Meine Familie ist erzkatholisch - Ich bin dabei mich vom Glauben zu trennen. Wie?

22 Antworten

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Also, ich kann das schon nachvollziehen. Als Christ bin ich selbst in so einer ähnlichen Konstellation groß geworden. Heute bin ich Gott dankbar, das ich gerade dadurch meinen Glauben NICHT verloren habe. Erzkatholische "Gläubige" können einem wirklich den Glauben verleiden. Glauben ist ja nichts festgefügtes, sondern ein spiritueller Prozess, der ein Leben lang andauert und ähnlich einer Beziehung Höhen und Tiefen, Schwankungen, Zweifeln, Nähe und Distanz aufweist. Hier ist es die Beziehung zu Gott. Um Ihre Frage zu beantworten, meine ich, daß auch Sie Ihren "erlernten" Glauben wahrscheinlich nicht wie einen Mantel abstreifen werden können. Ihr Glaube ist genauso einzigartig wie mein Glaube, weil es neben der Intimität das persönlichste Wesenmerkmal eines Menschen ist. Daher frage ich mich, weshalb Sie gegenüber Ihrer Familie einen solchen Rechtfertigungsdruck spüren? Sind Sie eventuell noch so jung, daß es Ihnen schwerfällt, sich gegen die "Etablierten" zu stellen? Mein Tip: wie jede Familie so ist auch die Ihre keine homogene Gruppe; es gibt immer ein "Sippenoberhaupt". Oder die "Lieblingstante". Oder den "Erfolgreichen". Oder die "weisen Alten". Wenn Sie es also schaffen, jemand von diesen wenigen von Ihren STandpunkten zu überzeugen, haben Sie den Rest gewonnen, weil Sie die "Leitwölfe" als "Fürsprecher" auf Ihrer Seite hatten. Eine andere Variante ist, erstmal zu schweigen und Menschen vor vollendete Tatsachen. Hören Sie auf, das zu tun, was Sie immer schon getan haben und beginnen Sie, so zu leben (zu glauben), wie Sie jetzt überzeugt sind. Ich wünsche Ihnen dabei Gottes Segen.

Das Problem mit dem Familienoberhaupt ist, dass es in der Familie mal eines gab (meinen Opa), der hat aber leider einen Schlaganfall erlitten. Es war ein großer Schock für die ganze Familie. Momentan ist sie "führerlos".

Das Problem ist weiterhin, dass es sehr schwer ist, irgendeinen zu überzeugen, da sie wahrscheinlich mich nicht verstehen. Dann bleibt mir wahrscheinlich nur die 2. Variante. Danke für ihren Rat:-)

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Du kannst, sobald Du 14 Jahre alt bist, zum Amtsgericht gehen und aus der Kirche austreten. Deine Familie würde es Dir natürlich übel nehmen, dass Du abtrünnig geworden bist. Da brauchst Du vermutlich jede Menge Mut, falls sie es erfahren. Ich gehe davon aus, dass Du auch nicht jeden Sonntag in die Kirche gehst. Wenn die gesamte Verwandtschaft glaubt zu wissen, dann kannst Du ruhig bekennen, dass Du nichts weißt, und ein blinder Glaube Dir fern liegt. Schließlich respektierst Du ihren Glauben weiterhin. So kannst Du Diskussionen abweisen, weil Du denselben Respekt für Deine Zweifel erwarten kannst.

Austreten kann man erst mit 16.

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@Maxi2433

Oh, das wusste ich nicht. Aber ist ja auch logisch. Vorher sind auch kaum Kirchensteuer zu erwarten.

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Du musst gar nicht tun. Dein Glauben gehoert dir nur selbst. Andere Menschen glauben andere Dinge und die meisten handeln anders als sie glauben. Es gibt nichts zu tun fuer dich, sondern nur zu erfahren. Deine Familie macht dieses und du machst jenes. Alles nicht so wichtig. Wichtig ist, wie du dein Leben auf die Reihe kriegst, woran du glaubst und was du wirklich weisst. Wissen ist der Schluessel zur Weissheit und der ist gut versteckt, aber dennoch immer zugaenglich. Suche deine Wahrheit in dir selbst und nehme das aussen nicht so wichtig. Dein innerstes wird dir die Wahrheit offenbaren, wenn du soweit bist, was immer auch in deinem Leben geschieht. Folge deiner inneren Stimme. Viel Erfolg

Was verstehst du unter "erzkatholisch"? Heißt es, dass sie allesamt intolerant sind? Das wäre eine böse Sache. Es würde auch bedeuten, dass sie gar keine Christen im biblischen Sinne sind, denn es kommt mehr auf die Lehre Jesu und deren Einhaltung an, als auf eine Tradition. Tatsache ist doch, dass der katholische Glaube viele Dinge enthält, die einfach unbiblisch sind. Das sind zum Beispiel die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele. Weiter lehrt die Kirche eine Messe, die die heilige Wandlung von Wein in das Blut Jesu im wörtlichen Sinne entspricht. Ebenso die Hostie in das Fleisch Jesu. Außerdem lehrt sie, dass man Sündenvergebung über eine Beichte bekommen kann. Jesus aber lehrt, dass man sie nur durch Jesus Christus geschenkt bekommt, wenn man ihn denn darum bittet.

Die Verehrung von Heiligen widerspricht den 10 Geboten, ebenso das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes. Als größte Sünde hat die Kirche die Zehn Gebote geändert. Da insbesondere das 4. Gebot. Die meisten Katholiken wissen das nicht, aber sie ließen sich auch kaum dadurch beeinflussen, weil sie nicht Christus, sondern einer Kirche anhängen.

Stelle doch einfach mal, nachdem du dich ausreichend informiert hast, deinen Verwandten die Fragen nach ihrer Lehre. Wenn sie dann intolerant werden und nichts davon wissen wollen, dann wirst du spätestens wenn du religonsmüdig bist, selbst dafür entscheiden müssen, was für einen Glauben du aus der Bibel erkannt hast bzw. ob du dich anderen Vorstellungen zuwenden willst.

Das kann natürlich dazu führen, dass dich deine Verwandten irgendwann verachten werden.Dies hat schon Jesus vorausgesagt, weil auf diesem Sektor Glaube und Irrglaube nicht zusammen passen können. Er empfiehlt den Weg mit Christus zu gehen, denn der führt zu einem postiven Ergebnis.

@wifri

Die Verehrung von Heiligen widerspricht den 10 Geboten, ebenso das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes.

Welchem **Gebot ** wiederpricht denn die Verehrung der Heiligen konkret ?

Das ist hier zwar nicht das Thema aber wenn du schon mal damit anfängst :

Es würde auch bedeuten, dass sie gar keine Christen im biblischen Sinne sind, denn es kommt mehr auf die Lehre Jesu und deren Einhaltung an, als auf eine Tradition. Tatsache ist doch, dass der katholische Glaube viele Dinge enthält, die einfach unbiblisch sind. Das sind zum Beispiel die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele. Weiter lehrt die Kirche eine Messe, die die heilige Wandlung von Wein in das Blut Jesu im wörtlichen Sinne entspricht. Ebenso die Hostie in das Fleisch Jesu. Außerdem lehrt sie, dass man Sündenvergebung über eine Beichte bekommen kann.

Da rate ich doch mal an die Bibel zu lesen , Ihr stützt ihr euch dann auf ein Buch welches selbst aus der Tradition dieser unsäglichen Kirche entstammt was doch auch wiederum recht unlogisch ist.

Das dir das immer noch nicht aufgefallen ist ?

in 2 Thessalonicher 2,15 heisst es :

."Seid also standhaft Brüder und haltet an den überlieferungen fest ,in denen wir euch unteriwiesen haben ,sei es mündlich ,sei es schriftlich durch einen Brief ."

Bei 1 korinther 11,2 lobt Paulus seine GEmeinde für die Treue zur mündlichen überlieferung :

.."ich lobe euch ,dass ihr in allem an mich denkt und an den üeberlieferungen festhaltet wie ich es euch übergeben habe.."

Bei 1Timotheus 3,15 heisst es ,dass die Kirche die Säule und das Fundament der WAhrheit ist :.." Falls ich aber lange ausbleibe sollst du wissen ,wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss,das das heisst in der Kirche (Ekklesia ) des lebendigen Gottes die die Säule und das fundament der Wahrheit ist ."

Sola skriptura ist also selbst ein rechter wiederspruch zur Bibel .

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@ALATI

Das Verbot der Anbetung (gleich Verehrung) von Heiligen steht im 1. und 2. Gebot in 2. Mose 20, 1-6. Aus Tradition heraus wurden Menschen heilig gesprochen. In der Bibel sind jedoch Heilige alle, die zur Gemeinde Gottes gehören. Darüber hinaus hat Jesus erklärt, dass alle Menschen nur Gott Vater nennen können und sollen. Und niemand darüber hinaus.

Was die Bemerkung zu den Traditionen anbelangt, kann ich nur sagen, dass eine Tradition nicht dem Wesen der Bibel widersprechen darf. Tut sie das, dann ist sie nicht von Gott sondern geht in Richtung Götzendienst. Sonst könnte sich jeder eine Lehre ausdenken, die er als christlich göttlich hinstellt. Das wird dir zwar kaum gefallen, aber ich bin nicht entscheidend für dieses Verständnis, sondern Gott selbst ist es. Paulus sagt zu diesem Thema: 2. Thess.2,3 Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. 4 Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. 5 Erinnert ihr euch nicht daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? 6 Und ihr wisst, was ihn noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit. 7 Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt. 9 Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden.

Könnte das nicht der sein, der auf seiner "Krone" stehen hat "Vicarius fillii dei"? Wenn aber nicht, wer ist dann derjenige, der den religiösen Abfall gelehrt hat? Wer hat denn die 10 Gebote geändert?

Ich hoffe, dass der Geist der Unduldsamkeit, der so furchtbar in der Vergangenheit gewütet hat, nicht wieder aufkeimt. Allerdings habe ich keine große Hoffnung, wenn ich an die Offenbarung Jesu Christi denke.

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Du hast Gesagt:

"ebenso das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes."

Dies wurde schon vor Jahrzehnten aufgehoben. Die Menschen, die die Aufhebung dieses Dogma ablehnen heißen Altkatholiken. Das ist nicht das, was ich meine.

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Weißt du, wenn du ein Buch liest und danach, einfach ohne den Inhalt zu hinterfragen, sofort deine eigenen Prinzipien anzweifelst, hast du nicht unbedingt klug gehandelt. Und du bist Agnostiker. Du brauchst keine große "Show" veranstalten, damit es jeder sieht. Du kannst allerdings mitnichten dein Leben lang ein Heuchler sein. Wenn es dir so wichtig ist, bei anderen gut eingeschätzt zu werden, muss es dir doch auch wichtig sein, Würde zu bewahren, oder?

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