Moin Jungs arbeite seit kurzem als koch?

10 Antworten

Ich geh mal davon au dass deine Ausbildung am 1.9 angefangen hat? 

Am Anfang is des völlig normal das dir alles weh tut. Ich wüsst in den ersten Wochen a nemmer wie ich stehen sollte. Aber da gewöhnt ma sich dran.  Auch schläft man nach einiger zeit wieder ganz normal, ohne ständig von der Arbeit zu träumen.

Die Arbeitszeiten sin für die Gastro leider ganz normal.   Überstunden auch.  Selbst wenn du U18 bist, klar kannst du dich dagegen wehren. Bringen würds dir aber vermutlich nichts.

Das du die meiste Zeit Spülen und Putzen musst ist nicht ok. Auch am Anfang seiner Lehre sollte man scho die ein oder andere kleinere Aufgabe erledigen dürfen. Allerdings kann das auch an dir liegen. Ohne dir jetzt zu unterstellen das du nicht geeignet bist. Aber wen dein Ausbilder den Eindruck hat das du zu langsam bist oder er Angst hat, dich an die teureren Lebensmittel (Sterneküche) als in ner Dorfgastwirtschaft ranzulassen. Allerdings sollte das nicht zum Dauerzustand werden.

Ich koche gerne aber unabhängig oder nicht mit so einem hohen Anspruch hab ich keine Erfahrungen 

Das ist die völlig falsche Einstellung für nen Lehrling. In der Küche herrscht eine strenge Hierarchie an die sich gehalten wird. Der Lehrling, grad im 1. Lehrjahr und am Ende noch in der Probezeit, steht ganz unten. Du hast das zu tun was die anderen sagen. Eigenständig Kochen ist nicht drin. Das kannst du zuhause, oder wenn du ausgelernt bist und als Postenchef später Mal mit deinem Chefkoch besprichst, was man auf die Karte schrieben könnte.

Das Ganze hat auch seinen Sinn.  In der Küche müssen alle zusammen arbeiten, jeder Posten muss einen Beitrag zu den verschiedenen Gerichten liefern, das schnell und sauber. Aus der Reihe tanzen is da nicht. 

Und was das rumkommandieren betrifft.  Du Lehrling. Die anderen Gesellen. Auch wenn ich den Spruch selbe hasse. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Trifft da einfach zu.

Beis die Zähne zusammen. Du wirst sehen, wen du dir mühe gibst dann werden sie dich auch akzeptieren und es wird dir immer mehr Spaß machen.

VG Anemone95

Ausbildungsplatzwechsel

Wenn du deine Ausbildung gerne beenden willst, es aber in deinem Betrieb nicht mehr aushältst, kannst du den Ausbildungsplatz wechseln. Ein Ausbildungsplatzwechsel ist auf jeden Fall besser als ein Ausbildungsabbruch. Am besten hältst du dich an folgenden Zeitablauf:

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/kuendigung-durch-den-azubi#Ausbildungsplatzwechsel

Ab achtzehn sind die Rechtslage sowieso wieder anders aus.

Minderjährige Azubis dürfen maximal 40 Stunden wöchentlich und acht Stunden täglich arbeiten. Sie dürfen an einzelnen Tagen auch bis zu 8,5 Stunden beschäftigt werden, aber nur, wenn sie an einem anderen Tag der Woche entsprechend weniger arbeiten.
Auch wenn Überstunden geleistet werden, dürfen die maximalen Arbeitszeiten auf keinen Fall überschritten werden, das wäre ein Verstoß gegen das Arbeitsrecht!
Im Arbeitsvertrag darf bei Minderjährigen, die Vollzeit arbeiten, also maximal eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden und eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden vermerkt werden. Wenn dort weniger steht, gilt laut Günstigkeitsprinzip die Regelung des Ausbildungsvertrages.

Volljährige dürfen acht Stunden täglich und an sechs Tagen in der Woche beschäftigt werden, insgesamt also 48 Stunden wöchentlich. Die Arbeitszeit kann sogar auf zehn Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Monaten im Schnitt nicht mehr als acht Stunden gearbeitet wird.
Im Arbeitsvertrag darf bei Volljährigen, die Vollzeit arbeiten, also nur eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden und eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden vermerkt werden.
Auch wenn Überstunden geleistet werden, dürfen die maximalen Arbeitszeiten auf keinen Fall überschritten werden – das wäre ein Verstoß gegen das Arbeitsrecht!
Wenn im Ausbildungsvertrag eine geringere Arbeitszeit als 48 Stunden und eine Fünf-Tage-Woche angegeben sind, gilt laut Günstigkeitsprinzip diese Regelung.

Der Rest steht im unten aufgeführten Link.

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/arbeitszeit

Ich arbeite viel mehr als 40 Stunden in der Woche letzten Sonntag waren es schon 11 stunden

0

Das geht leider vielen jungen Leuten so, wenn sie ihre Ausbildung anfangen. Sie dürfen noch nicht an die interessanten Aufgaben (wegen deren man den Beruf ausgesucht hat). Sie müssen "Hilfsarbeiten" erledigen und haben oft auch Schwierigkeiten mit den Arbeitszeiten. 

Das ändert sich mit der Zeit - darauf kannst du deine Hoffnung setzen. Der Körper gewöhnt sich an die ungewohnte Belastung (Füße, Rücken), die Aufgaben werden anspruchsvoller, die Kollegen vertrauter und man ist bald nicht mehr zu müde, um etwas in der (leider wenigen) Freizeit zu unternehmen. Halt durch, es wird besser!

Was möchtest Du wissen?