Mit 18 ausziehen wegen Stress. Was tun?

7 Antworten

Mein Einkommen war damals nicht viel mehr, als ich ausgezogen bin. Ich hatte Glück das ich mit meiner besten Freundin zusammen ziehen konnte und ich habe an Fixkosten, Miete und alles knapp unter 300 gezahlt. In eine WG zu ziehen ist meiner Meinung nach die günstigste Lösung...und mit 450 Euro im Monat definitiv machbar.

Hallo,

mit 450€-Job und Kindergeld kannst du ausziehen. Der normale Student hat genauso viel Geld... Eine WG wäre zum Beispiel möglich. Für den sonstigen Luxus kannst du ja noch in den Ferien arbeiten gehen. Das ist die beste und einfachste Lösung. Du bist volljährig und kannst tun und lassen was du willst und wärst damit eigenständig.

Das Jugendamt bezahlt dir definitiv keine Wohnung. Deine Eltern sind ja zuständig. Die kannst du natürlich auch versuchen auf Unterhalt zu verklagen. Ob das Sinn macht, muss man individuell entscheiden, aber du kannst dich ja mal beraten lassen. Dafür solltest du aber auch das Einkommen der Eltern wissen (wenigstens grob).

Du bist 18. Du hast Rechte und Pflichten und auch die Pflicht deine Rechte einzuklagen, wenn es nötig ist. Andere zahlen erstmal nicht für dich, dafür hast du ja Eltern.

Der Kontakt zwischen Eltern und Ämtern würde vielleicht nicht ganz zu vermeiden sein. Als Schüler stehen Dir, wenn du ausziehst, das Kindergeld und Bafög zu. Mit beidem zuzüglich deines Minijobs könntest du dich wohl alleine über Wasser halten.

Lass dich doch mal beim Jugendamt beraten, die werden nichts weiter unternehmen, bevor du dich einverstanden erklärt hast.

Kindergeld ja, Bafög stelle ich mal in Frage...

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@Fortuna1234

Ok, Schülerbafog gibt es nur bei Weiterbildung nach vorheriger abgeschlossener Berufsausbildung. Vielleicht wäre auch dies eine Option, erst mal einen Beruf zu lernen, bei dem es eine Ausbildungsvergütung gibt?

https://www.bafög.de/588.php

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Bafög nur, wenn das Einkommen der Eltern so gering ist, dass Bafög beantragt werden kann. Ansonsten würde man darauf plädieren, dass die Eltern unterhaltspflichtig sind oder zumindest Kost und Logie zur Verfügung stellen müssen. Ebenso stünde es mit Leistungen nach SGB II, wenn ich mich nicht irre. Finanziell wird es also vermutlich schwierig, dem Staat Unterstützung abringen zu können. :-/

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ich habe großen Stress mit meiner Mutter da sie mich einsperrt usw, ich habe keine Privatsphäre und muss sie bei allem nach Erlaubnis fragen. Sie schreit rum macht nur Stress und wird auch schnell handgreiflich.

Geh damit zum Jugendamt und besprich mit denen was du tun könntest und solltest. Danach zum Jobcenter und schildere dort ebenfalls den Fall. Unter eng begrenzten Umständen, z.B. wenn es Zuhause psychische oder physische Gewalt gibt, dann zahlt das Jobcenter auch die erste Wohnung und holt sich ggf. das Geld von den Eltern wieder. Du bist volljährig und solltest dich endlich gegen deine Mutter auflehnen, wenn sie so ist, wie du es hier schilderst.

die Betroffenen aus „schwerwiegenden sozialen Gründen“ nicht bei den Eltern wohnen können

https://www.hartz4.org/hartz-4-unter-25/#Besteht_ein_Hartz-IV-Anspruch_fuer_unter_25-Jaehrige

Natürlich wird das Jugendamt deine Mutter kontaktieren. Im übrigen ist sie und natürlich auch den Vater für dich unterhaltspflichtig bis zum Ende deiner Erstausbildung.

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