Meine Eltern zwingen mich zum Glauben

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10 Antworten

Zum Glauben kann man nicht gezwungen werden. Das ist eine Sache des Herzens und niemand kann da Zwang ausüben. Beweise Rückgrat und sag Deinen Eltern, was und wie Du denkst. Sie können Dir sagen, wo Du Dich aufzuhalten hast, so lange Du nicht volljährig bist. Sie können Dir aber nicht Glauben befehlen. Setz Dich mit ihnen auseinander und offenbare Dich. An der Liebe zu Deinen Eltern ändert das ja nichts. Wenn sie Dich hassen oder verstoßen, leben sie nicht das Christentum, wie es Jesus gelehrt hat. Nur Mut, einmal muß es doch sein, wenn Du kein Heuchler sein willst. Gruß, q.

Spaghettus 01.11.2012, 14:15

Oops, da legst du Jesus aber sehr eigenwillig aus. :)

"Es ging aber eine große Menge mit Jesus; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein." Lukas 14,25

Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass tief jahwegläubige Eltern tolerant handeln, wenn ihr Kind ihnen nicht auf ihrem Weg folgt.

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Ein ungeschriebenes Gesetz sagt, dass man mit 14 Jahren seine Religion selbst bestimmen kann. Davor geht man einfach mit den Eltern mit, wenn sie darauf bestehen. Danach kann man seinen eigenen Weg gehen.

Es ist traurig wenn Menschen nicht zu Gott finden. Gott will nicht das wir blind auf Lehren vertrauen und wie Schafe dem Schlachter hinterherlaufen. Eine Bibelstelle sagt: "prüfet aber alles, das Gute haltet fest." (1. Thessalonicher 5:21) Und so ist es auch mit dem Glauben.

Du solltest dich mit deinen Eltern zusammen setzen, ihnen erzählen, dass du eine Glaubenskrise hast und sie dir bitte erklären sollen, warum sie so fest an Gott glauben. Sie sollen erklären, was ihr Beweis/Argument für Gott ist. Wenn es dich nicht überzeugt, sag ihnen dies offen. Gib ihnen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal Gelegenheit, sich dazu zu äußern, da dies beweist, dass du nicht leichtfertig handelst. Wenn dich die 2. Argumentation immer noch nicht überzeugt hat, sag ihnen, dass du dich distanzieren willst, das du Zeit brauchst, um dich im Leben zu finden. Sag aber vor allem auch, dass du dir diesen Schritt gründlich überlegt hast und dieser nicht endgültig sein muss. Deine Eltern werden bestimmt trotzdem hart getroffen sein, jedoch dürfte die Reaktion wegen deiner Vorbemühungen nicht katastrophal ausfallen.

Da es nicht zu der Frage gehörte, habe ich nicht geschrieben, was mich an Gott glauben lässt. Wenn es dich interessiert und du Argumente suchst, schreib mich ruhig an.

Niemand kann dich zwingen irgendetwas zu glauben. Das ist ganz allein eine Sache zwischen dir und deinem Gewissen. Sie können dir lediglich zwingen, an ihren Ritualen teilzunehmen.Wie lange du das um des lieben Friedens willen mitmachst, musst du leider selbst entscheiden.

Normalerweise ist die naturgegebene Liebe zu den eigenen Kindern stärker als alles andere, aber bei Fundamentalisten kann das leider anders sein.

Du kannst einen Mittelweg beschreiten und Deine Eltern zwar zum Gottesdienst begleiten, aber Dich ansonsten auf eine eigenständige Suche nach Gott begeben.

Geh zum Schein als Gläubige,sieh eine Show ab.Das ist das einzige was du machen kannst,so sind deine Eltern zufrieden und du brauchst keine Angst zu haben.Geh mit ihnen in die Kirche und tue als wenn du betest ,das habe ich Jahre gemacht ,obwohl meine Eltern nicht Gäubig waren,ich wollte nie Konfimiert werden(also Evangelisch) habe die Show mitgemacht und gut ist.Das ist gemein ich weiss ,aber die Eltern wollen es ja nicht anders.Verstehen werden sie es nie.Erst wenn sie gestoben bist ,bist du frei.

Das ist ein echtes Dilemma für dich. Du musst entweder deine Ehrlichkeit aufgeben oder fürchten, die Zuwendung deiner Eltern zu verlieren. Das letzteres nicht ausgeschlossen ist, zeigt die Praxis, nicht nur die religiöse. Es ist reines Wunschdenken wenn Leute von nie versiegender Eltern- oder Mutterliebe sprechen. Deshalb verstehe ich deine Sorgen sehr gut.

Ich möchte dich ermutigen, deine Ehrlichkeit zwar als wichtig, aber nicht als das Wichtigste zu sehen. Du musst vor deinen Eltern kein schlechtes Gewissen haben wenn du noch ein bisschen so tusts als ob, denn sie haben sich ja in diese Situation gezwungen. Du musst aber auch vor dir selbst kein schlechtes Gewissen haben, denn in Glaubensfragen die Wahrheit nicht ganz offen zu sagen, wird von den Gläubigen selbst am meisten praktiziert. So sind unter den Katholiken rund 8% Atheisten, unter den Evangelen sogar rd 20%. Was noch wichtiger ist, selbst unter Pfarrern glauben gut 80% nicht mehr an einen so zentralen Punkt wie die unbefleckte Empfängnis.

Sollten deine Eltern konkrete Handlungen von dir Verlangen, z.B. den Besuch der Kirche, frage sie, warum das für sie wichtig ist. Dann finde Argumente, warum dem nicht so ist bzw. warum das zwar für sie, aber nicht für dich wichtig ist. In solchem ständigen Nachfragen auch bei anderen Themen könnte die Lösung für eine langsame Annäherung eurer Meinungen bestehen.

Zwischenton 01.11.2012, 17:18

DH, Bruder Spaghettus. Das Dilemma wird von Menschen, die nicht streng religös erzogen wurden, oft unterschätzt.

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ich glaube nicht, dass deine eltern dich dann hassen, aber du könntest ja erstmal mit deinem religionslehrer (wenn du reli hast) darüber sprechen.

Schwierig. Ich würde den Ball flach halten und meine Interessen und Stärken ausbauen. Je früher du selbstständig und verantwortungsvoll bist, desto weniger können sie dich aktiv kontrollieren.

Man sollte zu seiner Sache stehen. Entweder du machst mit oder du ziehst dir den Ärger deiner Famile zu. Entscheide selber

Jeder hat das Recht seinen Glauben frei zu wählen, oder halt garnicht. Wenn deine Eltern es nicht akzeptieren konnte sind die auch keine Christen (Das waren doch die, die den Alten Mann cool finden, der überall Liebe verbreitet oder?).

Wir leben im Jahr 2012.

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