Mein Hintern fliegt beim Galopp aus dem Sattel

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Mehr Reitunterricht!

Du sitzt nicht wirklich - also laß Dich an die Longe nehmen; der Reitersitz ist die Basis und wenn man das nicht drauf hat, dann ist man nur lockerer Beifahrer.

DH! Sie schwingt nicht und sitzt damit falsch. Ein Lehrer kann vor Ort schauen und korrigieren. An die Longe lassen sich auch olympiasieger noch nehmen, einfach um eingeschlichene Fehler zu beseitigen. Also ganz schnell an die Longe, das ist keine Schande:)

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@DennisG8

Ok, nein, eine als Schande bezeichne ich das jetzt auch nicht.

Danke für die Antworten!

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Das ist alles reine anspannungssache. Beine und Bauch mehr anspannen.

Der Po hat fest im Sattel zu sitzen und schwingt in der Bewegung des Pferdes mit. 

Bitte nicht zu "Sattel auswischen" oder Rücklage raten!

Das ist am schwersten später wieder abzugewöhnen von allen Fehlern, ich kenne kaum jemanden, der es geschafft hat! Der Hintern hat immer am Sattel zu sitzen und nicht rumzuwischen, wie will man denn mit wischen einwirken? Genauso hat ein zurückgelegter Oberkörper keine Einwirkung und tut sich nur weh, weil er ganz schnell hinter der Bewegung ist und da dann wieder in die Bewegung zu kommen, hat was von unmöglich und alles, was nicht im Takt des Pferdes in einer lockeren fließenden Miteinanderbewegung passiert, ist schrecklich unangenehm für die Bandscheiben.

Aber es braucht Unterricht, denn zum einen geht das Pferd in solchen Fällen selten korrekt über den Rücken und diese Stöße, die den Reiter nicht sitzen lassen, sind schädlich für die Wirbelsäule von Pferd und Reiter. Das heißt, mit einem Lehrer mit gut geschultem Auge und den pädagogischen Fähigkeiten, es zu erklären sollte erstmal gezeigt werden, wie man das Pferd in gute Dehnungshaltung bekommt, bevor man angaloppiert und sich und dem Tier Schaden zufügt.

Und dann muss der Lehrer mit seinem geübten Blick auch rausfinden, wo sich der Reiter festmacht und hier in die Trickkiste greifen, wie man das locker bekommt. Manchmal ist es ein Fußgelenk beim Westernreiten, das besonders satt im Bügel stehen will und sich dabei festhält und schon für dieses kleine, so "unscheinbare" Gelenk dazu, dass der Reiter überhaupt nicht in der Lage ist zu federn. Aber das können wir hier mit geschriebenen Worten nicht feststellen.

Ich selbst bin überhaupt kein Sitzlongenfreund. Mein Lehrer seinerzeit war auch dagegen, weil er sagte, da lernt der Reiter was anderes als er später braucht, wenn sein Sitz einwirken soll. Bei uns gab es auch welche, die eher nicht so toll saßen, weil vielleicht auch körperliche Unzulänglichkeiten dagegen sprachen (wir hatten auch genug Reiterkollegen in der Jugend mit ärztlichen Schulsportbefreiungen, aber Reiten lernten sie ganz gut) und genug Reiter, die - auch aufgrund ihres Trainings - sehr gut und weich saßen und heute noch sitzen, aber im Durchschnitt finde ich, sitzen die, die an der Longe waren, kein bisschen besser. Und ich finde, die Sitzlonge verführt dazu, für den Schüler viel zu lange Einheiten zu machen. Wenn der in den ersten 5 Galoppsprüngen nicht sitzt, wird er es auch in längerem Galopp nicht tun, war die Lehrmeinung, die mir mitgegeben wurde. Mein Lehrer sagte immer, der erste Sprung sei entscheidend und wenn man den kann, kann man versuchen, mal noch zwei anzuhängen, bis dahin galoppiert man an und reitet dann sofort Trab, durchparieren zum Schritt, wieder angaloppieren, wieder Trab reiten. Später dann um immer mehr Sprünge erweitern, bis man einen Fluss hat. Ich lehre jetzt auch so (nicht beruflich, aber wenn ich gebeten werde, Tipps zu geben) und bis jetzt hat es noch jeder gelernt.

du musst dich mehr nach hinten lehnen und versuchen ''schwer zu machen'' wenn das nicht hilft ist es sehr gut auszuprobiern ohne steigbügel zu gallopieren und zwar mehr als 1mal! hat bei mir auch geholfen! und wenn du dich noch nicht traach mal bekannte\reitlehrer ob sie dich dabei longieren können

Versuch locker mit zu schwingen, zu hüpfen fängt man auch an wenn die Hüfte fest ist, dann geht man mit der Bewegung nicht mehr richtig mit. Ansonsten ist es etwas schwer von hier aus zu sagen was noch falsch ist, da sollte ein lehrer drauf schauen. Fest machen im Rücken und Hüfte, also zu sehr anspannen ist falsch, so bekommt ihr beide Rückenschmerzen. Auch kann ein harter Rücken des Pferdes mit ein Grund sein also auf jeden fall einen Lehrer drauf schauen lassen, du schwingst nicht richtig mit:)

Lass dich mal an die Longe nehmen, da kannst du dich ganz auf den Sitz konzentrieren und notfalls dich am Knauf in den Sattel ziehen um ein gefühl zu bekommen. Die Augen zu schließen hilft auch für ein besseres Körpergefühl. Ich kenne das nur von leuten die halt zu fest sind in Rücken und Hüfte und nicht mit schwingen:) Und sollte der Pferderücken auch hart sein schwingt dieser ebenfalls nicht, ihr müsst dabei beide locker genug sein. Zwar ist eine gewisse Körperhaltung durch Grundspannung erwünscht aber das sollte nicht so weit gehen das man zum brett wird.

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