Mein Freund ist ein Oberlehrer?

11 Antworten

Dass ist das Problem von Menschen die einseitig studiert sind, ich bin leider auch besserwisserisch aber auch amüsiert und positiv überrascht wenn jemand weiß wie man kontert. Es ist auch eine Frage der intelligenz und allgemeiner Sprachgebrauch scheint dein Oberlehrer nicht zu verstehen, klingt nach klassischem überstudiert sein. Kannst ja versuchen auf die soziale, allgem. Sprachgebrauch zu deuten um ihm damit zu sagen das er zu sehr studiert wirkt und das nicht immer von Vorteil sein wird, er ist schließlich nicht auf Arbeit.

Wenn er dich liebt hat er Nachsicht, denn Liebe heißt auch sich verändern können für den anderen, der Mensch wandelt sich ständig, es wäre unlogisch wenn er sich nicht ändern würde. Lass ihn selbst unlogisch erscheinen. Er könnte sagen das Liebe Biochemie ist, jedoch ist sie wichtig sonst wärt ihr nicht zusammen, wenn man liebe zu kritisch betrachtet.

Deine Antwort gefällt mir, finde du hast da recht. Mein Freund hat es zu sehr mit der Logik und zu wenig mit der Phantasie. Sprache ist bei ihm immer wie aus dem Lehrbuch, was nicht offiziell "beglaubigt" im Duden steht, toleriert er nicht. Ich bin ein ziemlich versponnener Mensch, eine Art erwachsene Pippi Langstrumpf, früher fand er das gerade anziehend an mir, heute scheint ihm das mehr und mehr zu nerven. Und ein stilles Gänschen bin ich halt auch nicht, ich sage ziemlich laut, was mir nicht passt. Und er halt auch und zack, schon haben wir wieder Streit! Aber lieb hab ich ihn trotzdem.

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Kann das sein, dass er trotz aller Intelligenz und Logik Minderwertigkeitsgefühle Dir bzw. anderen gegenüber hat, und deshalb den strengen Oberlehrer heraushängen lässt? Egal wie: Du bist nicht dazu da, sein Selbstwertgefühl aufzupolieren, und Du hast besseres verdient als jemanden, der andauernd an Dir herummäkelt. Wenn Du sehr an ihm hängst, versuch einmal (ohne Anlass), ihm ganz eindeutig klarzumachen, dass Du Dir das nicht mehr gefallen lässt, und im Ernstfall Schluss machst. Wenn das hilft, gut, wenn nicht, dann mach Schluss und such Dir jemand, der es nicht nötig hat, andere ständig runterzumachen, damit er sich selbst gut fühlt.

Er hat studiert und ich halt nicht, denke schon, dass er da oft seine intellektuelle Überlegenheit ausspielen will. Allerdings weiß ich auch, dass er selbst starke Minderwertigkeitskomplexe hat, weil er im Leben nicht das erreicht hat, was er wollte. Ich fühle mich halt auch deshalb durch sein Verhalten oft so verletzt, weil ich ihm früher mal erzählt hab, dass mich meine Mutter oft immer heruntergemacht hat, sowas halt wie "Du kannst nix" oder "Du bist eh zu blöd für alles". Am Anfang der Beziehung hat er sich immer furchtbar über meine Mutter aufgeregt und mir gesagt, ich solle mir das nicht gefallen lasse. Und jetzt ist er halt selbst oft so, er gibt mir das Gefühl nicht gut genug für ihn zu sein.

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@Flauschimaus

Ja klar, jemand, der andere zum Runtermachen braucht, um sich selbst gut zu fühlen, der findet dann schon jemanden, der da eh schon eine Schwäche hat.

Mit einem hatte er recht: Du sollst Dir das wirklich nicht gefallen lassen. Tu Dir selbst etwas gutes und stell das klar - und wenn er diese Runtermacherei nicht lassen kann oder will, dann mach Schluss.

Er mag zwar intellektuell überlegen sein, aber emotional ist er ein Armutschgerl, das mit Mühe und Not Kindergartenreife hat. Auch emotionale Fähigkeiten lassen sich erlernen, aber das ist seine Aufgabe, Du kannst ihm da nicht helfen.

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Warum erkletterst du eine Palme, wenn dich das Verhalten eines anderen aufregt und vor allem gibt es doch bei uns gar keine Palmen (schon gar nicht im Winter).

Das ist irgendwie unlogisch. :-)

...aber im Ernst:

Es gibt Menschen die sind so. Ich schätze du musst das entweder ignorieren oder dich trennen. Was anders wird dir nicht übrig bleiben. Das einzige was mir sonst noch einfallen würde wäre auf alle Metaphern zu verzichten und ihm so gar keine Angriffsfläche zu bieten.

was auf dauer aber auch sehr belastend wäre, entweder mich nimmt einer, wie ich bin, oder er kann mich ma......

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kann es sein, dass dein freund entweder sehr viel älter ist als du und sich in einer art vaterrolle bzw. erzieherrolle sieht oder hat er eine höhere schulbildung wie du und fühlt sich deswegen so überlegen? sollte eines von beiden zutreffen, so rede mit ihm darüber, dass es ihm an selbstwertgefühl fehlt, wenn er sich durch sowas profilieren muß!

Beim Lesen Deiner Zeilen musste ich zunächst mal schmunzeln, und zwar nicht, weil ich Deine Zeilen nicht ernst nehme, sondern weil man deren Inhalt ganz unterschiedlich verstehen und interpretieren kann.

  • Es gibt selbstverständlich sogenannte Korinthenkacker bzw. Erbsenzähler, die sich gleichzeitig auch als "Besserwisser" erweisen, nicht, weil sie alles wirklich besser wissen, sondern weil sie glauben, alles besser zu wissen (manchmal kann es stimmen, manchmal nicht!) und deshalb ihre Mitmenschen ständig maßregeln und bei jeder Gelegenheit auf ihre Fehler hinweisen, oft auch einem "jedes Wort im Mund umdrehen". Dabei kommt es auf die Art und Weise an, WIE sie das machen. Wenn es sehr ernst und arrogant gesagt wird und entsprechend wirkt, möglicherweise noch in Gegenwart anderer, dann kann das eine sehr unangenehme Atmosphäre hervorrufen und beim Betroffenen (und auch bei den Zuhörern!) dauerhaft Anthisympathien bzw. Animositäten entstehen lassen.

Derartige Kleingeister (oder Simpel bzw. Fachsimpel!) meinen von sich selbst, einen großen Geist zu haben (vielleicht weil sie Fachwissen besitzen, Examen oder Promotion nachweisen können!), merken aber nicht, dass sie sich im sozialen Umfeld wie ein "Elefant im Prozellanladen" benehmen; von Psychologie und guten Manieren scheinen sie im praktischen Umgang wenig Ahnung zu haben.

Nun gibt es noch zwei andere Kategorien von Menschen, deren verbessernde Hinweise auf Fehler positiv gewertet werden können:

  • Solche Menschen besitzen die Gabe, wohlmeinend und dezent auf Fehler anderer hinzuweisen im passenden Moment und in einer Art und Weise (das kann man nicht bei jedem Menschen machen, sondern hauptsächlich bei Vertrauten und guten Freunden!), dass man spürt, dass es konstruktiv gemeint ist und dazu beitragen soll, dem anderen in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Es kommt auch auf die Situation an, ob es im Beisein anderer angebracht ist (meistens nicht!); dazu gehört Einfühlungsvermögen (Empathie) bzw. Fingerspitzengefühl.

  • Nun gibt es noch eine dritte Kategorie von Menschen, die die angesprochenen Verbesserungen auf eine erheiternde und lustige Weise (eine besondere Art von Humor!) erbringen (aber bitte nicht überall und "am laufenden Band!"), man jedoch den wohlgemeinten Ernst heraushören kann. Dazu ist erforderlich, dass man nicht mit "todernsten" und völlig humorlosen Menschen zu tun hat, sondern dass diese die mit Souveränität verbundene Art von Humor (oft auch mit einem zwinkernden Auge!) zur persönlichen Wissensbereicherung verstehen.

Letztgenannte Kategorie bedeutet für mich das Non plus ultra.

Dein Beitrag ist sehr interessant, ich glaube mein FReund würde sich ganz klar selbst in der zweiten oder gar dritten Kategorie sehen. Ich empfinde es aber anders. Ich finde sein Verhalten oft derart unentspannt und geradezu kleingeistig. Ich fühle mich in meiner Beziehung zunehmend an das Stück "Pygmalion" von George Bernard Shaw erinnert. Er sieht in mir eine Art Eliza, die er umerziehen muss/möchte. Er behauptet immer, er würde selbst gern auf Fehler hingewiesen werden, das stimmt aber nur bedingt. Wenn ich das mal bei ihm mache, empfindet er es oft als Häme und ist eingeschnappt. Er ist übrigens nicht nur zu mir oft so doof. Er hat mal telefoniert und an diesem Tag war seine Schwester zu Besuch, sie kam ins Zimmer und fragte reflexartig (klar, ist im Grunde doof, aber halt ein Reflex) "Telefonierst du?". Woraufhin er sie sarkastisch anging "Nee, ich rede mit mir selbst und das Telefon hab ich halt nur als modisches Accessoire in der Hand".

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@Flauschimaus

@Flauschimaus: Es kommt selbstverständlich immer auf den Ton in der Stimme an und ob man dieselbe Wellenlänge hat.

Was eine Person als interessant, bereichernd und amüsant empfindet, kann die andere Person als anmaßend, besserwisserisch und aufdringlich empfinden, um nun mal dieses Beispiel zu erwähnen.

Die Menschen haben subjektiv nun mal recht unterschiedliche Empfindungen; wichtig ist, dass "Sender" und "Empfänger" aufeinander abgestimmt sind und es einfach passt.

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@katwal

Korrektur: Auch in meinem Text habe ich beim nochmaligen Durchlesen einen Fehler gefunden (vielleicht sind noch welche zu finden?), nämlich "Anthisympathien" (anstatt "Antisympathien"!); da hatte sich auch zusätzlich ein "h" eingeschlichen, was der "Oberlehrer" sicherlich sofort moniert hätte.

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