Messdiener-Ausbildung

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5 Antworten

Hey, cool, dasselbe mache ich auch mit nem anderem Mini zusammen... Wir unterscheiden uns eigtl ziemlich voneinander, was vllt tatsächlich von Vorteil ist, weil er einen etwas "stupiden" Auswendiglernstil lehrt, den er damals in der Ausbildung erfahren hat.. Weil ich selber nie wirklich eine Ausbildung bekommen habe (zugezogen und einfach angefangen und durch Praxis gelernt) kenne ich das so nicht und probiers auf meine Weise. Grundsatz bei uns: Jeder muss den Messablauf kennen, wer ihn als erster kann bekommt dann ne Schoki oder so als Ansporn zum lernen (am Ende kriegen immer alle eine, man kann ja sowas nicht durchziehen ;)).. Dann gehen wir immer so Probemessen mit allen Jobs usw durch, alle JObs werden vergeben und die, die keine haben gehen einfach ganz normal eben mit und schauen zu. Da kommt dann der entscheidende Unterschied: Während er auswendig die Wege erklärt und mit ihnen paukt (Was für manche sogar ECHT hilfreich und die einzige Möglichkeit ist, es zu lernen), erkläre ich parallel, WARUM man das macht, zB jetzt machen wir da eine Kniebeuge und zwar warum? Genau, weil das Allerheiligste da ist.. oder das ist jetzt das FRIEDENSGebet, was machen wir, wenn etwas GEBET heißt? Genau, aufstehen.. Das Problem ist glaub ich echt, dass einige mit Auswendiglernen ÜBERHAUPT nichts anfangen können und Erklärungen brauchen, damit sie den Dreh rausbekommen, während andere es eben nur so verstehen. Natürlich muss man das Ganze spielerisch angehen und darf es nciht übertreiben, das dürfte dir wohl klar sein, was wir aber manchmal machen, wenn die Kleinen anfangen Blödsinn zu machen oder ein Witzbold urkomischerweise wieder mal die Verbeugung total versaut: Wir wiederholen es immer und immer wieder mit der ganzen Gruppe, bis es einmal perfekt gegangen ist.. so lernen sie wenigstens ein bisschen Disziplin und wir sind nicht die "bösen", die ihnen sagen, dass sie sich jetzt endlich mal benehmen sollen, sondern ihre Kumpels, die genervt sind, zum zwölften Mal oder so eine Kniebeuge zu machen.. Läuft eigtl ganz gut bei uns, aber wir experimentieren natürlich immer weiter.. LG und viel Spaß :D gpw123

SimonSepp 01.07.2013, 22:20

Danke für die Antwort! Ich denke auch das man vieles aus der Erfahrung und durch ausprobieren verbessert. Das mit dem Abwarten bis es perfekt ist werde ich mir mal merken :D

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Also bei uns ist es so, dass wir mit den neuen Ministranten an zwei Samstagen den Dienst durchgehen und sie ihn dort lernen. An einem Tag den Altardienst und an dem anderen das Opfergeld einsammeln. Schaden kann es da auf jeden Fall nicht, die älteren Messdiener mit einzuladen. Viele sind nicht so oft in der Kirche und sind dann über eine Auffrischung froh.

Dann kann man auch noch so Sachen machen, wie die einzelnen Bestandteile des Gottesdienst auf Zettel zu schreiben und die Kinder müssen versuchen, dass in die richtige Reihenfolge zu legen.

Und was ich auch ganz wichtig finde ist, dass man zwischen den Übungen ein paar Spiele zur Auflockerung macht.

Dann machen wir halt auch noch sehr viel nebenher. Also Ausflüge, Zelten hinter der Kirche, Spielenachmittage. Das ist meiner Meinung nach auch ganz wichtig. Auch wenn das jetzt weniger mit der Ausbildung an sich zu tun hat.

So und jetzt noch Seiten mit Materialien:

Einfach da mal die Seiten der Diözesen durchgehen.

geschichtliche Hintergründe und der gleichen interessiert bei unseren neuen Minis niemand. Es kommt vor allem darauf an, die Proben möglichst kurzweilig und abwechslungsreich zu gestalten und auch ab und zu eine Pause zu machen (irgendein kleines Spiel spielen) um die Aufmerksamkeit zu erhalten.

Was wir häufig machen, sind Probegottesdienste, in denen wir im Schnelldurchlauf einen Gottesdienst durchmachen und jeder immer eine andere Aufgabe bekommt. Das fand ich als Neuling auch immer sehr hilfreich.

SimonSepp 01.07.2013, 22:22

ja das hast du irgendwie recht. Aber so ein bischen die Symbolik zu bennen schadet eigentlich acuh nicht. Die Schnelldurchläufe machen wir natürlich auch. :D

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Ich kann Dir nur schreiben, was ich selber wichtig fände, vielleicht nützt es Dir ja was - bevor Du gar keine Antwort mehr kriegst. ;-)

Wenn ich Anfänger wäre, würde ich nicht nur wissen wollen, WAS zu tun ist, sondern auch WARUM es zu tun ist und wie die Geschichte der einzelnen liturgischen Schritte ist. Es handelt sich ja um Riten und Details, die mitunter aus der Antike überliefert sind, und jeder/s davon hat seine eigene Geschichte. Das würde mein Verständnis sehr erleichtern und die Merkfähigkeit beträchtlich verbessern. g

Ich würde es schätzen, wenn ich eine Art Mentor hätte, an dem ich mit ein bisserl "festhalten" könnte - mal spicken, wenn es klemmt, noch mal über bestimmte Abläufe reden ohne ausgelacht zu werden...

Freundschaftlicher Umgang und Vertrauen wäre mir wichtig und zwar gleich zu Beginn. Keine unnötige Hierarchie, keine unsinnigen Privilegien. Wenn der Ausbilder/Leiter eine Person ist, der man wirklich vertrauen kann, die nicht tratscht und einen bei Problemen ernst nimmt, dann könnte ich mich wohlfühlen, auch wenn es sonst ein paar Schwierigkeiten gäbe.

Spaß sollte sein dürfen. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Gemeinsame Freizeit hin und wieder, schöne Unternehmungen, an die man sich lange erinnert...

Das ganze Wohl und Wehe hängt aber auch vom Pfarrer und seiner Einstellung ab. Diesen Faktor kannst Du ja selber einschätzen.

Ich habe weder gute Seiten für Dich noch genaue Vorstellungen von einem Konzept für die Ausbildung. Vielleicht kriegst Du noch ein paar Antworten von den "Profis". Alles Gute und viel Freude am Dienst! Gruß, q.

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