oben genannte Mentalität sicher RICHTIG.

Wenn du aber mal im Sinne des Pferdes und der klassischen Reiterei denkst, ist es einfach FALSCH.

1

Ja und ihr könnt bestimmt hohe Dressur mit Freundlichkeit und Sinne des Pferdes reiten... So ein Blödsinn. Wahrscheinlich Jockelt ihr einmal die Woche auf eurer rb im Gelände rum und klopft euch auf die Schulter reiten zu können xD

In jedem Sport machen sich die Sportler kaputt und das hat nicht immer was mit den Richtern zu tun. Und einfach sinnlos im Raum stehen zu lassen das wäre aufgrund des sensationsgeilen Publikums so ist doch auch Blödsinn... Ich gebe zu das es nicht immer leicht ist und das auch viele Pferde bevor sie hoch kommen kaputt geritten werden, aber so ist das nunmal im Leistungssport

0
@xXlaraleinXx

Komm mir bloß nicht mit "Reitet ihr erstmal selber solche Klassen wie die Spitzenreiter, ihr könnt das doch gar nicht beurteilen!!" Nur, weil jemand Englischprofessor (oder Grand Prix - Reiter) ist, heißt das noch lange nicht, dass er die englische Grundgrammatik (oder Grundlagen des Reitens) missachten darf!!

Und hohe Dressur soll sehr wohl im Sinne des Pferdes sein - "die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur" - schonmal was davon gehört?!

Keiner hat behauptet, man würde auf Kuschelkurs zum Grand Prix kommen, keiner. Aber zwischen "Dutzi-dutzi" und eingerollten, zusammengezogenen Boxenknast-Pferden ist ja noch ein himmelweiter Unterschied.

Sinnlos im Raum stehen zu lassen?! Na klar. Glaubst du, ich denk mir das aus? Jeder Richter wird sich davor hüten, einen Reiter wie Isabell Werth oder Matthias Rath schlecht zu bewerten. Da zählt der Name einfach. Das ist bei ländlichen Turnieren so und ist oben im Sport nicht anders.

Ja, so ist es im Leistungssport - so DARF es aber nicht sein!!

Der Unterschied zu jeder anderen Sportart ist nunmal: Pferde können nicht selbst entscheiden, ob sie sich "kaputt machen" - anders als Fußballer, Sprinter etc. - das entscheiden die Reiter für sie. Und zwar selten im Sinne der Pferde.

1
@xXlaraleinXx

Nun, zufällig stehe ich an einem Stall, wo die Reitlehrerin piaffiert & passagiert mit ihren Pferden - komischerweise ohne irgendwelches Rumziehe an den Zügeln. Und mit aufgewölbtem Rücken!

Reiten besteht aus "Bitte" und "Danke" mit dem Pferd. Pferdefreundlich ist das, was pferdeschonend ist. Und das ist garantiert nicht, das Pferd durch Dauer-Treiben stumpf zu machen. Wie soll das Pferd beim Dauertreiben unterscheiden, ob das jetzt die Hilfe zum Antraben war oder zum Biegen? bzw. besser in dem Vergleich ob Travers oder Galopp? Da man ein Pferd über den Sitz reitet & die Zügel lediglich zum Lösen & Stellen des Pferdes da sind, wie soll man mit dem Dauer-Treiben noch fein agieren können? Wenn du mir das so wirklich erklären könntest, vll. schaffen ja auch andere mal Umzudenken.

"so ist das nunmal im Leistungssport" - Ja, wenn man Geld vor das Wohl der Tiere stellt. Einer der Gründe, weshalb ich persönlich keine Turniere gehe und mir auch nur äußerst selten welche angucke.

Das Ziel der Dressur sollte es sein, ein Pferd einhändig auf blanker Kandare reiten zu können, was gleichzeitig einen feinen Sitz benötigt, zudem ein Pferd erst richtig wertvoll wurde, wenn es fertig ausgebildet war. Damals brachte es den Menschen nichts, alle 8 Jahre mit einem neuen Pferd anzufangen zu arbeiten, weil das andere kaputt geritten war. Heute kauft man sich einfach den nächsten Gaul. Heißt aber nicht, dass das ehrfürchtig ist.

0

Und jetzt auch noch beleidigend werden ohne dass du die Leute kennst- Das nenne ich mal Reife (y)

Ich reite auf Turnier L und zuhause M- Dressur und habe auch sehr sehr guten Kontakt zu einigen regional bekannten Dressurreiter. Ich weis, nicht die Weltelite aber egal. Ich habe gelernt, dass man nur mit "Pferd zusammenziehen, also hinten losschicken und vorne ziehen" nicht sehr weit kommt. Die, die damit Erfolg haben wissen mit der "Technik" umzugehen.

Ich lege sehr viel Wert auf Feine Hilfen und nicht auf rumhacken und ziehen. So kann man ein Pferd auch 'Runder' und 'Schöner' vorstellen. Es muss dazu nur am Hals vernünftig bemuskelt sein und den Rücken aufwölben.

1

Jetzt mal ganz kurz zum feststellen. Ich habe nie gesagt das man sich das Pferd zusammenzieht, das habt ihr jetzt alle wieder reininterpretiert. Ich habe aber gesagt das man sehr wohl bei jedem Schritt treibt, ob jetzt nur ein kleiner Impuls oder aber mehr kommt eben darauf an. Und ganz natürlich braucht man für das ins Genick reiten eine vorwärtsbewegung und nicht ein rumgeschlurfe... Wer hier englisch reitet wird mir nicht erzählen das nur bei Gangwechseln etc mal das Bein oder die Hand benutzt wird...

Und ganz ehrlich ich finde es immer sehr beleidigend das man wenn man mal kein Blatt vor den Mund nimmt immer direkt als Tierquäler der angeblich alles falsch macht abgestempelt wird... Aber es ist nunmal so das man bei jedem Schritt treibt, das Bein soll sowieso immer anliegen. Und es werden immer gleich 100 Sachen reininterpretiert... Das mir jetzt noch keine rollkur, ein lahmes Pferd oder sporenlöcher vorgeworfen wurden ist auch schon alles...

0
@xXlaraleinXx

So, was außer "vorne bremsen, hinten treiben" soll man denn bitte in (Zitat) "Das was du hinten zu viel Gas gibst wird über die Hand wieder angefangen" reininterpretieren?

Die Zügel sind lediglich zum Lösen des Pferdes gedacht - alles andere (Stellung, Biegung, Versammlung, Tempo usw.) erarbeitet man sich über Sitz und Schenkel mittels Lektionen!

Und beim korrekten Dressurreiten treibt man nicht bei jedem Schritt vorwärts, das würde das Pferd auf Dauer abstumpfen. Das heißt natürlich nicht, dass man die Schenkel vom Pferd wegstreckt, aber aktives Treiben (!) sollte zum Vorwärtsreiten nicht nötig sein. Wie willst du jemals ein Pferd mit feinsten Hilfen in höchster Versammlung reiten, wenn du bereits im Arbeitstempo jeden Schritt raustreiben muss, dass dein Pferd halbwegs die Hinterhand mitnimmt?

Ich benutze die Schenkel auf meiner Stute, um sie dazu aufzufordern, sich z.B. in einer Volte mehr zu biegen, eine Traversale zu machen, anzugaloppieren etc. Aber sobald sie das und tut, was (und wie) sie tun soll, dann "lobe" ich sie, indem ich den "Druck" wegnehme. Fängt sie in der Traversale an, zu schludern, kommt der Schenkel wieder dran. So bleibt sie fein und motiviert.

1

Tja ich habe aber gelernt jedes mal zu treiben wenn der Huf den Boden verlässt und so werde ich es weiter tun denn das ist meiner Meinung nach die richtige Methode. Das hat nichts mit abstumpfen des Pferdes zu tun und ich wette mit dir das du auch automatisch jeden Schritt treibst. Ich habe noch niemanden in höheren Prüfungen gesehen der es nicht gemacht hat.

0
@xXlaraleinXx

Es gibt aber einen Unterschied zwischen aktivem und passivem Treiben.

Passives Treiben: das Bein liegt locker am Pferd an und durch die Bewegungen des Reiters & Pferdes holt sich das Pferd bei jedem Tritt "selbst" eine Schenkelhilfe "ab". Das Pferd soll dabei nicht schneller werden o.ä., sondern nur so weiterlaufen, wie es das gerade tut.

Aktives Treiben: der Reiter gibt bewusst eine impulsartige Schenkelhilfe, um das Pferd zu irgendwas (neuem) aufzufordern.

Wenn du jetzt jeden Schritt aktiv heraustreibst, dann stumpft das Pferd früher oder später ab. Wenn wenn du das Pferd schon aktiv dazu auffordern musst, ein Arbeitstempo zu halten, wie willst du das Pferd dann versammeln bzw. dazu bringen, die Versammlung zu halten? Das klingt schon sehr nach Kraftreiterei.

1
@xXlaraleinXx

Kurze Frage - "wenn der Huf den Boden verlässt" - welchen Huf meinst du dabei denn genau?

0

Was möchtest Du wissen?